Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 88
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Töppeleské zprávy – výzva k vyplnění dotazníků pro místní kartotéku

Nachwort des Herausgebers:** Ich bitte alle Töppeleser HB-Bezieher um Ausfüllung und Einsendung der Fragebogen, die dem heutigen Heft beiliegen. Mit den gestellten Fragen wollen wir keine Geheimnisse entlocken, sondern nur persönliche Daten in Erfahrung bringen, die der Ergänzung und Vervollständigung der Töppeleser Ortskartei dienen. Mein unermüdlicher Mitarbeiter Franz Schuster — euer Chronikschreiber — will die Ortskartei von Töppeles auf den neuesten Stand bringen, damit sie über alle seit der Vertreibung eingetretenen Veränderungen im Leben der Töppeleser Landsleute Aufschluß gibt. Den Nutzen davon hat direkt oder indirekt jeder Töppeleser. Legt daher die Fragebogen nicht achtlos zur Seite, sondern füllt sie gewissenhaft aus und schickt sie dem Herausgeber des HB zurück, der sie zur Auswertung an Ldm. Franz Schuster weiterleitet. Für eure Mühe im voraus herzlichen Heimatdank.

Marterer

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Kronikář z Töppelu

Der Töppeleser Chronikschreiber
Nach 14jährigem Erscheinen des Schlaggenwalder Heimatbriefes wird es wohl endlich Zeit, daß man sich bei dem unermüdlichen Chronikschreiber, Franz Schuster, bedankt. Was hat er nicht schon alles geschrieben, Heiteres, Besinnliches und Trauriges. Mit jedem Buchstaben aus seiner Feder fühlt man, daß bei ihm die Heimattreue über alles geht. Er kennt seine Heimat wie kein Zweiter; man muß sich nur über sein Gedächtnis wundern. Er kramt einfach alles aus. Niemand kann sich mehr richtig entsinnen, wie sich damals dies oder jenes tatsächlich zugetragen hat. Aber beim Lesen muß sich jeder eingestehen: „Sua woars wirkli, wou a dös nur alls her hout!" Seine Quelle scheint unversiegbar zu sein.

Der Franz war in der alten Heimat ja auch schon „wer" und er hat in der schweren Krisenzeit für die Armen viel Gutes getan. Er verschenkte nicht nur sein letztes Kranl, sondern auch seine Schuhe und Anzüge, wenn er dadurch Not lindern konnte. Seine hochgeschätzte, selige Mutter hat zu mir einmal gesagt: „Da Franz, der kinnt nöi za wos, alls git da her!" Damals hat die Lindnerbäuerin aber nicht recht gehabt, denn seine Gesinnung hat ihm tausendfältige Frucht getragen, und so viel mir bekannt ist, geht es ihm heute recht gut. Er hat eine hohe und verantwortliche Stellung, eine tüchtige Frau und einen vorbildlichen Filius Studiosus.

So, das wollte ich schon lange schreiben und ich kann nur hoffen und wünschen, daß er so bleibt wie bisher. Sei Du, lieber Franz, und Deine Familie auf das Herzlichste gegrüßt von

einem unbekannt bleibenden Leser.

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