Schlaggenwälder Heimatbrief — říjen / listopad 2014
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Jubileum povýšení na město

[obr] Beim festlichen Empfang im Rathaus von Auerbach i.d. Opf. am Sonntag, dem 6. Juli, stand auch die neue Fahne der „Eghalanda Gmoi z' Schlaggenwald" im Blickfeld der geladenen Gäste. Unser „Heimatpfarrer", Hw. Kurt Völkl († 2010), hat sie im Jahr 1994 gestiftet.

Tschechei, nebo Tschechien?

## Tschechei oder Tschechien?
Die Tschechoslowakei bestand von 1919 bis 1993. Der Doppelname täuschte vor, daß die zweitstärkste Volksgruppe die Slowaken seien – tatsächlich waren dies aber die Deutschen (bis zur Vertreibung). Das Land wurde von den meisten Deutschen allgemein (umgangssprachlich) als „Tschechei" bezeichnet, was ja nach 1993 für die alleinige Tschechische Republik noch realistischer war. Warum sollen wir den Staat „Tschechien" nennen?
Aus einem Lehrbuch des Bayerischen Kultusministeriums ist zu entnehmen, daß es die Bezeichnung „Tschechien" schon seit 1876 gibt. Angeblich sei sie vom deutschen Journalismus nach 1993 (Abspaltung der Slowakei) wiederentdeckt worden. Der Name „Tschechei" sei erst nach 1918 verwendet worden. Im offiziellen Sprachgebrauch ist jetzt aber nur noch „Tschechien" oder „Tschechische Republik" erwünscht. Beim Auswärtigen Amt ist übrigens auch die Titulierung „Tschechien" verpönt und wird als „nichtamtlich" eingestuft.
Die Tschechen selbst sind hier aber großzügiger. Ihr Senat hat nämlich im Jahre 2004 beschlossen, daß neben dem „Česká Republika" (Tschechische Republik) auch „Česko" (Tschechien) gebracht werden kann, weil es sich schon längst eingebürgert hat. Dann stört es sicher nicht, wenn wir auch das kurze Wort „Tschechei" („nichtamtlich und unter uns") weiterhin benützen.
(Aus „Karlsbader Zeitung" vom Juli 2014)

Zajímavost

## Interessant
Genforscher haben die slawische Herkunft des tschechischen Volkes in Zweifel gezogen. Laut einer Studie des tschechischen Privatlabors Genomac und des Institutes für Rechtsmedizin der Charité in Berlin stellten die Tschechen vielmehr eine Art „genetische Mitte Europas" dar.
Sie seien genetisch keine „reinen" Slawen, so der Leiter des Forschungslabors, Marek Minárik. Franzosen stünden den Tschechen aus genetischer Sicht genauso nahe wie beispielsweise Polen. Tschechien sei demnach nicht nur die geographische, sondern auch die genetische (entwicklungsgeschichtliche) Mitte Europas, erklärte Minárik. Neben der west- und der osteuropäischen Entwicklungslinie fänden sich in den tschechischen Genen außerdem skandinavische und auch mediterrane Spuren. Die Ergebnisse der Forscher stützen sich auf Gentests an etwa 2.000 tschechischen Männern seit dem Jahre 2006.
(Aus Sudetenpost Linz, Juni 2010)

Frage: Ob diese ethnisch-genetische Beurteilung auch für uns Deutsche aus Böhmen zutreffen könnte, die wir doch im gleichen „böhmischen Kessel" lebten? F.P.

Jak jsme mluvili doma?

## Wöi håmma daham gsågt?
Querbeet im Mundartgarten (Fortsetzung)

oböign — abbiegen; auch: veruntreuen
obst herkinnst? — ob du herkommst?
obst glaubst oda niat — ob du es glaubst oder nicht
odåchtln — ohrfeigen, watschen
odrossln — (ab)würgen
oflahn — abspülen
okölln — abkühlen
olaugna — ableugnen
Olmat, Ålmat — Speise-, Vorratsschrank
olwern — sich albern aufführen
Päitas(ül — Petersilie
Påmpa(rn — kleine, unreife Früchte
påppm bleibm — kleben bleiben
påschn — schmuggeln
in da Patschn sitzn — in Bedrängnis sein
Patzl, Patzarl — kleine Beule
Påtzn — Beule; Klumpen
Påutschn — Filzschuh(e
peechschwårz — tiefschwarz
Pi-antl, Pi-antla — Kosename für Ente(n
Pizarl, Pizala — kleines Stück, Stücke
Pichl — Schmutzfleck(e
Pichzeigh — Klebemittel
Pintscha — kleiner Hund
Pläbara — großer Gegenstand (Münze, Uhr)
Plåppara — Schwätzer, Vielredner
platschatnåß — völlig durchnäßt
plåugn — plagen
plauschn — gemütlich plaudern
a Pleschl Mua — ein großes Mannsbild
Plooz — Milchhaut
Ploa(n — Fleckerlteppich
Plutza — Kopf
poopln — herumkneten; Nasenbohren
Powidl — Pflaumenmus
Pumpaskraut — gekochtes Kraut mit Einbrenn
Putzmåchara — Modistin

As nächsta Mål gäihts weita.

Trochu pro pobavení

## A wing woos zan Schmunzln
„Vawaa san eigentlich Adam u Eva ausn Paradies vatriebm wurn?", fräigt da Religionslehra. Da Fritzl hiabt an Finga: „Wals unan Herrgott die Eppl klaut håbm!"

Innaran Hotel fräigt a Baua, oba a Bett hobm kua. Da Portier: „Za 60, 80 oda 120 Euro?" – Da Baua wehrt o: „Naa, niat kaffm!"

„Wåu isn bittschöi as Råuthaus?", fräigt a Tourist an Hiesighn. – „Dåu vuana, am Marianplåtz, dees waaß doch jeda Depp!" sågt dea u schittlt an Kuap. Tourist, niat maalfaal: „Derenthålm ho i jå Sie gfräigt!"

Da Pfårra fräigt in da Religionsstund, wöi ma an löibm Gott nuch nenna kennt. Da Rudi maant, daß „Seiher" richtigh waar. Da Geistlicha berichtigt: „Dåu moußt schu „Schöpfer" sogn!" – Da Bou drauf: „Ich ho doch gwißt, daß's woos aus da Küchn is!"

Da Hansi kinnt va da School ham u greint, waal a niat gwißt håut, wåu die Pinakothek za finna is. Sei(n Mama schimpft nan: „Pass hålt 's nächsta Mål bessa af dei Glump auf!"

„Frau Meier za da Nåchbara: „Stölln Sa sich füa, mei(n Brouda is impotent wuan." – Neigierigh die ånnara: „Is dees latt mäihara wöi Owainspekta?"

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