Meine lieben Landsleute!
Meine lieben Landsleute!
Mit der vorliegenden Weihnachtsausgabe 1962 hat die 90. Folge unseres Heimatbriefes das Licht der Welt erblickt. Ich hoffe zuversichtlich, daß diesmal alle Bezieher die Weihnachtsnummer vor dem Fest erhalten. Denn gerade zu Weihnachten kommt die Erinnerung an unsere alte Heimat übermächtig zum Durchbruch. Sehr schön schildert das Ldm. Markof in seinem Beitrag „Weihnachten in Töppeles". In diesem Heft finden wir noch manche Schilderung und manches Bild, die uns die Heimat zur Weihnachtszeit nahebringen.
Nun sind es schon zwei Jahre, seit ich den Heimatbrief herausgebe. Aus vielen Zuschriften, die mich in letzter Zeit erreichten, konnte ich entnehmen, daß man mit meiner Gestaltung des Heimatbriefes zufrieden ist. Darüber freue ich mich sehr, geben mir doch diese Zuschriften die Gewißheit, daß meine Arbeit auch den ihr zugedachten Zweck erfüllt. Denn diese Arbeit ist mühevoll und umfangreich. Oft und oft sitze ich bis tief in die Nacht hinein am Schreibtisch, um Briefe zu beantworten, Manuskripte zu schreiben, Eintragungen zu machen oder den Stoff für die nächste Folge des Heimatbriefes vorzubereiten. Im Laufe des kommenden Jahres werde ich einmal den Werdegang unseres Heimatbriefes schildern, damit die Leser eine Vorstellung bekommen, welche Arbeit von mir und der Druckerei geleistet werden muß, bis der Briefträger den Heimatbrief ins Haus bringen kann.
Zu den Köpfen, die an der Gestaltung unseres Heimatbriefes mit beteiligt sind, gehören auch meine Mitarbeiter, denen ich für ihre Mitwirkung heute an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank aussprechen will. Besonders freue ich mich, daß unser Heimatpoet Schloßbauer mit seinen ernsten und heiteren Musenkindern wieder im Heimatbrief vertreten ist und daß auch unsere Frau Neidhart nach langer Pause in dieser Ausgabe mit einer lustigen Weihnachtsplauderei in Erscheinung tritt.
Heinrich Heß, mein Gfeller Heimatfreund und Mitarbeiter, hat sich mit seiner brillanten Feder schon lange in die Herzen der Leser eingeschrieben. Nur schade, daß viele Gfeller Landsleute den HB zwar gern lesen, aber nicht beziehen. Von dem Herumsenden der Hefte an die ganze Verwandtschaft kann kein Heimatblatt bestehen. Ein nachahmenswertes Beispiel bietet Töppeles, das seinen Bezieherstand dank der intensiven Werbung des Chronikschreibers von 50 auf 70 Bezieher erhöhen konnte. Auch als Mitarbeiter des HB hat Kamerad Schuster schon manchen wertvollen Beitrag aus der Ortsgeschichte von Töppeles gebracht.
Alles in allem ging es mit unserem Heimatblatt 1962 aufwärts. Nachdem gerade unter den Schlaggenwalder Landsleuten noch viele ohne
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