Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 134
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Slavkovská kirvaj v Dachau

Schlaggenwalder Kirwa in Dachau!

Wie alljährlich feierten auch dieses Jahr die Schlaggenwalder von Dachau, München und Umgebung Ihre altbekannte traditionelle Kirwa. Der Saal war zum bersten voll und Kirchweihgäste gab es aus nah und fern. Vührstäia Josef Gareis begrüßte die anwesenden Gäste aus Goldbach, Landsberg, Burglängenfeld und Hilpoltstein, nicht zuletzt den Bürgermeister Dr. Reitmeier und dessen Stadtvertretung. Mit dem Egerländer Marsch begann der Tanz und das fröhliche Treiben, auch der schöne Kaiserwaldwalzer — gedichtet von unserem Vührstäier Gareis — erklang und ein jeder sang kräftig mit, unsere Egerländer Musikanten mit ihrem Dirigenten Palser Franz spielten recht fleißig, so daß man kaum zum Sitzen kam. Frau Anna Häuser brachte wieder eine Hitze Kirwakuchen mit aber für so viel Mäuler war auch das zu wenig und der Quarkkuchen hatte bald sein Ende. Auch der Polsterltanz wurde aufgeführt und öfters hörte man einen Schulzedackelpfiff. Auch ein Kirwaschmaotzer hat sich eingestellt, unser Vetter Hammerschmidt sei nicht zu vergessen, der mit 80 Jahren noch das Lied vom Denglstöckl zum besten gab. Dies ein kleiner Bericht von der Dachauer-Egerländer Kirwa!

Informační setkání v Karlsruhe

Informationstagung in Karlsruhe

In einer ostpolitischen Informationstagung der Ackermann-Gemeinde im Kolpinghaus Karlsruhe sprach Klaus Herrmann, Bonn, wissenschaftlicher Referent bei der CDU/CSU-Fraktion. Auch wenn die Bundesregierung im Falle der ČSSR länger und zäher verhandelt habe als mit der Sowjetunion, Polen und der DDR und sich dies im Verhandlungsergebnis auch entsprechend positiv niederschlage, bietet der Vertrag mit der ČSSR einen zu großen Spielraum für unterschiedliche Interpretationen der beiden Seiten. Desgleichen sei die von der Bundesregierung akzeptierte Formel „Nichtigkeit des Münchner Abkommens" nicht befriedigend. Nach Meinung des Referenten wäre es richtiger gewesen, eine Formulierung wie „gilt nicht mehr" auszuhandeln. Auf die Konferenz in Helsinki dürfe man keine zu großen Hoffnungen setzen, denn die Erwartungen auf Entspannung sei schon zu hoch geschraubt worden, meinte der Referent. Der Westen sollte versuchen, einen wichtigen Punkt durchzusetzen: Die Forderung nach mehr Freizügigkeit zwischen den Menschen und Ideen als Grundvoraussetzung für eine bessere Verständigung zwischen Ost und West. Mit einer sehr lebhaften und ausgiebigen Diskussion wurde die gut besuchte Veranstaltung der Ackermann-Gemeinde in Karlsruhe abgeschlossen.

Berichtigung:

Im letzten Heimatbrief steht unter „Unsere Toten": Salomon Richard, Aschach an der Drau. Es muß richtig heißen: Aschach an der Donau. Aschach liegt nämlich zwischen Passau und Linz (die Drau fließt in Jugoslawien).

Bild rechts Schlaggenwald (Steinbach-Schnitterer — Fr. Böhm mit Kind Herbert); Friseur-Zunftzeichen — Rasierer Mann; Weidl Ernst (Samel), Häuser Erich, Kempf (Schlachthof — Kuttelhof)

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