Schlaggenwälder Heimatbrief — červen / červenec 2012
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Boží Tělo – kdysi

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ten Männer mit den mächtigen Kirchenfahnen. Die drei Geistlichen im festlichen Ornat – ich erinnere mich an Dechant Josef Bühl, der die Monstranz trug, begleitet von Kaplan Anton Pinzka und Katechet Rudolf Schmitt – zogen gemessenen Schrittes unter dem von vier Feuerwehrleuten getragenen Baldachin, auch Himmel genannt, gefolgt von der Stadtkapelle und den Gläubigen, unter dem ständigen Geläut der Glocken zum Marktplatz.

Fleißige Hände hatten vor allem die vier an Häusern errichteten Altäre – den vier Evangelien entsprechend – reichlich mit jungen Birken (Maien) geschmückt, deren weiße Stämme und helles Reisiggrün den Segnungshandlungen einen besonders eindrucksvollen Rahmen verliehen. Die Andachten erfolgten auf der linken Seite beim Pflughaus Nr. 52 (Dörfel-Friseur), auch Niedermann-Haus geheißen, und beim „Kluckhenn“-Haus Nr. 42 (Geyer-Schuhgeschäft), auf der rechten Seite beim „März-Haus“ Nr. 4 und schließlich beim „Sommer“-Haus Nr. 2 unterhalb des Rathauses.

Sobald am letzten Altar die Andacht beendet und der Segen gespendet war, beeilten sich die Teilnehmer, um einige der geweihten Birkenzweige zu ergattern, die im Volksmund „Heiliger Geist“ hießen. Sie sollten dem Schutz des Anwesens gegen Blitzschlag und anderes Unheil dienen. Man steckte die Reiser daheim hinter das Kruzifix und die Dachsparren. Im übrigen galt der Fronleichnamstag – ebenso wie der Himmelfahrtstag – als schwerer Gewittertag. Nicht selten schweiften die Blicke der Andächtigen besorgt zum Himmel, wenn dunkle Wolken aufzogen.

Was so mancher nicht (mehr) weiß: Die Eigentümer (Bewohner) der jeweiligen Häuser waren für den Auf- und Abbau der Altäre, für deren Ausstattung und Schmuck verantwortlich. Dazu gehörten u.a. Ölbilder, Figuren, eine kleine Kapelle, Zinnleuchter (aus örtlicher Erzeugung!), weiße Gedecke, Teppiche, die während des übrigen Jahres sorgfältig aufbewahrt und gepflegt werden mußten.

Der letzte Umzug fand im Jahre 1945 statt. Die Tschechen hatten die Prozession untersagt, die Amerikaner dann doch genehmigt. Franz Pöttig

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Jak se to říkalo u nás doma?

## Wöi håmma daham gsågt?
In der täglichen Umgangssprache kommt man ohne sie nicht aus: die sog. Hilfszeitwörter. Beispiel „kinna“ – können

Ich kua niat laffm — Ich kann nicht laufen
du kuast aah niat göih — du kannst auch nicht gehen
er/sie kua nua hatschn — er/sie kann nur humpeln
mia kinna schu woos trogn — wir können schon etwas tragen
ees kinnts vanäi ei(nmårkn — ihr könnt vorher einkaufen
sie kinna danåuch zåmmkiahrn — sie können danach zusammenkehren

Wenig schmeichelhaft fällt die Bezeichnung für manch unliebsame Zeitgenossen aus. Dabei ist die Fülle gebräuchlicher Ausdrücke erstaunlich. Tiervergleiche bleiben unerwähnt.

Daaml, Dålk, Dappl, Dåtzl — dumme männliche Person
Dåutschn, Domml, Dummian — Dummkopf, Einfaltspinsel
Dåmpfplaudara — Dauerredner, Schwätzer
Duarl — liederliche weibliche Person
Duckmaisa — Heimlichtuer
Fallot — Versager, Schwindler
Flamenta — Luftikus, Leichtfuß
Flodara — leichtlebiger Mann
Föiarl — gemeine, grobe m. Person
Frechdachs — kecke, forsche Person
Gåssåna — Herumtreiber
Geizkrogn — Geizhals
Gflaaz — unsympathische Person
Gieftscherbm — grantige, bissige Person
Gnauntsch — Heulsuse
Gröi(nschnowl — Grünschnabel, vorlaute Person
Groppl — freches Kind
Grundgrowa — Wichtigtuer, Rechthaberischer
Gschiewl — lästige, aufdringliche Person
Gråußgusch — Großmaul, Prahlhans
Gouttoua — Duckmäuser; Taugenichts
Goierl — leichtlebiger Jugendlicher
Grundzimmara — Nörgler, Besserwisser
Hachtl, Handschgerl — dünne, schwächliche Person
Haadaml — strohdumme Person
Haageign — magere, dürre w. Person
Håh(ndeckl — Tunichtgut, Faulenzer

Ein gelegentlich vorgesetztes „Erz“ verstärkt den beleidigenden Charakter der Titulierung (z.B. Erzdepp). wird fortgesetzt!

Trocha pobavení pro úsměv ...

