Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 88
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Töppeleské zprávy – výzva k vyplnění dotazníků pro místní kartotéku

Töppeleser Nachrichten
Als Leser verschiedener Vertriebenenblätter kann man schon aus der Fülle der Ortsberichte erkennen, ob diese Nachrichten einer Ortskartei entnommen sind oder nicht. Die Ortsbetreuer berichten laufend von der Vergangenheit aus der alten und von den Geschehnissen der Gegenwart aus der neuen Heimat in einer Weise, die auf eine ganz bestimmte Unterrichtung hinzielt. Als gebürtiger Töppeleser kenne ich meinen alten Heimatort wie meine Westentasche. Doch jetzt kommt der springende Punkt: die Lebensentwicklung und Gestaltung unserer Landsleute in der neuen Heimat sind mir (ausgenommen jene in Idstein im Taunus) fast unbekannt, weil der schriftliche Kontakt fehlt. Auf meinen bisherigen 110 Karteikarten von Haushaltungsvorständen wäre noch vieles nachzutragen, in erster Linie die Geburtsdaten. Dies kann ich nur dann, wenn mich alle Landsleute unterstützen.

Ich bitte daher heute alle Töppeleser, die beiligenden Fragebogen nach bestem Wissen auszufüllen und möglichst sofort an Landsmann Marterer in Erlangen einzusenden, der sie dann an mich weiterleitet. Nachdem gegenwärtig die meisten Landsleute einen festen Wohnsitz gefunden haben, können nun endlich die vor Jahren gesammelten Angaben und Anschriften unserer Landsleute berichtigt und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die damals noch schulpflichtigen Kinder sind heute schon Erwachsene, die einen Beruf ausüben, geheiratet haben und in vielen Fällen die Eltern unterstützen. Dies alles muß in der Ortskartei registriert werden, wenn diese Einrichtung ihren Zweck erfüllen soll. Persönlich könnte ich ja auf die Kartei verzichten, denn als Ortschronist habe ich ein gutes Gedächtnis und mein Lesestoff reicht noch für etliche Jahre. Doch es geht darum, daß wir heute ein vollständiges Bild über die Töppeleser erhalten und für die Erteilung von Auskünften (Suchdienst usw.) verläßliche Angaben zur Verfügung haben. Hinzu kommt später noch die Familienforschung, denn wir dürfen nicht vergessen, daß unsere Nachkommen aus den Heimatbriefen über Abstammung und Herkunft sich Klarheit verschaffen wollen und vor allem wissen möchten, wie es in der alten Heimat mit ihren Vorfahren bestellt war. Über diese sehr wichtige Angelegenheit berichte ich einmal gesondert.

Seit der Vertreibung hat sich im Leben unserer Landsleute vieles geändert. Einige von ihnen konnten auf Grund ihrer Fähigkeiten, ihres Fleißes und ihrer Tüchtigkeit im Beruf und im öffentlichen Leben beachtliche Positionen erringen. Davon wissen die anderen Landsleute kaum etwas. In einer guten Kartei werden diese Erfolge vermerkt und in Zusammenarbeit mit dem Ortsbetreuer von Fall zu Fall im

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