Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 110
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Co nám o našich vsích vypráví starší kronika

Was die ältere Chronik von unseren Dörfern zu berichten weiß . . .

Da uns heute die eigentlichen Quellen wie Archive, Gedenkbücher und Matriken aus unserer engeren Heimat um Schlaggenwald unzugänglich sind, können wir uns bei der Suche nach alten Nachrichten nur auf Schriften stützen, die vor 1945 veröffentlicht wurden. Eine besondere Bedeutung gewinnt in diesem Zusammenhang vor allem das Werk „Der politische Bezirk Elbogen" unseres Landsmannes Dr. Anton Gnirs aus dem Jahre 1927 (gedruckt in Prag), da es auch die kleineren Flecken behandelt.

Dreihäuser. Im Jahre 1749 wird am Ort der Egerer Glockengießer Georg Jordann erwähnt. Aus dem Jahre 1800 war ein Bauplan eines Bauernhauses im Stadtarchiv zu Elbogen erhalten. 1801 entstand der erste Ortsplan. Als Hausnamen sind aus jener Zeit Kempf und Steidler bekannt.

Gfell. Kirchenbuchaufzeichnungen zu Gfell beginnen in Schlaggenwald 1557, im Jahre 1605 entstand ein Grundbuch. Der Ort war bis 1615 Lehensgut der Petschauer Burgherrschaft, danach Besitz der Stadt Schlaggenwald. Als Hausnamen um 1800 finden sich Klotz, Kürler, Lein, Leinenschneider, Raab, Steffl, Zenk und Ziegler. Auch die Familien Kräupner und Rohm (z. B. Fleischer Rohm in Braunsdorf) stammen aus Gfell.

Höfen. Grundbücher von 1627 und 1739 liegen in Prag im Staatsarchiv. Um das Jahr 1425 wird der Puchelberger Hof dort genannt. Aus der Zeit zwischen 1790 und 1810 sind uns folgende Namen überliefert: Brandel, Fischer, Grosser, Haberzeth, Kempf, Marter, Pfeiffer, Rippl, Schaffer und Schuster.

Leßnitz. Im Jahre 1743 wird der Bauer Georg Drum erwähnt, als Hausnamen um 1800 Frank und Schaffer, 1828 der „Höflhof".

Poschitzau. Grundbuch von 1605. Im Jahre 1800 wird der Stefflhof erwähnt.

Nallesgrün. Grundbücher verweisen auf die Jahre 1624, 1714 und 1773. Im Jahre 1495 verkauften Nikel und Peter Zeidler dem Rat zu Elbogen Besitz in Höfen und Nallesgrün. Als Namen um 1800 stellen wir fest: Balzar, Friedlkarl, Glück, Huter, Jakob, Kammerer, Lein, Liessl, Scheitler und Schroll.

Rabensgrün. Im Jahre 1499 wird Adam von Mangold mit dem Dorf belehnt. 1789 versuchte sich Franz Haberditzl mit Kaolin aus Gabhorn an der Porzellanherstellung, 1791 errichtete dieser zusammen mit Gottlieb Sonntag einen Brennofen, womit die Anfänge der ersten Porzellanfabrik in Böhmen gegeben sind. Als Bauernhäuser werden Christl und Zintl genannt.

Stirn. Am frühesten erwähnt werden die Bauern Christoph Schöffel (1558) und Simon Ram (1559).

Zech. Im Jahre 1792 wurde im Sichelhammer der Brennofen des Johann Georg Paulus erstellt. 1818 wird der Name Boier genannt. Wer kann sich an eine Familie Kreipner in Zech erinnern?

Zu den Orten und Weilern Ehrlich (wohl zu Schönfeld gehörig) und Ziegelhütten fehlen mir jegliche Hinweise. Wer kann und will mithelfen, das Bild unserer Heimat in früheren Jahrhunderten zu vergrößern? An dieser Stelle ist besonders die Familienforschung zu nennen, die uns anschaulich vom Leben unserer Ahnen berichtet. Letzten Endes sind es ja unsere Vorfahren, die die Geschichte unserer Heimat geformt und zu dem gemacht haben, woran wir uns oft und gern erinnern.

Als Verfasser dieser Zeilen darf ich daher nochmals herzlich darum bitten, den Gedanken unserer ahnenkundlichen Erfassung zu unterstützen. Durch unsere Beiträge vermitteln wir auch unseren Nachkommen ein Bild unserer Vergangenheit und Gegenwart. Es sollte uns ein ehrendes Bedürfnis sein. Anschrift: Ldm. Herbert Schneider, Leiter der Sammelstelle Egerländer Ahnenlisten, 717 Schwäbisch Hall, Karlsbader Weg 13.

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