Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 87
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Bývalé svobodné horní město Horní Slavkov (2. pokračování)

Die ehemals freie Bergstadt Schlaggenwald (2. Fortsetzung)
Von Universitäts-Professor Dr. R. Schreiber, Gießen

2. Fortsetzung

Wie alle Gelehrten der damaligen Zeit beherrschte Brusch Latein formvollendet, wobei er sich der klassischen, antiken Ausdrucksweise bediente, um seine Studien in der Politik und in Geschichte würdig einzukleiden. Brusch hat sich auch der Dichtkunst verschrieben, aber meist nur in Gelegenheitsgedichten zum Lob und Preis der damals Herrschenden, wobei ihm seine dichterische Ader mithalf, die schlechte finanzielle Lage der Gelehrten zu verbessern. Schon damals war die Bezahlung der Wissenschaftler sehr gering. In seinem etwa 100 Bände und Schriften umfassenden Lebenswerk, das ihm in der kurzen Spanne von etwa 20 Jahren seiner Schaffenszeit übrigblieb, erwies sich Brusch als ein großer Meister der Feder. Seine Werke sind auch heute, nach über 400 Jahren, noch eine ausgezeichnete Quelle geschichtlicher und kulturgeschichtlicher Forschung, weil er durch seine zahlreichen Reisen, kreuz und quer durch die damalige Welt, einer der besten Kenner Deutschlands wurde. Brusch schöpfte sein großes Wissen aus sehr zahlreichen Quellen, welche aber leider später zum größten Teil verloren gingen. Besonders berühmt ist sein Werk über die „Deutschen Bistümer" und der 1. Band seiner „Geschichte über die deutschen Klöster". Diese beiden Werke sind mit einem fast unglaublichen Fleiß geschaffen worden und sie sind es in der Hauptsache, die den schriftstellerischen Ruhm des geborenen Schlaggenwalder Kaspar Bruschius bis in die heutige Zeit begründeten. Zum Druck des 2. Bandes der „Geschichte der deutschen Klöster" ist es aber nicht mehr gekommen, denn Brusch starb eines plötzlichen, gewaltsamen Todes. Das kostbare Manuskript blieb jedoch erhalten; es wird in der österreichischen Staatsbibliothek in Wien aufbewahrt.

Außer den bisher erwähnten und wohl berühmtesten Werken sind von Brusch noch lateinische Arbeiten zu nennen, so eine Veröffentlichung über die Bergwerke seiner Vaterstadt Schlaggenwald, ferner auch über die Quellen von Karlsbad. Von seinen Schriften in deutscher Sprache sei erwähnt ein Vorwort zu Aventins „Chronika der uralten Teutschen", ferner eine Widmung an den Rat der Freien Reichsstadt Eger, in der Brusch sein Werk „Des Vichtelbergs gründtliche beschreibung" ankündigte, das dann auch im Jahre 1542 erschien. Es ist ebenfalls dem Rat der Stadt Eger gewidmet; Brusch beschränkte sich in diesem Werk aber nicht allein auf das Fichtelgebirge, sondern er beschreibt auch große Teile seiner und unserer engeren Heimat, so Schlaggenwald, Elbogen, Karlsbad und Eger. Brusch ist ein sehr heimattreuer und volksbewußter Gelehrter, der sehr oft die Gelegenheit

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