Schützenfest
In jedem Sommer war es Brauch,
Da feierten die Schützen auch
Ein Fest im Schützenhaus.
Gar viele Leute, jung wie alt,
Fast das gesamte Schlaggenwald
Zog freudig mit hinaus.
Geschultert alle das Gewehr
Marschierten stolz die Schützen her
Mit strammem gleichem Schritt.
Als schmetternd laut ein Marsch erklang,
Der Fähnrich hoch die Fahne schwang,
Ging jubelnd alles mit.
Bei flotter Musik, Tanz und Sang
Und froher Zecher Gläserklang
Flog Stund' um Stunde fort.
Die Mütter mit der Kinderschar
Verließen eh' es dunkel war
Den festlich frohen Ort.
Viel Schützen, Zivilisten auch
Versorgten fleißig ihren Bauch
Mit braunem Gerstensaft.
Der Wirt hat emsig eingeschenkt —
Manch Doppelliter ward geschwenkt
Als Zeichen großer Kraft.
Beschwert vom Alkoholgehalt
Schlurft manche wackelnde Gestalt
Nachhaus mit Müh' und Qual.
Nur leere Fässer war der Rest
Bei jedem solchen Schützenfest
Von anno dazumal.
Die Alten waren damals jung.
Es freut sie die Erinnerung
An die Vergangenheit;
Und denken gerne oft daran,
Was Schönes sich daheim getan,
In guter, alter Zeit.
Schloßbauer
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