Verwahrlostes Schlaggenwald
Das obige Bild zeigt vom Schlachthofplatz aus einen Teil der Hauptstraße mit der Nebengasse zur Mädchenschule. Im Vordergrund links steht das Haus des Eisenhändlers Hugo Winter, das sich stets in gutem Zustand befand und heute so verwahrlost ist. Die tschechische Aufschrift „ODEVY" besagt, daß sich hier eine staatliche Verkaufsstelle für Textilwaren befindet. Hinter dem Winter-Haus erkennen wir die Ruine des Gasthauses „Zum Hirschen", das kein Dach mehr hat. Das große Gebäude im Hintergrund ist die ehemalige Mädchenschule. Am rechten Bildrand sehen wir eine Frontseite des Sparkassengebäudes (vormals Weil-Haus). Das Flutbachgitter ist noch vorhanden, auch die Brücke, die den Schlachthofplatz mit der Hauptstraße verbindet. Anscheinend sind Aufräumungsarbeiten im Gang, da überall Schutt- und Dreckhaufen liegen. Das ganze macht den Eindruck, als wenn die Kriegsfurie hier gewütet hätte. Wehmütig werden die ehemaligen Gäste des Gasthauses „Zum Hirschen" an die schönen Stunden denken, die sie in froher Runde in dieser Gaststätte verbracht haben, die heute eine Ruine ist. Der schreckliche Zustand dieses Winkels in Schlaggenwald wird wohl alle erschüttern, die ihn aus besseren Tagen her in Erinnerung haben.
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