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rus, gib mir meine Legionen wieder!" ist uns noch aus dem Geschichtsunterricht geläufig.
– 814 starb in Aachen Kaiser Karl I., der Große (747), König der Franken und Langobarden, ältester Sohn Pippins III., des Jüngeren, Enkel des fränkischen Hausmeiers Karl Martell (= der Hammer). Karl d. G. war einer der bedeutenden Herrscher der Weltgeschichte. In seine Regierungszeit fielen die Ausdehnung des karolingischen Reiches und die Unterwerfung und Bekehrung der Sachsen zum Christentum.
– 1314 Krönung von Herzog Ludwig IV. (von Oberbayern) zum König Ludwig, dem Bayer, aus dem Hause Wittelsbach (1282, †1347), Krönung zum röm. dt. Kaiser anno 1328 (ohne Papst!). Ludwig lag in Fehde mit dem Habsburger Gegenkönig Friedrich dem Schönen, den er 1322 in der Schlacht bei Mühldorf am Inn besiegte. Für Geld- und Waffenhilfe König Johanns von Böhmen (aus dem Hause Luxemburg) verpfändete Ludwig das Egerland, das zum bayerisch-pfälzischen Nordgau gehörte. Das Pfand wurde nie ausgelöst, unsere Heimat Egerland blieb bei Böhmen.
– 1414 (bis 1418) Konzil von Konstanz. Verbrennung der Reformatoren Johannes Hus und Hieronimus von Prag anno 1415. Es folgten die Hussitenkriege von 1419 bis 1434.
– 1814 Beginn des Wiener Kongresses. Fünf Großmächte, Großbritannien, Österreich, Preußen, Rußland und auch Frankreich (nach Napoleons Verbannung nach Elba im gleichen Jahr), berieten über die Neuordnung des europäischen Staatensystems, die auch die Habsburger Erblande Böhmen und Mähren betraf. Präsident der Versammlung war Fürst Metternich.
– 1914 am 1. August begann der Erste Weltkrieg (1914-1918). Dazu Ausführungen in Folge 3 des Heimatbriefes.
## Jubiläum der Stadterhebung
Anno Domini 1314 verlieh König Ludwig der Bayer aus dem Hause Wittelsbach, im Jahr seiner Krönung, dem Markt Auerbach in der Oberpfalz aus Dankbarkeit für treu geleistete Waffenhilfe die Stadtrechte. Unsere Patenstadt kann heuer auf 700 Jahre Stadtgeschichte zurückblicken. Sie feiert dieses Jubiläum in festlicher Weise.
Zu den Höhepunkten der zahlreichen Veranstaltungen zählten am Wochenende vom 4. bis 6. Juli das Altstadtfest, der Festkommers am Freitag im Kolpingsaal, der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz, der anschließende Empfang im großen Sitzungssaal des Rathauses und der großartige, farbenfrohe Festzug am frühen Nachmittag. Er nahm am Platz vor dem ehemaligen Bahnhof Aufstellung, setzte sich um 13.14 Uhr in Bewegung und zog bei fast tropischen Temperaturen in einer Länge von über zwei km durch die Straßen der Stadt. Die Polizei mit einem alten VW der Type „Isar 12" und die Knabenkapelle bildeten die Spitze. Danach kamen – historisch geordnet oder in bunter Folge, aus Stadt und Umland – u.a. Teilnehmer aus vielen Vereinen, Feuerwehren, Musikkapellen und Trachtengruppen, Fußgänger und Festwagen mit prächtigen Pferdegespannen, Oldtimer-Fahrzeuge aus der Nachkriegszeit, Jeep und Lkw der US-Armee mit Besatzung, Gäste aus Auerbach/Bergstraße und Auerbach/Vogtland, Abordnungen aus den Partnerschaften Laneuveville devant Nancy und Oswiecym (Auschwitz), Seeleute vom Patenboot, dem Minensucher „Auerbach" , und nicht zuletzt eine kleine Gruppe alter, heimattreuer Egerländer in ihrer schmucken Tracht, die sich ungeachtet der weiten, beschwerlichen Anreise nach Auerbach begeben hatten, um ihre vertriebenen Landsleute aus Schlaggenwald zu vertreten und ein Zeichen der Verbundenheit mit der Patenstadt zu setzen. Sie scheuten dabei keine Mühen. Etliche tausend Zuschauer säumten beiderseits die Straßen und spendeten begeistert Beifall. Der Jubiläumsumzug kann gewiß als hervorragendes Ereignis im Festjahr 2014 gelten.
[obr] Beim Jubiläumsfestzug am Sonntag, dem 6. Juli 2014, hielten trotz der Hitze tapfer durch (v.r.): Heimatfreundin Erni Hackenberg (Wawersich), Lm. Herbert Kaiser (Ehemann unserer leider verstorbenen Anneliese Eckl), Sohn Michael (mit Schild), Helmut Hackenberg, der seine Frau begleitete.
[obr] Zu den beiden Teilnehmern in der Egerländer Tracht gesellte sich unser Heimatfreund Toni Schnappauf, Ehemann unserer ebenfalls schon verstorbenen Marianne Bräutigam aus Schlaggenwald.
[obr] Unser rühriger Lm. Herbert Kaiser trug sich als Ehrengast im Rathaussaal in das Goldene Buch der Stadt ein und war in Gedanken bei seiner verstorbenen Frau. Er vertrat auch ihre Landsleute.
Der Heimatbrief dankt ihm im Namen aller, die aus Altersgründen nicht an dieser festlichen Veranstaltung teilnehmen konnten, für seine heimatliche Treue.
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