Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 131
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Jak to bývalo doma

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dösmål mouß longa, mia föllt ban bestn Willn nix mäia ei. Es san du unter uns Schlaggewalern u deanan asn Kirchsprengl bestimmt vüll Gscheitera dabei als ich, sie warn a allewal daham u wissn möia. Wöi was denn, wenn sich döi a amål a wing uastrenga te(t)n, es möin du niat allewal döiselbm sei(n),

Ich wünsch enk alln nuch a schöins Ouste(r)fest enka Steinwasser Albin

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Jak to vypadá doma

Wie 's daheim geworden ist

Vor einiger Zeit besuchten Landsleute unsere Heimat und haben sich die Umgebung ein bißchen betrachtet. Sie machten einige fotografische Aufnahmen und stellten mir einiges zur Veröffentlichung im H. B. zur Verfügung. Die Bilder geben uns einen Einblick, wie rasch die Zerstörung in der Heimat fortschreitet. Wie einem zu Mute ist, wenn man nach einigen Jahren sein Elternhaus wiederfindet, das einen solchen Zustand aufweist wie das hier gezeigte, kann nur der ermessen, den es betrifft. Das nebenstehende Foto wurde uns eingesandt und zeigt die Ruinen des einstigen stattlichen Gebäudes des Gasthauses „Hubl" in Poschitzau. Nur noch einige Mauerreste zeugen von dem einstigen gemütlichen Wirtshaus. So mancher HB-Leser hat dort schöne, gemütliche Stunden verplaudert. Der kleine Saal, der mit einer Bühne ausgestattet war, hat oftmals kaum die Besucher aufnehmen können, wenn die Poschitzauer Laienspieler einen Schwank aufführten oder zur Landkirwa die Musik zum Tanz aufspielte. So mancher Schlaggenwalder spazierte an Sonntagnachmittagen zum „Hubl" nach Poschitzau und ließ sich die Halbe — aber es waren immer mehrere Halbe — vom Faß schmecken. Auf dem Heimweg wurde er von keinem Benzinduft gestört, denn auf diesem Weg konnte höchstens noch ein Reiter mithalten. Man konnte schon ein bißchen torkeln. Niemand wurde dabei behindert. Wenn es auch keine sehr gute — im wirtschaftlichen Sinne — Zeit war, dafür war es umso gemütlicher. Keiner hatte viel, aber dafür gab es mehr Zufriedenheit.

Nicht mehr lange wird es dauern, dann gibt es keine deutschen Vertriebenen und Flüchtlinge mehr. Keine Anklage wird mehr erhoben werden, weil man im 20. Jahrhundert ganze Volksstämme vernichtet hat. Nun wollen wir hoffen, daß wir unseren Nachkommen eine bessere und zufriedenere Zeit werden schaffen können. Sie werden in Zukunft nicht mehr so kraß mit volksfremden Eindringlingen konfrontiert werden — hoffentlich nicht — wie wir es in den Jahren von 1918 bis 1938 und nachher verspüren mußten. Aber die Menschen, die an unserer Statt zur Besiedlung unseres einstigen Lebensraumes ausgewählt wurden, sind nicht zu beneiden. Denn es ist ihnen in 28 Jahren noch nicht gelungen einen geordneten Aufbau zu vollziehen. Das Gegenteil ist zu beobachten. Die Bilder zeigen es uns. Ich erinnere mich an einen Ausspruch, den ein junger Tscheche getan hat, als ich in Elbogen auf der Burg unfreiwillig verweilen mußte. Er sagte damals: „Es wachsen keine Bäume in den Himmel. Jetzt jagen wir euch davon und bald werden wir wünschen, hinter euch nachzukommen, aber freiwillig und wir werden es nicht dürfen." Vielleicht erinnert sich noch einer, der dabei war, an diesen Tschechen. Wie recht er doch hatte. Ich denke oft an ihn. Er hat sehr viel dazu beigetragen, unser damaliges Los erträglicher zu gestalten. Wenn man die Grenzen im Osten öffnen würde, so würde eine neue Völkerwanderung von Ost nach West einsetzen. Immer wieder kann man aus der Unterhaltung mit der hinter unseren Ostgrenzen lebenden Menschen hören, wie gerne sie zu uns oder nach dem Westen kommen möchten.

Gewiß, geschenkt bekommen wir hier auch nichts. Aber wir sind doch freie Menschen. Keinem ist der Weg versperrt, wohin er sich auch immer begeben will.

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