100 Landsleute beim Treffen in Nürnberg
Mit großer Freude kann ich bekanntgeben, daß unser Treffen am 5. Mai 1963 in Nürnberg von mehr als 100 Landsleuten aus dem Kirchsprengel Schlaggenwald besucht war. Bereits um 13 Uhr war das vorgesehene Lokal, das etwa 50 Personen Platz bietet, voll besetzt. Ständig trafen weitere Landsleute ein, so daß ein zweiter Raum belegt werden mußte. Die Besucher kamen aus allen Richtungen, von nah und fern. Ein besonderer Dank den zahlreichen Landsleuten aus Dachau, die mit dem Auto gekommen sind. Aus unserer Patenstadt Auerbach waren ebenfalls viele Landsleute erschienen, darunter unser Toni Hofmann, der noch vor wenigen Wochen schwer krank war. Er wurde mit herzlichem Beifall begrüßt, ebenso die ältesten Landsleute bei unserem Treffen, und zwar Reif Schorsch und Stark Moriz aus Schlaggenwald, sowie Stark Josef aus Poschitzau. Recht zahlreich waren die Gfeller Landsleute vertreten, unter denen sich auch unser HB-Mitarbeiter Heinrich Heß befand.
Alle freuten sich, nach langer Trennung wieder einmal mit Bekannten und Freunden aus der Heimat plaudern zu können. Ein Landsmann schrieb mir, daß er überglücklich war und wir solche Treffen öfters veranstalten sollten. Wenn auch die frohen Stunden des Beisammenseins nur allzu schnell verfliegen, so zehrt man nachher doch noch lange von diesem heimatlichen Erleben. Für die Landsleute drüben in der Zone, denen eine solche Zusammenkunft nicht möglich ist, hat die Ostspendensammlung 63 Mark ergeben. Allen Spendern danke ich auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich. Ferner danke ich sämtlichen Landsleuten, die nach Nürnberg gekommen sind und damit ihre Verbundenheit mit der alten Heimatgemeinschaft bekundet haben. Ein besonderer Dank Ldm. Meixner, der sich um das Trefflokal bemühte. Das Treffen selbst war ein voller Erfolg, der den Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen in Nürnberg aufkommen läßt. Marterer
EIN ALTER ADLER
Ein alter Adler stolz auf seine Pracht
Schlug seine Feinde oft durch große Siege.
Gerechtsein war der Grundstock seiner Macht.
Doch stärker war der Feinde Haß und Lüge.
Und dieser Adler war uns Schutz und Hort.
Er paßte vielen nicht mehr in den Rahmen
Sie jagten ihn mit Schimpf und Schande fort.
Gefräßig wilde Geier dafür kamen.
Schloßbauer
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