Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 133
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Setkání rodáků v Goldbachu 1973

Liebe Landsleüte!
Die Tage in Goldbach (7. u. 8. Juli 1973) sind vorüber.

Alle, die wir dabei waren, müssen gestehen, daß es ein gelungenes Heimattreffen unserer Landsleute aus dem Kirchsprengel gewesen ist. Wieder waren es herrliche Tage. Wenn ich Tage sage, so will ich nicht verhehlen, daß wir ein kleines Trüppchen schon am Freitagabend zusammengesessen haben und uns auf den kommenden Samstag und Sonntag freuten. So manchen lieben Freund und Bekannten hatte man nach langer Trennung wiedergesehen.

Das Zusammenkommen unserer Landsleute an den beiden Tagen war ein Erfolg für alle, die daran teilgenommen haben. Wie immer bei solchen Gelegenheiten, war Überraschung und Freude über einen lange nicht gesehenen Landsmann zum Ausdruck gekommen. Langes Händeschütteln oder Umarmung drückten die Wiedersehensfreude aus.

Es ist erstaunlich, daß nach 27jähriger Vertreibung vom angestammten Wohnsitz die Bindungen zur Heimat und seinen einstigen Bewohnern noch immer so stark vorhanden sind, trotz des Verkündens von gewissen Organisationen, daß die Eingliederung der Vertriebenen vollzogen sei. In materieller Hinsicht mag diese These stimmen. Aber ideologisch wird sie stets durch diese Zuammenkünfte widerlegt. Solange unsere Generation noch besteht, so lange wird der Gedanke an die Heimat in uns lebendig bleiben. Nur ganz Wenige schließen sich dieser Gemeinschaft nicht mehr an. Sei es, weil sie resignieren oder ein Unrecht — das Unrecht der Vertreibung — gut heißen mögen. Aber solange wir in einem freiheitlichen demokratischen System leben, können wir uns zusammenfinden wann, wo und wie es uns gefällt.

Mögen nie solche Verhältnisse eintreten, wie sie uns im östlichen Teil unseres Vaterlandes demonstriert werden, denn dort gibt es keine Treffen von Landsleuten in Form wie wir sie gestalten.

In Goldbach haben sich etwa 500 Landsleute eingefunden. Gleich nach dem Betreten des Saales grüßte uns von der Bühne herab die einst von Rott Eugen gemalte St. Georgskirche. Sofort fühlte man sich daheim beim Betrachten des schönen Erinnerungswerkes. Dann umfing einem das Summen und Rauschen der vielen Stimmen und man ließ die Augen herumschweifen, um einen guten Bekannten zu erspähen. War dies geglückt, gab es ein Winken und Zurufen, bis man sich in die Arme fiel. Es dauerte eine längere Zeit ehe man alle Landsleute begrüßt hatte.

Leider muß gesagt werden, daß so manches liebe Gesicht nicht mehr anwesend war. Unsere älteren Landsleute haben schon eine große Lücke hinterlassen — das veröffentlichte Bild zeigt dies ganz deutlich, und mancher ist für immer von uns geschieden.

Der Samstagabend wurde mit zwei zünftigen Egerländer Märschen eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Herausgeber des HB hielt Landsmann Josef Gareis aus Dachau eine kurze Ansprache und überreichte dem Bürgermeister von Goldbach einen Stich — Bildnis der Stadt Dachau darstellend — denn er war mit 87 Mitgliedern der Egerländer Gmoi zu unserem Treffen gekommen.

Nach den Dankesworten des Bürgermeisters von Goldbach sprach noch Gmoivüastäiha Brandner von Goldbach einige Worte. Aber dann waren unsere Landsleute nicht mehr im Zaum zu halten, wie man bei uns zu sagen pflegte. Den folgenden vortragenden Egerländer Künstlern wurde leider wenig Aufmerksamkeit zuteil für die schönen Darbietungen. Man hatte sich eben zuviel zu erzählen, und

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