Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 92
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Naši rodáci z Horního Slavkova v Kanadě (II. díl)

Unsere Schlaggenwalder in Kanada

Von Rudi Marterer — II. Teil

Im ersten Teil haben wir erfahren, wie Landsmann Josef Weinhart mit seiner Familie 1939 nach Kanada ausgewandert ist und dort eine neue Heimat fand. Wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg folgten seine Geschwister nach. So kam Albrecht Weinhart mit seiner Frau Christine, geborene Dörfl (Schwester von Albert Dörfl, München), im Jahre 1948 zu seinem Bruder Josef nach Kanada. Albrecht Weinhart arbeitete drüben als Schweißer und verdiente gut. Vor einigen Jahren hatte er einen Unfall; seitdem ist er arbeitsunfähig und bezieht Rente.

Im Mai 1952 kam Fräulein Frieda Weinhart (siehe Bild links), eine Schwester von Josef Weinhart, nach Kanada. Sie wurde in Dawson Creek in einem größeren Handelshaus als Verkäuferin für Bekleidung und Wäsche in der Frauen- und Kinderabteilung angestellt. Diese Tätigkeit gefiel ihr sehr gut und sie brachte es durch ihren Fleiß und ihre Tüchtigkeit bis zur Abteilungsleiterin. Sie konnte sich in den vergangenen Jahren einiges ersparen, so daß sie 1962 den Sprung in die Selbständigkeit wagte. Mit ihrem Neffen Ernst (Sohn von Josef Weinhart) kaufte sie sich in Fort St. John ein Motel (Übernachtungsgaststätte für Touristen). Sie ist damit sehr zufrieden, sie verdient gut und lernt dabei Menschen aus ganz Kanada und den Vereinigten Staaten kennen. Sie besitzt ein modern eingerichtetes Haus und ein Auto, ohne dem man in einem so weiträumigen Land kaum leben kann. Obwohl sie sich viele materielle Wünsche erfüllen kann, kommt ihr oft und oft das Heimweh nach dem lieben Schlaggenwald ihrer Jugendzeit.

Frau Erna Korb, die jüngste Schwester v. Josef

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