Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 110
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Výměna starosty v našem patronátním městě Auerbachu

Bürgermeisterwechsel in unserer Patenstadt Auerbach

Der bisherige 1. Bürgermeister unserer Patenstadt Auerbach i. d. Opf., Herr Fritz Finsterer, hat bei den Gemeindewahlen am 13. März nicht mehr kandidiert und beendete am 30. April dieses Jahres seine Amtstätigkeit. Wir wissen, daß Herr Fritz Finsterer als Bürgermeister an der Wiege der Patenschaft der beiden Bergstädte Auerbach — Schlaggenwald stand und sich mit seinen Patenkindern innig verbunden fühlte. Unseren Dank an ihn werde ich im nächsten Heft in meinem Bericht über das 10jährige Bestehen der Patenschaft zum Ausdruck bringen.

Als neuer 1. Bürgermeister wurde Herr Emil Kreuzer gewählt, der Kinobesitzer und Leiter der bekannten Auerbacher Knabenkapelle ist. Im Namen der Schlaggenwalder Landsleute spreche ich Herrn Kreuzer unsere besten Glückwünsche zur Wahl als 1. Bürgermeister unserer Patenstadt Auerbach aus. Wir glauben bestimmt, daß er mit den Schlaggenwalder Patenkindern dasselbe gute Verhältnis pflegen wird wie sein Vorgänger, damit auch in Zukunft die Patenschaft Auerbach—Schlaggenwald lebendig bleibt.

Marterer

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Neobvyklé jubileum

Ein eigenartiges Jubiläum

Landsmann Oskar Otto, der Begründer unseres Heimatbriefes, konnte im Herbst 1965 auf einen besonderen Zeitabschnitt zurückblicken. Im Herbst 1935 stellte der Augenarzt Dr. Stanka in Karlsbad bei Ldm. Otto „grünen Star" (Glaukom) fest. Seit dieser Zeit wurde er nicht nur dreimal operiert, sondern er mußte die vom Arzt verordneten Tropfen Tag für Tag in beide Augen einträufeln, eine Tätigkeit, die je nach dem Druck in den Augen zwei bis dreimal täglich vorzunehmen ist.

Dies macht Ldm. Otto nun schon durch volle 30 Jahre! Eine Unterbrechung gab es nur 1938, als man ihn als Geisel nach Südmähren verschleppte, und 1945 während der sechswöchigen Kerkerhaft in Elbogen. In diesen beiden Zeiträumen gab es keine Tropfen, d. h. sie wurden von den Tschechen verweigert. Dadurch verschlechterte sich die Sehkraft des linken Auges und führte bis heute zu einer fast 90 prozentigen Erblindung desselben.

Viele Landsleute werden dies alles nicht gewußt haben, da Ldm. Otto in der alten und auch in der neuen Heimat voll berufstätig war. Trotz seiner Augenbeschwerden hat er neben seiner beruflichen Büroarbeit auch noch den Heimatbrief ins Leben gerufen und viele Jahre herausgegeben. Dafür gebührt Ldm. Otto heute noch Dank, denn ein anderer hätte es in dieser Lage kaum gewagt, seinen gefährdeten Augen eine solche zusätzliche Anstrengung zuzumuten. Zum dreißigjährigen Jubiläum der täglichen Augenbehandlung wünschen wir Ldm. Otto weiterhin „Gut Licht", damit er sich auch als Ruheständler — der er in wenigen Wochen sein wird — recht lange an den Schönheiten der Welt erfreuen kann.

Marterer

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