Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 85
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Výzva k účasti na Sudetoněmeckém dni

Aufruf zum Sudetendeutschen Tag

Pfingsten 1962 in Frankfurt am Main

Der alljährliche Sudetendeutsche Tag ist der Gipfelpunkt der Jahresarbeit der Volksgruppe. Er darf nicht das Ereignis der Arbeit einiger weniger Landsleute, sondern er muß die Gemeinschaftsleistung der ganzen Volksgruppe sein.

Diejenigen Landsleute, die zum Sudetendeutschen Tag fahren und an seinen Veranstaltungen teilnehmen, tun damit das ihrige zur Erbringung dieser Gemeinschaftsleistung. Sie nehmen die Strapazen der Reise und des Aufenthaltes am Tagungsort auf sich, um — gewiß auch Verwandte, Freunde und Bekannte aus der engeren Heimat wiederzusehen — aber auch, um ihren Anteil an der uns allen auferlegten Pflicht zu erfüllen.

Was aber können die Landsleute zu der Gemeinschaftsleistung des Sudetendeutschen Tages beitragen, die aus was immer für Gründen (Beruf, Krankheit, Gebrechlichkeit u. a. m.) verhindert sind, sich selbst auf den Weg zum Tagungsort zu machen und am Sudetendeutschen Tag teilzunehmen? Nun, sie können leider nicht sehr viel tun, um ihr Gewissen darüber zu beruhigen, daß sie nicht selbst dabei sind. Aber etwas Kleines, Geringfügiges können sie doch tun: sie können ein Festabzeichen erwerben und damit mit wenig Mühe und mit beinahe keinem Opfer ihren Beitrag zu der Gemeinschaftsleistung erbringen.

Liebe Landsleute, der Sudetendeutsche Tag muß alle Jahre zu Pfingsten sein, um der vergeßlichen Welt immer wieder vor Augen und Ohren zu führen, daß die sudetendeutsche Volksgruppe noch da ist, und daß sie sich noch nicht mit dem Unrecht des Landraubs und der Vertreibung abgefunden hat und daß keine Aussicht dafür besteht, daß sie sich jemals damit abfinden wird. Die Vorbereitung und Durchführung dieser alljährlichen Demonstration gegen das Unrecht erfordert natürlich nicht nur die Mitarbeit ungezählter Amtsträger, sie kostet auch Geld. Und dieses Geld muß die Volksgruppe aufbringen. Wer sonst sollte es aufbringen?

Jedes verkaufte Festabzeichen bringt einen geringen Teil zu dem Betrag, der erforderlich ist, um den Sudetendeutschen Tag sinnvoll und zweckentsprechend durchzuführen.

Deshalb, liebe Landsleute: es ist Aufgabe der Amtsträgerschaft aller Gliederungsgruppen der SL, dafür zu sorgen, daß jedem SL-Mitglied und darüber hinaus jedem Sudetendeutschen, der noch nicht SL-Mitglied ist, das Festabzeichen für den Sudetendeutschen Tag 1962 rechtzeitig zum Erwerb angeboten wird und daß jeder Landsmann, dem es angeboten wird, es erwirbt.

„Durch Recht zum Frieden" ist die Parole für den Sudetendeutschen Tag 1962. Es soll nicht bei der Parole bleiben. Es bedarf der Verwirklichung der Parole. Dazu muß jeder Landsmann beitragen. Ein Abzeichen zum Sudetendeutschen Tag 1962 zu erwerben, ist das geringste, was beigetragen werden kann. Das aber muß geschafft werden!

Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm
Sprecher der SL

Wenzel Jaksch, MdB,
Präsident der Bundesversammlung

Franz Böhm,
Vorsitzender des Bundesvorstandes

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