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haber zahlte alljährlich als „Hauptgut" 100 Gulden (auch mehrfach) ein und erhielt Kapital und Gewinnanteil ebenso jährlich zurückbezahlt. Verglichen gegen die heutigen Aktienerträgnisse muten diese Gewinne schon wie Wetten an: 1620/21 ... 53,6 %, 1621/22 ... gar 188,8 %. Freilich erbrachten die schlimmsten Kriegsjahre 1623/24 und 1625 bis 1627 keinen Ertrag. Im Jahre 1630 wurden bereits wieder 23 Prozent ausgeschüttet. 1631 hat man den Zinnblechfaktor Spindler wegen seines evangelischen Glaubensbekenntnisses entlassen.
Das Rechnungsbuch der Zinnblechhandelsgesellschaft weist im Jahre 1628/29 folgende Vorräte nach: von Nürnberg 18 Zentner 75 Pfund „vorder Zien" à 25½ Taler je Zentner, aus Schlaggenwald der Zentner 21 Taler, aus Gottesgab der Zentner 25½ Taler, ebenso aus Hengstererben und Eibenstock. Alles dieses „vorder Zien" wurde durch den Nürnberger Zwischenhandel bezogen, wiederum verständlich durch die Nürnberger Gewerken in Schlaggenwald. Es waren insgesamt 91 Zentner auf Lager (und 44 Pfund Nürnberg Gewicht) und kosteten 3297 Gulden 6 Kreuzer und 9,5 Pfennig, wobei der Unterschied zwischen Amberger und Nürnberger Gewicht doch auffällt: 100 Pfund ambergisch wogen 120,5 Pfund nürnbergisch. Die verzinnten Amberger Bleche gingen an den Nürnberger Faktor. 300 Bleche, sicher sehr kleinformatig, enthielt ein Faß, das 42 Gulden kostete.
Im Geschäftsjahr 1629/30 wird wiederum Zinn aus Schlaggenwald und den oben genannten Erzgebirgsorten bezogen. Die in Schlaggenwald beheimateten M u l z erscheinen ab dieser Zeit als Amberger Bürger: 1636 Georg Multz, 1672 Conrath Multz, 1691 Herr Joh. Erhard Multz, churfürstlicher Regierungsadvocat, 1695 Johann Melchior Mulz, „procurator der statt Amberg". Die Bezeichnung „Herr" war damals ausschließlich Bürgermeistern und Ratsherren, höheren kurfürstlichen Beamten und Akademikern vorbehalten.
1653 bis 1656 hatte nach Auflösung der ersten Amberger Zinnblechhandelsgesellschaft der Nürnberger Bürger Georg M i c h a e l die zweite Gesellschaft gepachtet. Schon seit längerer Zeit konnte die Verschleppung der Blechverzinnung nach dem Fichtelgebirge und dem sächsischen Erzgebirge beobachtet werden. Besonders in Sachsen wurde der Preis des Weißbleches so gedrückt, daß die Amberger Erzeugung eingestellt werden
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Sudetendeutscher Tag Pfingsten 1962 Frankfurt am Main
Unter dem Motto „Durch Recht zum Frieden" versammeln sich die Sudetendeutschen der freien Welt zu Pfingsten 1962 in Frankfurt a. M.
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