Josef Weiss in München, der uns diese Gaststätte vermittelt hat, in der wir ein paar frohe Stunden des Wiedersehens verbringen konnten. Auch danke ich allen Landsleuten, die am Sudetendeutschen Tag 1966 teilgenommen und so die Bestrebungen unserer Volksgruppe unterstützt haben.
Marterer
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Schlaggenwald und seine Verkehrswege
Von Rudi Marterer
Unsere Heimatstadt Schlaggenwald war durch Schiene und Straße an das große Verkehrsnetz angeschlossen. Da wäre zunächst die gut ausgebaute Durchgangsstraße zu nennen, die von Elbogen durch das Zechtal nach Schönfeld führte. Sie berührte von Elbogen her das nördliche Stadtgebiet bei der St. Annakirche (Spitalkirche), zog sich dann durch die Neustadt zum Marktplatz und weiter über die Hauptstraße zur Oberen Gasse, wo sie beim Viadukt das Stadtgebiet in südlicher Richtung nach Schönfeld zu verließ.
In Schönfeld gabelte sich diese Straße, wobei die eine Abzweigung nach Petschau, die andere nach Lauterbach führte. Auch in Elbogen setzte sich die von Schlaggenwald kommende Straße in zwei Abzweigungen fort: in westlicher Richtung nach Falkenau und Eger, in nordöstlicher Richtung nach Karlsbad. Kein Wunder also, daß auf dieser Durchgangsstraße in früheren Jahrhunderten, als in Schlaggenwald der Zinnbergbau noch in großer Blüte stand, in beiden Richtungen ein reger Verkehr herrschte. Auf ihr brachten Pferdefuhrwerke Salz und andere Güter in die Bergstadt, mit Zinn und Zinnwaren beladen verließen sie wieder Schlaggenwald.
Im Abschnitt Elbogen-Schlaggenwald wies diese Straße einige scharfe und unübersichtliche Kurven auf, die durch die Motorisierung des Verkehrs und der damit verbundenen Geschwindigkeitssteigerung der Fahrzeuge zu Gefahrenstellen wurden. Zwei dieser Gefahrenpunkte, der eine bei der St. Annakirche und der andere bei der Meitnermühle, wurden durch Begradigung der Straße beseitigt. Im Stadtgebiet war die Straßenführung vom Konsumgebäude bis zur Brauerei durch das Flutbachbett sehr beengt und dem Verkehr mit großen Omnibussen und Lastkraftwagen kaum mehr gewachsen. Die gefährlichste Stelle war das sogenannte „Konsumeck"; hier ist auch der Schlaggenwalder Landsmann Ludwig Hubl mit seinem Motorrad, und in den turbulenten Maitagen des Jahres 1945 ein deutscher Wehrmachtsangehöriger mit seinem Kübelwagen tödlich verunglückt.
Der letztgenannte Unfall, bei dem ich Augenzeuge war, ereignete sich dadurch, daß an dieser scharfen und unübersichtlichen Kurve vom Winter her ein großer amerikanischer Heereswagen kam, den der deutsche Fahrer erst sah, als er mit seinem Wagen um die Hausecke fuhr. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, riß der deutsche Soldat seinen Kübelwagen scharf nach rechts, wobei das Fahrzeug mit voller Wucht an das Flutbachgeländer prallte, sich dabei überschlug und über die drei bis vier Meter
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