Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 120
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Velikonoční poselství: „Nebojte se, byl vzkříšen!"

»Fürchtet Euch nicht, Er ist auferstanden!«
»Fürchtet Euch nicht, Er ist auferstanden!«

Liebe Landsleute! Diese tröstenden Worte an die erschreckten Frauen beim Grabe gelten auch heute noch für uns alle. Sich nicht fürchten im Wirbel unserer Tage! Fest dem Auferstandenen vertrauen, der durch Tod und Auferstehung Sünde, Tod und Teufel besiegt hat!

Wir leben in einer unruhigen Zeit — fast so wie vor 25 Jahren Krieg und Bomben wie damals; Elend und Hunger da und dort; Unsicherheit und Bangen vor der Zukunft.

Die Jugend ist kritisch geworden; das Generationsproblem macht uns viel mehr zu schaffen als noch vor Jahren. Es ist fast so, als wollte man das Gestern und das Heute völlig abstreifen und nur noch das Morgen gelten lassen.

Auch die alte Heimat ist voller Unruhe. Der Prager Frühling, für uns Sudetendeutsche ein Hoffen auf Heilung der Wunden und Anbahnung echter Versöhnung, hat sich über Nacht in frostigen Winter verwandelt. Neue Flüchtlingsströme mahnen, wieviel es geschlagen hat.

Selbst im kirchlichen Bereich ist manches in Bewegung geraten und verwirrt die Geister. Nun muß nicht jede Bewegung und Unruhe vom Bösen sein. Wo Bewegung ist, da ist auch Leben. Wir dürfen dabei nur nicht den festen Halt unter unseren Füßen verlieren. Wir dürfen auch nicht der Furcht und Angst Tür und Tor öffnen.

Ostern, das zentrale Geheimnis unseres Glaubens, ist ein Fest voller Hoffnung und festem Vertrauen. Der Herr ersteht nach grausigem Kreuzestode aus dem Grabe zu neuem Leben. Er überwindet die Enge der Zeit und des Raumes; denn als Auferstandener ist er an diese Enge nicht mehr gebunden. Die ewige Heimat, die uns der Auferstandene geöffnet und der wir entgegengehen, ist ohne Zeit und Raum. Wer mit dem Auferstandenen in Glaube und Liebe verbunden ist, kann fest hoffen, daß er auch die Wirren unserer Tage glücklich übersteht.

Wenn wir mit unserem Herrn Ostern feiern und durch Ihn, so wie es die Kirche wünscht, wieder erneuert und gefestigt im Alltag stehen, dann haben wir Kraft, die Unruhe von heute zu einer heilsamen Unruhe zu machen. Den leiblich und seelisch Notleidenden unter uns und in der Ferne soll unsere vermehrte Liebe gehören. „Uns treibt ja nur die Liebe zu Christus in der Erwägung: Er ist für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr sich leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist (2. Kor. 5, 14)."

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