Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 131
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Slavkovská „léčivá voda" a lstivý vnuk s nemocnýma očima

Poté, co tam byla objednávka vyřízena a krátký hovor mezi ženami skončil, přišlo na řadu to hlavní. Celou tu dobu jsem přemýšlel jen o tom, kde babičce ukážu ten potok, co obsahuje vodu na oči. Vůbec jsem netušil, kde Seifertsgrünský potok pramení a jak se utváří jeho tok nad stodolou nedaleko hostince Wiesenthal. Věděl jsem sice, že prý přitéká z Wiesenthalu, ale odkud přesně odtamtud přichází, to jsem tehdy nevěděl.

Teď se šlo směrem k hostinci Wiesenthal. Babička dokázala velmi dobře vykračovat, byla to zkušená chodkyně po lesích – takovým ženám se říkalo „dřevěné ženské" – takže jsem musel dělat obrovské kroky, abych s ní za ruku udržel krok. Teď šlo o to, prokázat své schopnosti průvodce a zamířit rovnou k cíli. Byl jsem už trochu neklidný, protože pořád reptala a opakovala: „Jen abys to našel. Vám spratkům se stejně nedá věřit." To jí sklouzávalo ze rtů dost často. Ten pochod za ruku se mi od začátku nelíbil, tak ve mně pomalu vzrůstal i vzdor. Bláto stříkalo při každém kroku na všechny strany, nešetřilo ani můj obličej, protože cesta byla úplně rozbahněná a hrubé kožené boty zanechávaly při každém kroku hluboké díry, ve kterých se hned zase shromažďovala sněhová voda. Byla už třetí odpolední hodina a začalo mrholit. Nevrlost rostla minutu po minutě. Sněhová voda, přes hustou mazací kůži na kůži, pronikala botami. Sněhová břečka při každém kroku tak pěkně uspávavě čvachtala, ale to babička neslyšela. Že tuhle namáhavou cestu podnikala jen kvůli mému zdraví, mi tehdy vůbec nedocházelo. Spíš jsem to bral jako čin namířený proti mé existenci.

Tak jsme kráčeli po stráních Hubhofu směrem k Wiesenthalu. Příroda vypadala v tuto dobu smutně. Všude ležely špinavé plochy sněhu a v menších i větších stružkách se z výše položených polí klikatily potůčky. Mokré nohy a déšť stříkající do obličeje mi ve fantazii vykouzlovaly teplou světnici.

Tu jsem znovu zaslechl babiččiny popsané řeči. Zareagoval jsem, jako by mě štípla vosa. Uviděl jsem před sebou z kopce stékat takový potůček. Bez mrknutí oka a s naprostou jistotou jsem babičce řekl: „Tady máš teď ten Seifertsgrünský potůček." Protože ona byla v místní topografii velmi neznalá – vždyť který Schönfelďan by kdy vkročil na cizí, tedy slavkovskou půdu – troufal jsem si ji přesvědčit. Ačkoli jsem byl ještě chlapec, na vychytralosti mi nescházelo. Jen ve škole se ukazovalo, že mám velké mezery ve vědomostech. Ale i tomu se u nás ve škole snažili odpomoci dobří učitelé, kteří nás mnohému naučili.

původní znění

Brunnen unweit unserer Behausung stehen und diese füllen. Dazu brauchte sie eine ganz schöne Zeit. Könnt ihr Euch heute noch einen Hof vorstellen, wo man Wasser für Mensch und Tier kilometerweit herholen mußte. Nun, damals war es eben noch so. Also am Koppelhof war unsere erste Station. Gesetzt wurde sich da nicht, denn unser Weg war noch weit, und zu erledigen hatte sie auch noch sehr viel. Der Nachmittag war in dieser Jahreszeit noch nicht sehr lange, und bevor es dunkelte, sollte man doch wieder in den heimischen Wänden sein. Es ging zum Hubhof zu Familie Ott. Das war ein Schnittwarenhändler und als ein sehr reelles Unternehmen bekannt. Besonders im Hemdenschneidern und Bubenhosenanfertigen hatte Frau Ott etwas weg. Schön gesittet legte ich den Weg vom Koppelhof zum Hubhof zurück. Das Führen an der Hand und das artige Dahergetrappel eines 9jährigen Buben sah für meine Großmutter sehr sittsam aus. Darauf legte sie ganz besonderen Wert.

