Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 111
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Horní Slavkov a jeho dopravní cesty

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hohe Mauer hinab in den Flutbach stürzte. Es dauerte lange, ehe sich einige Leute um den Verunglückten kümmerten, der nicht mehr lebte und wahrscheinlich schon durch den Aufprall und Sturz getötet wurde. Den mörderischen Krieg hatte dieser Soldat wohlbehalten überstanden, und erst als die Waffen schwiegen, büßte er durch diesen tragischen Unfall sein Leben ein und — seine Angehörigen warteten vergebens auf seine Rückkehr.

Wie das Titelbild des 108. HB zeigt, verläuft diese Straße vom Konsumgebäude aus über eine neue Flutbachbrücke fast in gerader Richtung bis zur Oberen Gasse mit einer Abzweigung zum Bahnhof und zu der neuen Siedlung. Diese gerade Straßenführung war nur möglich, weil man den ganzen Häuserblock zwischen Schlachthof- und Zehentplatz abgetragen und damit einen wesentlichen Teil des Stadtbildes zerstört hat. Die alte Hauptstraße ist heute nur noch eine Nebenstraße.

Eine zweite, wichtige Verbindungsstraße zog sich von Schlaggenwald aus in nordöstlicher Richtung als „Neue Straße" in mehreren Windungen stark bergan und weiter auf der übersichtlichen Hochebene bis Gfell, wo sie wieder in mehreren, teilweise durch das Gelände verdeckten Kurven bergab ins Tepltal führte, um hier in die verkehrsreiche Straße zwischen Karlsbad und Marienbad einzumünden. Heute ist diese Verbindungsstraße zwischen Schlaggenwald und dem Tepltal derart verkommen, daß sie für Fahrzeuge kaum mehr passierbar ist.

Nach Leßnitz und Rabensgrün führten von Schlaggenwald aus nur Landstraßen minderer Ordnung. Nach Poschitzau zweigte bei der Meitnermühle eine Nebenstraße von der Durchgangsstraße Elbogen-Schlaggenwald ab. In diesem Zusammenhang darf der historische Fußweg — der sogenannte „Schlaggenwalder Steig" — zwischen Schlaggenwald und Karlsbad nicht unerwähnt bleiben, den ich im Jahre 1953 in der Folge 28 unseres HB auf Seite 3—7 ausführlich beschrieben und dazu auch eine Orientierungskarte veröffentlicht habe. Dieser „Schlaggenwalder Steig", der die kürzeste Verbindung zwischen Schlaggenwald und Karlsbad war, führte beim Hochgericht (Galgen) und Sandhof vorbei in den Wald (Af da Had), dann den Tofler Berg hinab zum Restaurant „Wildpark" und etwas weiter bei der Gaststätte „St. Leonhard" vorbei, um beim sogenannten Holzplatz in das Stadtgebiet von Karlsbad zu münden.

Seit dem Jahre 1901 besitzt Schlaggenwald durch die Lokalbahn Elbogen—Schlaggenwald—Schönwehr direkten Anschluß an das große Schienennetz, und zwar an die Strecke Eger—Karlsbad—Prag einerseits, und Karlsbad—Marienbad—Pilsen andererseits. Über die Entstehung dieser heimatlichen Bahnline enthält die Folge 109 unseres HB einen sehr aufschlußreichen Bericht. Abschließend sei noch erwähnt, daß auf der Durchgangsstraße vom Autobusunternehmen Roßmeissl in Schönfeld ein Liniendienst mit modernen Omnibussen betrieben wurde, die täglich mehrmals nach Elbogen—Karlsbad in der einen und nach Schönfeld—Lauterbach—Sangerberg—Marienbad in der anderen Richtung verkehrten.

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