Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 87
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Zprávy z Töppelesu

Töppeleser Nachrichten
Von dem großen Pfingsttreffen der Sudetendeutschen in Frankfurt am Main wurde bereits in der Presse und im Rundfunk ausführlich berichtet. Es kamen rund Vierhunderttausend, demnach war jeder vierte Sudetendeutsche aus dem Bundesgebiet dabei. 45 bis 50 Töppelesern konnte ich die Hände schütteln, davon ein Drittel, die ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Erfreulich die große Anzahl aus Bayern (Mittel- und Oberfranken, Oberpfalz). Leider kann bei solchem Trubel keine Geselligkeit aufkommen, dazu eignen sich nur die Treffen in den jeweiligen Patenstädten. Zum Vergleich gegenüber dem vorletzten Pfingsttreffen in Frankfurt im Jahre 1953 drückte sich ein neutraler Beobachter so aus: „Der Besuch hat sich um Hunderttausend gesteigert, dabei viel mehr Jugend, die Menschen im Auftreten sicherer und lockerer und alle nach der letzten Mode gekleidet." Dies aus einem von mir abgelauschten Gespräch zweier gebürtiger Frankfurter in der Straßenbahn, eine durchaus schmeichelhafte Feststellung. Ich selbst konnte wertvolle Erfahrungen hinsichtlich unserer Heimatzeitungen und ihrer Berichterstattung sammeln, und diese sollen den Lesern nicht vorenthalten werden.

Was die Ausstattung und Beiträge betrifft, braucht sich der Schlaggenwalder Heimatbrief nicht zu verstecken. Er war von Anfang an ausschließlich für die vertriebenen Bewohner von Schlaggenwald und der 9 angeschlossenen Pfarrgemeinden bestimmt. Dies hat den Vorteil, daß alle Orte des Schlaggenwalder Kirchsprengels zur Geltung kommen und die frühere Verbindung zwischen den Bewohnern dieser Gemeinden auch nach der Vertreibung erhalten blieb. Die Bedeutung und der Wert des Nachrichtenblattes unserer engeren Heimat käme uns erst dann zum Bewußtsein, wenn es nicht mehr erscheinen würde und wir uns einen bescheidenen Unterschlupf bei anderen Heimatblättern suchen müßten.

Vor 70 Jahren waren Stirn, Leßnitz und Töppeles in einer Gemeinde des Bezirkes Falkenau vereinigt. Vor 30 Jahren die Kataster-Gemeinden Gfell, Poschitzau, Stirn, Leßnitz und Töppeles von unseren unvergeßlichen Jagdpächtern Kuhlmüller Ernst und Kuhla Fried zu einem Jagdgebiet zusammengeschlossen. Beim Lesen dieser Zeilen werden unser Doktor der Waldläufer und viele andere aus purem Jagdinstinkt die Ohren spitzen, wobei ich als ehemaliger Ehrentreiber gestehen muß, daß dieses Gebiet mit seinem reichen Wildbestand ein herrlich schönes Gelände war.

In Schlaggenwald wurden wir getauft und getraut, unsere Väter und Ahnen liegen dort begraben; viele gingen dorthin in die

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