Nachdem dort die Bestellung erledigt war, und der kurze Schwatz zwischen den Frauen geendet hatte, ging es nun an den eigentlichen Auftrag. Die ganze Zeit über dachte ich nur daran, wo ich der Großmutter den Bach zeigen sollte, der das Augenwasser enthielt. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wo sich der Seifertsgrüne Bach entwickelte und wie sein Lauf, oberhalb des Stadls, der unweit vom Wiesenthal-Wirtshaus stand, sich gestaltete. Ich wußte wohl, daß er aus dem Wiesenthal kommen soll, aber woher er von dort kam, daß wußte ich zur damaligen Zeit nicht.

Nun ging es in Richtung Wiesenthal-Wirtshaus. Meine Großmutter konnte sehr gut ausschreiten, denn sie war eine alte Waldgeherin — Holzweib sagte man zu dieser Sorte Frauen — so mußte ich gewaltige Sätze machen, um mit ihr an der Hand Schritthalten zu können. Jetzt galt es, meine Führerqualität unter Beweis zu stellen und ganz bestimmt das Ziel ansteuern. Ich wurde auch schon etwas unruhig, denn sie quängelte dauernd und wiederholte: „Wenn Du's nur find'st. Trauen kann man Euch Lausern eh' nicht." Das kam recht oft von ihren Lippen. Die Marschiererei an ihrer Hand paßte mir von Anfang an nicht, so kam bei mir auch langsam der Trotz auf. Der Dreck spritzte bei jedem Schritt nach allen Seiten, auch mein Gesicht wurde davon nicht verschont, denn der Weg war ganz aufgeweicht und die derben Lederschuhe hinterließen bei jedem Schritt tiefe Löcher, in denen sich das Schneewasser gleich wieder sammelte. Es war bereits die dritte Nachmittagsstunde und es fing zu Fieseln an. Der Mißmut wuchs von Minute zu Minute. Das Schneewasser drang, trotz der dicken Schuhschmiere, die man auf das Leder strich, durch die Schuhe. Der Schneematsch quatschte bei jedem Schritt so schön einschläfernd, aber davon hörte meine Großmutter ja nichts. Daß sie diesen beschwerlichen Weg ja nur wegen meiner Gesundheit tat, war mir damals gar nicht bewußt. Ich dachte eher an eine gegen meines Daseins gerichtete Handlung.

So schritten wir an den Hängen des Hubhofs in Richtung Wiesenthal dahin. Die Natur sah um diese Zeit trostlos aus. Überall lagen schmutzige Schneeflächen und in kleineren und größeren Rinnsalen schlängelten sich kleine Bächlein von den höher gelegenen Feldern herab. Die nassen Füße und der ins Gesicht sprühende Regen ließen mich in der Fantasie eine warme Stube vorgaukeln.

Da hörte ich wieder die geschilderten Redensarten der Großmutter. Wie von einer Wespe gestochen reagierte ich. Ich sah so ein Wässerchen von einem Hügel vor uns herabströmen. Ohne mit der Wimper zu zucken und mit Bestimmtheit sagte ich zur Großmutter: „Da hast jetzt das Seifertsgrüner Bächlein." Da sie ja sehr ortsunkundig war, denn welcher Schönfelder hätte jemals seinen Fuß in fremdes — sprich Schlaggenwalder — Gelände gesetzt, konnte ich mir zutrauen sie überzeugen zu können. Obwohl man im Bubenalter war, hat es an Schlauheit nicht gemangelt. Nur in der Schule da sah man ein, daß es große Wissenslücken gab. Aber dem abzuhelfen hatte es in unserer Schule gute Lehrer gegeben, die uns viel beigebracht haben.

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