Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 111
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Fenomén Mnichova – přes 400 000 účastníků na Sudetoněmeckém dni 1966

Das Phänomen von München — Über 400 000 Teilnehmer beim Sudetendeutschen Tag 1966

Das Phänomen von München

Über 400 000 Teilnehmer beim Sudetendeutschen Tag 1966

Die Gegner der Sudetendeutschen, die schon vor Jahren prophezeiten, daß mit dem Abgang der älteren Generation der Sudetendeutschen auch das Ende der Sudetendeutschen Tage kommen werde, haben sich gründlich getäuscht. Das bewies zwanzig Jahre nach der Vertreibung der Sudetendeutsche Tag 1966 in München, der mit seinen mehr als 400 000 Teilnehmern und seiner inneren Geschlossenheit die früheren sudetendeutschen Kundgebungen weit übertraf. München zeigte deutlich, daß inzwischen die jüngere Generation das verpflichtende Erbe der älteren Generation unserer Volksgruppe übernahm, denn fast die Hälfte der Besucher des diesjährigen Sudetendeutschen Tages zählte bereits zu der jüngeren Generation.

Die Liebe zur Heimat und das erlittene Unrecht lassen die Sudetendeutschen nicht zur Ruhe kommen. Diese zwei Faktoren haben es zuwege gebracht, daß diese Massen von Männern, Frauen und Jugendlichen zum Sudetendeutschen Tag 1966 erschienen sind. Mit Freude und Dank können wir feststellen, daß sich die Bayerische Staatsregierung voll und ganz hinter die Sudetendeutschen gestellt hat. Das bewiesen die Ansprachen von Ministerpräsident Dr. Goppel und des Staatsministers für Unterricht und Kultus, Dr. Huber. Erfreulich auch, daß diesmal der Europäische Karls-Preis der Sudetendeutschen Landsmannschaft dem Schöpfer der Pan-Europa-Bewegung, Graf Coudenhove-Kalergi, verliehen wurde. Über den Krieg von 1866 und seine Folgen sprach Dr. Otto von Habsburg. Dieser prominente Gast erhielt überall, wo er sich zeigte, großen Beifall.

Wie jedes Jahr, so protestierte auch diesmal die tschechische Regierung bei den Westmächten gegen die Abhaltung des Sudetendeutschen Tages. Mit treffenden Worten kennzeichnete unser Landsmann Dr. Wenzel Jaksch die Situation zwischen Tschechen und Sudetendeutschen. Ausschnitte aus seiner großen Rede veröffentliche ich im nächsten Heft. Die „Gegenkundgebung" einer Handvoll geistig unterentwickelter Studenten fand kaum Beachtung. Die Ausstellung „Vom Diktat zum Verbrechen" (Der Weg der Sudetendeutschen von 1918 bis zur Vertreibung) wurde von bisher unbekannten Tätern in der Nacht demoliert. Über diesen empörenden Vorfall folgt im nächsten Heft ein Bericht.

Unsere Landsleute aus Schlaggenwald und dem Schlaggenwalder Kirchsprengel waren ebenfalls recht zahlreich erschienen. In unserem günstig gelegenen Trefflokal „Postbräu-Bierhalle" in der Aberlestraße, wo wir schon 1960 beisammen waren, haben sich am Samstag und Sonntag 130 Landsleute in die Anwesenheitsliste eingetragen. Die Zahl der anwesenden Landsleute lag aber wesentlich höher, da durch das ständige Kommen und Gehen nicht alle Besucher mit ihrer Unterschrift erfaßt wurden. Die Sammlung für unsere Ostspende ergab den netten Betrag von 75,— DM, wofür ich allen Spendern recht herzlich danke. Ebenso danke ich Ldm.

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