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witz in der Glasveranda. Durch diese Belegung wurde die Fiakerstube überflüssig, so daß der Schankraum vergrößert werden konnte.
Kurz noch einiges über den Chorbetrieb des MGV. Die Chorleiter seit der Gründung waren: Oberlehrer Zschorschel, Porzellanmaler Dominik Lang, Lehrer Holzinger, Modelleur Müller, Lehrer Haubl, Schulleiter Porsch aus Gfell, Obermaler Köstler, Oberlehrer Rödl, Lehrer Roith und Oberlehrer Wurtinger. Alle haben für den Verein ihr Bestes gegeben. Die namentliche Bekanntgabe der Obmänner will ich mir ersparen. Hervorheben will ich nur die alten Herren Pöpperl, Lugert,
[obr] Töppeles bei Karlsbad
[obr] Gasthaus „Zum goldenen Löwen" in Töppeles
Besitzer Josef Heinrich
Breitfelder, Heinrich, Pröckl und Weidl, die bis kurz vor ihrem Tode selten eine Probe versäumten und der jüngeren Sängerschaft damit ein schönes Vorbild gaben. Erst nach bestandener Probe konnte man als Mitglied aufgenommen werden, und diese Probe war nicht immer leicht. Die Nachbar-Sangesgemeinden Donawitz, Pirkenhammer und Trossau wurden mehrmals besucht und auch beim Preis-Singen waren wir dabei. Die Gemeinde Gfell mag ab Mitte der zwanziger Jahre mit ihren Theateraufführungen — dank ihres vortrefflichen Schulleiters Porsch sowie der guten Kräfte Geschwister Emma und Karl Schuster, Karl Schöberl und den von Töppeles ausgeliehenen Sangesbrüdern Josef und Ernst Frisch — die Töppeleser mit guten Leistungen überflügelt haben, es fehlte aber dort der prickelnde Theaterzauber; sie
hatten eben keine Glasveranda mit Bühne und keinen ... Männer-Gesang-Verein.
Zur Stammgastfrage will ich abschließend meiner Gasthausberichte bemerken, daß die jährlich wiederkehrenden Feuerwehr-, Sänger-, Jäger- und Eisenbahner-Bälle mit weiteren Ausschußsitzungen der Parteien, Gewerkschaft, Verbänden und den beiden Schutzvereinen DKV und BdD, der Geselligkeit sehr förderlich waren. Selbst die Gastwirte fühlten sich zu gegenseitigen Besuchen verpflichtet. Dies führte wieder zur verbesserten Auswahl von Getränken und leckeren Speisen. Niemand wollte etwas versäumen, niemand blieb gern zu Hause; Haß und Feindschaft wurde durch diesen steten Kreislauf der Boden entzogen. Strittige Debatten konnten durch anerzogene Toleranz zu einem guten Ende geführt werden.
Im nächsten HB erscheint eine Skizze der Kataster-Gemeinde Töppeles mit sämtlichen mundartlichen Flurnamen, gezeichnet von Josef Hanika und Franz Markof, derzeit in Idstein. Wir wollen uns gerne überraschen lassen. Anläßlich der jetzigen Faschingszeit darf ich noch an unsere bekannten Kabarettisten mit ihrem Schlagerlied — allerdings in winziger Abänderung — erinnern: „Vor 50 Jahren war alles dabei".
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