Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 87
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Zprávy z Töppelesu

Sterbefälle und andere familiäre Veränderungen verursachten Abgänge an Beziehern wieder ersetzt werden. Es sollte darum allen mit dem HB innig verbundenen Beziehern und Lesern ein Herzensbedürfnis sein, in ihrem Bekanntenkreis einen neuen Abonnenten zu gewinnen. Bei der Güte und Ausstattung unseres HB fällt die Werbung dafür ja nicht schwer. Beim Sudetendeutschen Tag in Frankfurt kam ich z. B. mit einer Landsmännin ins Gespräch, die ein anderes Heimatblatt bezieht. Sie erklärte mir, daß sie von der Fürsorge leben muß und sich daher keine zwei HB leisten kann. Ich respektierte diesen Standpunkt. Doch bei der Verabschiedung rief sie mir nach: „Bitte, schicken Sie mir doch den Schlaggenwalder Heimatbrief, denn ich habe in Töppeles ja die schönsten Jahre meines Lebens verbracht und werde die sieben Mark jährlich noch vom Munde absparen können." Diese Einstellung ging mir so zu Herzen, daß ich direkt beschämt war.

Meine größte Sorge ist die Ortskartei. Sie umfaßt gegenwärtig 110 Haushalte; sicherlich eine stattliche Anzahl (selbst bei der Vertreibung im Jahre 1946 gab es nicht so viel). Diese Kartei konnte sich nur in jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Herausgeber unseres HB bilden und entwickeln. Im nächsten HB werden von mir alle Töppeleser mittels beigefügtem Rundbrief aufgerufen, auf anhängendem Blatt über den Herausgeber die Geburtsjahrgänge 1919 bis 1939 mit eigenem Haushalt zu melden. Wie ich dies im einzelnen behandelt wissen will, darüber wird mehr im Rundbrief zu lesen sein. Für Töppeleser habe ich schon öfters an Dienststellen, Firmen und Privatpersonen Auskünfte geben müssen; sie fielen in der Regel positiv aus, weil ich meine Landsleute als brave rechtschaffene Menschen von Haus aus kenne. Man soll mich nicht mißverstehen; ich strebe nur eine Verjüngung unserer HB-Bezieher an. Dies bedeutet nicht, daß in allen Haushalten ein HB aufliegen muß, es genügt durchaus, wenn in jedem Haus unserer Landsleute ein HB zu finden ist. Mit dem Herumsenden und Herumreichen innerhalb der Verwandtschaft geht er nur allzu leicht verloren. Mir geht es nicht um die HB-Werbung, sondern um die Ortskartei. Diese Aktion soll bis zum Jahresschluß beendet sein, damit ich die Ortskartei einer jüngeren Kraft zu treuen Händen übergeben kann; wenn diese Aktion auch zu einer Steigerung der HB-Bezieher führen würde, so wäre das nur zu begrüßen. In den nächsten Folgen unseres HB erscheinen dann meine bereits angekündigten Beiträge über Töppeles und zwischendurch die Rubrik „Töppeleser Nachrichten".

Herzliche Grüße: Euer Chronikschreiber

Vergeßt nicht darauf, die Bezugsgebühr für den HB zu überweisen!

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