Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 87
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400 000 sudetských Němců přijelo do Frankfurtu

400000 Sudetendeutsche kamen nach Frankfurt
Damit haben wir beim diesjährigen Sudetendeutschen Tag in Frankfurt am Main die erwartete Besucherzahl von 250 000 weit überschritten und dem In- und Ausland gezeigt, daß wir 17 Jahre nach der gewaltsamen Vertreibung aus unserer Heimat noch da sind und für das Heimatrecht und die Selbstbestimmung eintreten. Unsere sudetendeutsche Volksgruppe lebt und wird durch unsere Jugend von Jahr zu Jahr verjüngt, so daß das Sudetenproblem kein Generationsproblem ist. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft wird daher so lange ihre Stimme erheben, bis auch uns Heimatrecht und Selbstbestimmung zuerkannt werden.

Angesichts der 400 000 Teilnehmer, der prominenten Ehrengäste aus dem In- und Ausland, der Vertreter der Bundesregierung sowie der Länderregierungen und deren Bekenntnis zu den Sudetendeutschen, sind die Stimmen derer verstummt, die uns im Rundfunk und in der Presse seit Jahr und Tag als Unruhestifter zu diffamieren versuchten. Wir sind keine Revanchisten und Friedensstörer. Die meisten Blätter in der Bundesrepublik brachten heuer positive Berichte über den Sudetendeutschen Tag.

Wie aktiv die sudetendeutsche Volksgruppe ist, bewiesen die zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen, nicht zuletzt das große Zeltlager der Sudetendeutschen Jugend mit nahezu 4000 Mädel und Jungen. Die Jugendfeierstunde vor dem „Römer" mit anschließendem Fackelzug am Samstagabend widerlegte das Gerede, unsere Jugend hätte die Heimat ihrer Väter vergessen. Auch beim diesjährigen Sudetendeutschen Tag wurden wieder besondere Auszeichnungen verliehen. Höhepunkt war die machtvolle Großkundgebung am Messegelände, das den Teilnehmern ein farbenprächtiges Bild bot, als die Trachtengruppen und Jugendlichen mit ihren Wimpeln und Wappenfahnen aufmarschierten.

Unser Sprecher, Dr. Ing. Seebohm, verkündete die künftigen Ziele der sudetendeutschen Volksgruppe: Tatkräftige Mithilfe am Aufbau eines vereinigten Europas, Kampf für Recht und gegen Unmenschlichkeit, sowie Erhaltung der Substanz der sudetendeutschen Volks-

Das heutige Titelbild zeigt uns die Landschaft beim Sandhof mit dem Höhenrücken der Heide im Hochsommer. Rechts stehen auf einem Feld am Waldrand die „Houtmannla". Gebeugt unter der schweren Holzlast am Rücken, befindet sich ein „Waldweibl" am Heimweg. Zum Schutz gegen die gleißende Sonne hat sie das weiße Kopftuch tief über die Stirn geschoben. Sie kannte noch kein Wirtschaftswunder, sondern nur Mühe und Plage. Hinter der Heide steigen weiße Wolken auf; vielleicht „rumpelt" es bald. Dieses sommerliche Bild der Heimat weckt in uns viele liebe Erinnerungen.

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