Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 120
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Rodačka z Horního Slavkova napsala veselý milostný román

Schlaggenwalderin schrieb einen heiteren Liebesroman
Schlaggenwalderin schrieb einen heiteren Liebesroman

Frau Mimi Pfeiffer, die Tochter von Frau Reitmann, ist schon seit Jahren schriftstellerisch tätig. Sie schrieb bisher Erzählungen, Kurzgeschichten und Märchen. Anfangs dieses Jahres erschien von ihr im Wilhelm Goldmann Verlag in München ein heiterer Liebesroman unter dem Titel „Den Chef heirate ich!"

Darüber freuen wir uns sehr und gratulieren unserer Mimi zu diesem schönen Erfolg, der ein überzeugender Beweis ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten ist. Denn beim Goldmann Verlag handelt es sich um einen altbekannten und guteingeführten Verlag für zeitgemäße Unterhaltungsliteratur. Wenn dieser namhafte Verlag ein Buch herausgibt, dann muß es schon einwandfrei und fesselnd geschrieben sein und den Durchschnitt überragen.

Dies trifft auf den heiteren Liebesroman „Den Chef heirate ich!" voll und ganz zu. Die Hauptfigur der Romanhandlung ist Barbara, ein etwas eigenwilliges und temperamentvolles junges Mädchen, das gern die Unnahbare spielt, aber in Wirklichkeit doch ein recht kluges und gefühlvolles Menschenkind ist. Im allgemeinen lernt man den zukünftigen Ehemann wohl kaum durch eine Karambolage kennen. Doch Barbara passiert es: Beim Zusammenstoß mit einem jungen Herrn klebt sie ihm einen Windbeutel ans Jackett und stürzt davon. Kurze Zeit später wird ihr der so Verzierte als zukünftiger Chef vorgestellt.

Es folgen viele ergötzliche Szenen und Verwicklungen, doch am Ende finden der Chef und Barbara zueinander. Dies alles wird sehr lebendig und mitreißend geschildert, wobei die in die Handlung einbezogenen Menschen mit ihren Vorzügen und Schwächen deutlich vor uns stehen. Ein lesenswerter Roman, der ganz in unsere Zeit paßt und der durch seine Situationskomik viel Genuß bereitet. Als Geschenk für Frauen und Mädchen vorzüglich geeignet.

Marterer

Den Chef heirate ich! Ein heiterer Liebesroman von Mimi Pfeiffer. Umfang 185 Seiten, in Ganzleinen 14,50 DM. Wilhelm Goldmann Verlag, München. Zu beziehen durch den Schlaggenwalder Heimatbrief, Rudolf Marterer, 852 Erlangen, Paulistraße 12.

Horní Slavkov dnes – Nové Město v troskách

Schlaggenwald heute
Schlaggenwald heute

Die nebenstehenden Bilder zeigen uns von Schlaggenwald die frühere Neustadt. Auf dem oberen Bild sehen wir das Schröck-Kaufmann-Haus, das einen ungewohnten Anblick bietet, weil das früher angebaute Schmieger-Schneider-Haus inzwischen abgetragen wurde. An der Giebelseite des Schröck-Hauses erkennen wir noch die Umrisse des vorher angebauten Schmieger-Hauses. Auch das Nachbarhaus von Schmieger ist verschwunden. Ebenso wurde das neben dem Schröck-Haus befindliche Heinzel-Schuster-Haus abgetragen. Allein und verlassen steht nun das Schröck-Haus da. Wie lange noch?

Das untere Bild zeigt uns eine Frontseite der Neustadt mit den Häusern Neidhart (Kaufmann), Franz, Alb (Bäcker), Roth (Zimmermaler) usw. Alle Häuser befinden sich in einem verwahrlosten Zustand, der traurig stimmt. Nach 24 Jahren noch können wir am Neidhart-Haus den Namen des rechtmäßigen Besitzers lesen (Willibald Neidhart, Kolonialwaren). Es wäre gut, wenn jene bundesdeutschen Journalisten, die uns dauernd verteufeln, diese durch Bilddokumente belegten Tatsachen zur Kenntnis nehmen würden und auch die Wahrheit und das Recht zu Worte kommen ließen.

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