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besonders unseren Gegnern deutlich vor Augen, daß der Kampf gegen das
Schweigen
von Jahr zu Jahr mehr Widerhall und Verständnis im deutschen Volk und in der Welt findet.
Es gibt keinen Sudetendeutschen Tag mehr, an welchem nicht die Vertreter der Bundesregierung und der Länder neben den Vertretern der übrigen Vertriebenen und im Exil lebenden Völker teilnehmen, und Begrüßungsschreiben und -Depeschen von den Spitzen der Regierungen und aus dem Ausland, besonders aus den USA, an uns gelangen. So haben uns zu den letzten Sudetendeutschen Tagen nicht weniger als 34 Senatoren und 80 Kongreßmänner, darunter ehemalige Minister und Mitglieder des auswärtigen Ausschusses aus den USA Glückwünsche gedrahtet oder geschrieben.
Als kaum noch zu übertreffender Höhepunkt muß der Sudetendeutsche Tag 1959 in Wien gewertet werden, an welchem neben dem Sprecher und anderen Prominenten auch der österreichische Bundeskanzler das Wort ergriff.
Wenn die Tschechen schon vor dem Sudetendeutschen Tag in Wien versuchten, die österreichische Regierung mit lauten Protesten und Drohungen zu bewegen, ihre Genehmigung zur Abhaltung desselben zurückzunehmen, so ist die Reaktion nach dem Sudetendeutschen Tag umso stärker. Da der Sudetendeutsche Tag zu Wien deutlich bewiesen hat, daß das Sudetendeutsche Problem lebt und nicht mehr totzuschweigen ist, greifen die Tschechen nach dem bewährten Muster ihrer politischen Vorgänger zur Waffe der
Lüge!
Landsleute! Wie diese kurzen Darlegungen beweisen, ist es gelungen, die Mauer des Schweigens wegzuräumen — aber jetzt gilt es, das Natterngezücht der Lüge zu zertreten und der Wahrheit eine Gasse zu bahnen. Wir können dies nur, wenn Ihr nicht aufhört, für unsere heilige Sache zu opfern. Aufklärung und Werbung für unsere Sache ist bei der jetzigen politischen Lage mehr notwendig als je. Selbst unter den Deutschen, mehr noch im Ausland, mehren sich die Stimmen, die aus Bequemlichkeit, Angst oder Feindseligkeit die Wahrheit leugnen und ihr schlechtes Gewissen hinter Zwecklügen verbergen möchten. Ihnen mit Nachdruck entgegentreten zu können, dazu bedarf es der Opfer aller Landsleute. Nur wenn wir Schweigen und Lügen überwinden können, führt uns der Weg über die Wahrheit zur Freiheit und Gerechtigkeit für unsere Heimat. Deshalb müssen wir mit allen legalen Mitteln dafür sorgen, daß
„Die Wahrheit siegt".
Der Weg vor uns ist steil, aber er wird zum Ziele führen, wenn wir unserem Wahlspruch treu bleiben:
„Der Heimat die Treue, der Heimat Dein Opfer!"
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