## A wing woos zan Schmunzln ...
Da Nåchba dawischt an Tonl ban Epplkraaln. Er schimpft: „Wårt nua, dees sogh i dein Våta. Wåu is aran?“ – Tonl: „Zwaa Äst üwa mia.“

Da Lehra frägt an Hansl: „Wenn a Stück Lånd ins Wåssa neireicht, dånn is dees a Låndzunga. Woos is owa, wenn as Wåssa ins Lånd neirågt?“ – Da Hansl prompt: „Sicha a Seezunga.“

Da Schandarm hölt a Auto ua, dees in Schlångalinien daheakinnt. Wäi da Fåhra die Tüa aufmecht, waht a Schnåpsfåhna raus. Polizist: „Naa, in dian Zustand kinna Sa nimma Auto fåhrn!“ – „Owa, Herr Wåchtmasta“, låltt da Fåhra, „göih kua ri fei erscht recht niat!“

„Woos isn öitza mit mein Wogn?“, frägt da Besitza an Masta in da Werkstått. „Nu, sogn mas amål sua“, maant dea, „wenn Ihr Auto a Pfaa waar, dånn möißt mas öitza daschöißn!“ F.P.

Wir gratulieren recht herzlich zum Geburtstag und wünschen Gesundheit und Glück zum:

89. am 14.7. Friederike Schöberl (Kugler), Rotdornstr. 9, 86899 Landsberg a. Lech. – 87. am 16.6. Karl Kämpf, Hossenriedstr. 36/3, 89537 Giengen/Brenz. – 87. am 4.8. Edwin Reinhold, Amselweg 9, 88079 Kressbronn a. Bodensee. – 84. am 21.6. Ernst Schmieger, Arnikaweg 18, 87527 Sonthofen. – 82. am 4.8. Robert Borkenstein, Stifterstr. 6, 92438 Bodenwöhr. – 80. am 19.6. Heinrich Dilling, Birnbaumer Weg 6, 91462 Dachsbach. – 79. am 12.6. Josef Hubl, Niederwaldstr. 4, 70460 Stuttgart. – 78. am 14.6. Hilde Borkenstein, Schloßstr. 20, 91336 Heroldsbach.

Diese Angaben sind ohne Gewähr, da Veränderungen, wie Ableben, Umzug u.ä., dem Heimatbrief oftmals nicht oder verspätet mitgeteilt werden und andere Lebenszeichen fehlen. Die Namen und Geburtstage der Landsleute sind deshalb auf die im Verzeichnis des Verlages genannten Bezieher des Heimatbriefes (nebst Angehörigen) begrenzt. Ich bitte um Verständnis.

Anmerkung: Die in den Heimatbriefen verschiedener Städte im Egerland jeweils monatsweise aufgeführten Geburtstage der Landsleute lassen erkennen, daß die meisten Jubilare bereits ein (sehr) hohes Alter erreicht haben und dementsprechend noch daheim geboren sind. Die nach der Vertreibung (1945/46) geborenen Nachkommen hingegen fehlen fast völlig; ihre Zahl bewegt sich unter einem Prozent. Offensichtlich sind ihre Namen und Geburtstage in den einschlägigen heimatlichen Aufzeichnungen nicht registriert (worden).

Im Ergebnis werden mit dem fortschreitenden Ausscheiden der Erlebnisgeneration den Heimatbriefen die Bezieher und Beiträge fehlen.

Sterbefälle wurden nicht mitgeteilt.

Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe ist der 28. Juni 2012!

Blahopřejeme

Wir gratulieren recht herzlich zum Geburtstag und wünschen Gesundheit und Glück zum:

89. am 14.7. Friederike Schöberl (Kugler), Rotdornstr. 9, 86899 Landsberg a. Lech. – 87. am 16.6. Karl Kämpf, Hossenriedstr. 36/3, 89537 Giengen/Brenz. – 87. am 4.8. Edwin Reinhold, Amselweg 9, 88079 Kressbronn a. Bodensee. – 84. am 21.6. Ernst Schmieger, Arnikaweg 18, 87527 Sonthofen. – 82. am 4.8. Robert Borkenstein, Stifterstr. 6, 92438 Bodenwöhr. – 80. am 19.6. Heinrich Dilling, Birnbaumer Weg 6, 91462 Dachsbach. – 79. am 12.6. Josef Hubl, Niederwaldstr. 4, 70460 Stuttgart. – 78. am 14.6. Hilde Borkenstein, Schloßstr. 20, 91336 Heroldsbach.

Diese Angaben sind ohne Gewähr, da Veränderungen, wie Ableben, Umzug u.ä., dem Heimatbrief oftmals nicht oder verspätet mitgeteilt werden und andere Lebenszeichen fehlen. Die Namen und Geburtstage der Landsleute sind deshalb auf die im Verzeichnis des Verlages genannten Bezieher des Heimatbriefes (nebst Angehörigen) begrenzt. Ich bitte um Verständnis.

Anmerkung: Die in den Heimatbriefen verschiedener Städte im Egerland jeweils monatsweise aufgeführten Geburtstage der Landsleute lassen erkennen, daß die meisten Jubilare bereits ein (sehr) hohes Alter erreicht haben und dementsprechend noch daheim geboren sind. Die nach der Vertreibung (1945/46) geborenen Nachkommen hingegen fehlen fast völlig; ihre Zahl bewegt sich unter einem Prozent. Offensichtlich sind ihre Namen und Geburtstage in den einschlägigen heimatlichen Aufzeichnungen nicht registriert (worden).

Im Ergebnis werden mit dem fortschreitenden Ausscheiden der Erlebnisgeneration den Heimatbriefen die Bezieher und Beiträge fehlen.

Sterbefälle wurden nicht mitgeteilt.

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Uzávěrka redakce

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