Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 88
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Proměněný Horní Slavkov

Verändertes Schlaggenwald
Heute kann ich zwei neueste Aufnahmen vom alten Schlaggenwald zeigen. Das obige Bild mutet ganz fremd an, doch unser alter Kirchturm beweist, daß es sich um Schlaggenwald handelt. Links im Vordergrund ist das Café Reinhold zu erkennen, das sich noch in gutem Zustand befindet. Die Aufnahme erfolgte von dem Platz aus, wo früher das Rubesch-Haus (Gareis Bäckerei) gestanden hat. Die Steinstufen rechts im Vordergrund führen zum Eingang der neuen tschechischen Schule, die auf dem Bild nicht mehr zu sehen ist. Das Schlachthofgebäude ist weg, nur der Anbau steht noch. Auch die Häuser Schmalz, Paulus, Reitzenstein (Wutschka), Kühnhackl, Ubl, Dietrich sowie die ganze Sackgasse bis zum Zehentplatz sind verschwunden, so daß man die Häuserfront der ehemaligen Hauptstraße (Pflughaus Fischer, Gareis Gasthaus, Rudlhaus und Sparkasse) schon von weitem sehen kann. Die Bäume am Flutbach stehen noch. Ein völlig ungewohnter Anblick, so sehr hat sich unser Heimatort verändert. Der alte Kirchturm, seit Jahrhunderten das Wahrzeichen unserer Heimatstadt, blickt betrübt auf dieses Bild herab. Er selbst ist baufällig, so daß man die Tür zum Turmaufgang versperrt hat. Man sieht am Turm nur noch ein Zifferblatt, das zweite ist verschwunden und dem Beschauer gähnt ein dunkles Loch entgegen.

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