Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 90
/ 64
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 11
Bývalé svobodné horní město Horní Slavkov (Schlaggenwald) – Goethe, uran a odkaz zaniklého města

⟵ věta pokračuje z předchozího listu

zerschnitten hatte. Ein Teil erhielt das Landesmuseum in Prag, einen weiteren Teil das Naturhistorische Museum in Wien, während das kleinste Stück dem Rathaus in Elbogen (später dem Elbogener Museum auf der Burg), zusammen mit dem Modell der ursprünglichen Größe des Meteors, verblieb. Goethe hat den Vorgang des Zerschneidens des Meteors sehr bedauert und sich darüber ungehalten geäußert, daß man ein derartig kostbares Naturprodukt in Stücke schnitt, „eben als wenn man einen großen Diamanten spalten wollte, um sich darin zu teilen oder wenn, nach salomonischem Urteil, ein halbiertes Kind auch eine Art Säugling wäre". Bei seinen späteren Besuchen in Karlsbad ist Goethe nicht mehr nach Schlaggenwald gekommen.

Dieses kleine Bergstädtchen Schlaggenwald hat nach 1948 durch die dortigen Uranvorkommen viel von sich reden gemacht. Ein Heer von Fremd- und Zwangsarbeitern wurde eingesetzt, um das Uranerz abzubauen, das waggonweise nach Rußland ging. Unweit der alten Bergstadt entstand eine große, moderne Wohnsiedlung, das heutige Neu-Schlaggenwald, während die alte, historische Stadt mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben ist. Durch den überhitzten Abbau sind inzwischen die Uranerzvorkommen erschöpft, so daß man daran geht, neue Industriebetriebe aufzubauen, um für die vielen dort ansässigen Arbeiter neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen.

Aus unserer Erinnerung soll die ehemals freie Bergstadt Schlaggenwald niemals verschwinden, denn sie hatte, obwohl nur ein kleines Landstädtchen, lange Jahrhunderte eine große wirtschaftliche, aber auch kulturelle Bedeutung, zu einer Zeit, wo es noch keine Tschechen in Schlaggenwald gab.

Literatur:

P. Krusch, „Die Wolframit-Zinnerzlagerstätten bei Schönfeld-Schlaggenwald, ein Beispiel des Erzgehaltes anstehender Gänge und alter Halden im böhmischen Wolfram-Zinnerzgebiet." Zeitschrift für praktische Geologie, 1916.

H. Grimmer, „Zur Frage der Wiederbelebung des österreichischen Zinnerzbaues im Erzgebirge". Montanzeitung, 22, 1915.

Sudetendeutsche Zeitung, verschiedene Nummern.

KARLSBADER Becherbitter

150 JAHRE

SCHMECKT UND BEKOMMT

Alleinhersteller: Johann Becher oHG. - Kettwig/Ruhr

věta pokračuje na dalším listu ⟶

list 11 z 64
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.