Das Gfeller Treffen in Kahl am Main am 22. und 23. März 1969
Schon in den vergangenen Jahren entwickelte Landsmann Albert Fechter im stillen den Gedanken, einmal ein Treffen der Gfeller zustande zu bringen, da ein Zusammenfinden auf den größeren Treffen aus verschiedenen Gründen nicht möglich erschien. Ermuntert dadurch, daß mehrere Landsleute den Wunsch nach einem solchen Gfeller Treffen äußerten, ersuchte er seinen Landsmann und „väterlichen Freund" - wie er ihn immer bezeichnet — Josef Fischer, die Einladung zu verfassen und, da er durch sein Geschäft stark belastet ist, auch den Schriftverkehr zu übernehmen, welchen Wunsch letzterer gerne erfüllte.
Man einigte sich auf den Termin vom 22. und 23. März 1969 und ging im Januar daran, die Einladungen nach den Adressen, die von der verstorbenen Landsmännin Emma Schuster zusammengestellt und im „Schlaggenwalder Heimatbrief" veröffentlicht wurden, zu versenden. Schon kurz nach dem Versand dieser Einladungen kamen von vielen Seiten Dank- und Anerkennungsschreiben für die Planung des Treffens und auch Anmeldungen für die Teilnahme. Einige Landsleute mußten leider ihr Kommen wegen Krankheit oder anderweitiger Verhinderung in Frage stellen. Man mußte dabei bedenken, daß auch alle Gfeller seit der Vertreibung um mehr als zwanzig Jahre älter geworden sind.
Ein Programm wurde für das Treffen nicht aufgestellt, es sollte eine zwanglose Zusammenkunft sein, bei der sich jeder von der Seele reden und alte Erinnerungen aufgefrischt werden sollten. Dank gebührt der Eghalanda Gmoi z'Kahl, deren Vüarstäiha, Vetter Anton Völkl, sofort seine Zustimmung dazu gab, daß sich die Gmoi am 22. März 1969, an welchem Tage der Hutzaabend der Gmoi fällig war, zu dem Treffen in den Klubräumen der Festhalle in Kahl einfinden und sein Teil zur Begegnung mit Landsleuten beitragen wird.
Einige Gfeller trafen schon am Freitag ein, um Zeit zu haben, sich Ort und Umgebung anzusehen. Am Samstag, 22. März, schlugen die Herzen höher, als sich die Klubräume in der Festhalle nach und nach füllten und die Gfeller sich nach so langer Zeit in die Arme fallen u. die Hände schütteln konnten. Es waren an die 60 Gfeller, die aus nah und fern herbeigekommen waren und ein Wiedersehen erleben wollten. Die Eghalanda Gmoi sorgte mit ihrer Hausmusik unter Mitwirkung ihrer Kulturwarte, der Vettern Oberlehrer i. R. Hans Werner und Robert Schreyer, für die musikalische Umrahmung. Großer Beifall wurde den Jodlervorträgen von Mouhm Ritschi Lippert gezollt, die viel zur Hebung der allgemeinen Stimmung beitrugen und durch weitere humorvolle Vorträge ergänzt wurden.
Am Sonntag, 23. März, trafen sich die Gfeller Landsleute wieder in den Klubräumen der Festhalle zum Frühschoppen und zur Fortsetzung des gemütlichen „Plausches". Als gegen Abend die Zeit zum Aufbruch kam, gab es beim Abschiednehmen viele Tränen in den Augen. Vielfach wurde der Wunsch auf Wiederholung des Treffens geäußert. Der Großteil der Teilnehmer von auswärts war privat untergebracht, der andere Teil zog die Übernachtung im Hotel vor. Den privaten Gastgebern sei von hier aus nochmals herzlichst gedankt für die liebevolle Aufnahme. Die Gfeller Gäste ließen es sich nicht nehmen, teils für eine Blumengabe an die Hausfrau bei privater Übernachtung, teils zur Deckung der Unkosten bei der Ausrichtung des Treffens eine Geldspende zu geben, so daß 121,— DM eingenommen wurden. Nach Abzug der Unkosten für Porto, Telefongespräche und Spesen der Musik von zusammen 80,— DM, verblieb ein Betrag von 41,— DM, der als Spende an die Eghalanda Gmoi z'Kahl übergeben wurde.
Albrecht Fechter und Josef Fischer
Weihnachtskarten mit der Wiedergabe geretteter Krippen aus Böhmen und Mähren bringt das Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde heraus. Es handelt sich um mehrfarbige Kunstdruckkarten. Diese aus sechs Stück bestehende Kartenserie kam vom Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde, 8 München 23, Postfach 149, bezogen werden.
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