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wie weh doch der Anblick unser Herz macht bang.
Was für ein Glück ist's den Heimatbrief zu haben seit langen Jahren,
durch ihn wir viele Nachrichten und Geschehnisse erfahren.
Gäb's ihn aber nicht, es ist da und dort schon der Fall,
hörten wir nichts mehr über unsere Heimatstadt Schlaggenwald.
Wir loben die tapferen Männer in unseren Reihen,
die stets organisieren, planen und schreiben.
Besonderer Dank gebührt hier der Ruf
dem Autor, der den Heimatbrief für uns schuf,
der aber schon lange in kühler Erde ruht.
Als dessen Erben wollen wir den HB stets die Treue halten,
und für die Nachkommen das teure Gut der Heimat verwalten.
Ein Freudentag ist's kommt der Heimatbrief ins Haus,
da ist es mit jeder Arbeit gleich aus.
Wenn das Essen noch nicht fertig ist,
wird schnell mal in den „Neuen" reingespickt.
Kaum bin ich mit allen Gedanken drinn,
geht es weiter in diesem Sinn.
Die Kocherei schwirrt aus dem Kopf,
es läuft über so mancher Topf.
Bis der Heimatbrief gelesen ist leer,
ist passiert schon manches Malheur.
War alle Arbeit dann getan,
geht's nochmal von vorne an.
Die Seiten werden nun genauer gelesen,
was da und dort ist alles gewesen.
Manches Erlebte aus der Kinder- und Jugendzeit,
wie schön war sie daheim, nun liegt sie so weit.
Die Bilder aus längst vergangenen Tagen,
Heimat, oh Heimat, hört man sich stöhnend sagen!
Nachrichten, daß hier und da ein Kindlein geboren,
dort haben sich Paare ewige Treue geschworen.
Traurigkeit befällt uns beim Lesen der heimgegangenen Landsleute List' —
etwas Ermunterung für uns, daß am Schluß folgt ein Heimatwitz.
Unser Stadtwappen — ein Symbol, der Stolz unserer Vaterstadt.
Glück und Segen für den, der gewohnt dort hat.
Wie reich war sie an Kultur, an Bergen, Tälern, Wiesen, Feldern und Wald —
meine Heimat — unser Schlaggenwald.
Wer diese Heimat hat verloren und nun in fernen Landen strebt,
der soll den Heimatbrief ehren so lange er lebt.
Lob und Dank den Schreibern, die dieses Heimatgut gestalten.
Recht lange noch möge sie Gott, der Herr, erhalten!
M. Kuhn, Marbach/Neckar
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Mitteilungen des Herausgebers
Frau Neidhart in Auerbach hat mir vor dem Treffen in Goldbach einen schönen Artikel eingesandt, der leider im letzten Heimatbrief nicht mehr veröffentlicht werden konnte, weil dieser bereits im Druck gewesen ist. Aber er ist so schön verfaßt, daß er auch noch in diesem HB viel Freude bereiten dürfte. Auch das Bild, auf dem nur noch wenige Landsleute unter uns weilen, dürfte für manche eine schöne Erinnerung sein.
Allen Spendern für den HB danke ich herzlich. Durch ihre Unterstützung kann wieder ein Bild mehr im HB eingeschaltet werden. Frau Kolmer in Nürnberg hat mir zum Treffen 20 DM geschickt, die ich an unsere bedürftigen Schlaggenwalder weitergeleitet habe.
Bedanken möchte ich mich auch bei jenen Landsleuten, die mir den 124. Heimatbrief für eine Bezieherin in Österreich überlassen haben.
Ich werde immer wieder wegen Einbanddecken gefragt und angeschrieben. Leider kann ich diese nicht besorgen. Es sind nicht viele Bezieher, die den HB einbinden lassen wollen; somit rentiert sich die Herstellung (nach Auskunft) nicht.
Ein Dank!
Wie gut, daß es den Heimatbrief gibt und einen stillen Verehrer von mir. Durch beide habe ich an meinem Geburtstag viel Freude gehabt. So viele Freunde und Bekannte aus der alten Heimat haben dadurch meine Adresse erfahren und mir zu meinem Geburtstag gratuliert. Ihnen allen sei herzlichst Dank gesagt. Ich grüße Euch, meine lieben Landsleute,
Eure Elsa Lochner
Landsleute! Zahlt pünktlich die Bezugsgebühren für den „Schlaggenwalder Heimatbrief" — Preis per Stück 2,20 DM
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