Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 86
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Proti zdi mlčení

Gegen die Mauer des Schweigens

Bevor die sudetendeutsche Volksgruppe mit ihrer heimatpolitischen Tätigkeit beginnen konnte, herrschte

Schweigen

über unser Schicksal. Es gab kein sudetendeutsches Problem. Die „humane" Aussiedlung galt nach der Meinung unserer einstigen Gegner im Weltkrieg und insbesondere der Tschechen als endgültige und „gerechte" Lösung, mit der wir uns einfach abzufinden hatten. Die Mehrheit des deutschen Volkes empfand uns, „die Flüchtlinge", in seiner eigenen Not aus menschlich verständlichen Gründen als nicht immer und überall gern gesehene Gäste. Außerdem waren dem Großteil unseres Volkes und seiner politischen Vertreter die Gründe unserer Vertreibung, die geschichtlichen Zusammenhänge und die Art und Weise der „humanen" Aussiedlung nicht oder nicht genügend bekannt.

Der erste Versuch, hier Abhilfe zu schaffen, war das Memorandum, welches die soeben gebildete „Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung sudetendeutschen Interessen" (im weiteren AG genannt) an die im Jahre 1947 in Moskau tagenden Außenminister gesandt hat.

Mittlerweile war auch die Gründung der Sudetendeutschen Landsmannschaft erfolgt und mit deren Ausbau von Bayern ausgehend im ganzen Bundesgebiet begonnen worden.

Im Jahre 1949 konnten der AG mit einer zum großen Teil durch die Gliederungen der SL durchgeführten Sammlung für die 1. Volksgruppenabgabe die Mittel zur Verfügung gestellt werden, die diese brauchte, um das erstemal planmäßig mit dem Weißbuch die erste Bresche zu schlagen. In den Jahren 1950/51 konnte das Aufsehen erregende

Sudetendeutsche Weißbuch
Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen

in einer Auflage von 40000 Stück herausgebracht, und im Jahre 1952 in das Englische übersetzt, an alle in Betracht kommenden Persönlichkeiten und Stellen im In- und Ausland versandt werden.

Im Jahre 1949 wurde die Zusammenarbeit mit dem „Büro für Friedensfragen" in Stuttgart zum Zwecke der Zusammenstellung der verlorenen Vermögenswerte der Sudetendeutschen begonnen und bis zum Erfolg fortgesetzt.

Im Jahre 1950 wurde zwischen der AG (Dr. v. Lodgman, Lm. Reitzner, MdB, und Lm. Schütz, MdB) und dem Tschechischen Nationalausschuß (General Lev Prchala) das

Wiesbadener Abkommen

geschlossen, welches unter Verzicht auf Rache und Vergeltung die Wiedergewinnung unserer Heimat nach den Grundsätzen des Rechtes

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