Schlaggenwälder Heimatbrief — říjen / listopad 2014
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Kalendářní list – říjen

## Kalenderblatt Oktober
Gibt's einen goldenen Oktober –
was kann denn schöner sein!
Der Mensch dankt für die Sonne,
der Winzer für den Wein.

Der Bauer kann in Ruhe
die Stoppelfelder richten
und all sein Erntegut
in seine Scheuer schlichten.

Die Tierwelt holt sich noch ins Nest,
was sich als Vorrat greifen läßt,
denn ist der Winter lang und streng,
wird's für sie mit der Nahrung eng.

Wie frisch gekehrt wirkt jetzt die Flur,
die Sonne strahlt noch einmal pur,
umkost das Land mit ihrem Licht,
bevor es ihr an Kraft gebricht.
Hilde Raab-Eigler

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Listopad

## November
Der Monat, von unseren Vorfahren auch „Nebelung" geheißen (Nomen est omen), führt uns wieder besinnlichen Tagen zu: Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag, an denen wir innig unserer Verstorbenen gedenken, mit ihnen einsame Zwiesprache halten, „ihre Grewa richtn", diese, wie jedes Jahr, liebevoll schmücken und im Licht der Kerzen für sie beten.
Während in den Hausgärten und auf den Balkonen schon Leere herrscht, verwandeln sich die Friedhöfe in diesen Tagen in ein Blumen- und Lichtermeer. Über die Gräberfelder breitet sich feierliche Stille aus, und das Wort von der „letzten Ruhe" erhält tiefe Bedeutung. Wir halten nachdenklich inne.
Und es bleibt nicht aus: Unweigerlich wandern unsere Gedanken auch hinüber in die alte Heimat, wo viele unserer Ahnen ruhen. Leider sind vielerorts nach fast siebzig Jahren Verlassenheit nur noch wenige Grabstätten erhalten geblieben. Zahlreiche Friedhöfe sind inzwischen verfallen, von Buschwerk und Gestrüpp überwuchert; andere wurden eingeebnet, umgepflügt oder gar überbaut. Und so mag sich unter manchem Areal ein früherer Gottesacker verbergen, zu dem heute kein Weg mehr führt.

Modlitba

## Gebet
Herr, manchmal fühle ich mich wie ein alter Esel,
dem immer nur aufgeladen wird, bis er zusammenbricht.
Ich suche nach dem, der es merkt, wenn ich nieder-
geschlagen bin, und mich aufrichtet.
Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen,
daß mir noch zu helfen ist –
und doch rufe ich nach Dir.
Höre mich und sieh mich an, heile mich,
damit ich mir selbst und meinem Nächsten
keine Last mehr sein muß,
daß ich mich wieder freuen kann an der Schönheit der
Welt,
daß ich wieder Liebe und Verständnis spüre –
daß die Nacht vergeht und ein neuer Tag anbricht.
Amen

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Historické datum

## Das historische Datum
Die Jahreszahl 2014 lädt zu einem Rückblick auf geschichtlich bedeutsame Ereignisse ein. Im Jahre
– 14 n. Chr. starb der erste römische Kaiser Augustus, geboren anno 63 v. Chr. als Gajus Octavianus, Adoptivsohn von Gajus Julius Caesar (ermordet 44 v. Chr.). Der Imperator beherrschte lange vor den Habsburgern einen Vielvölkerstaat und verwaltete ihn erfolgreich. Seine Ära wird daher das „Goldene Zeitalter" genannt. Die verlorene Schlacht gegen die Germanen unter Armin dem Cherusker im Jahre 9 n. Chr. im Teutoburger Wald fiel in seine Regierungszeit. Sein Klageruf „Varus, Va-

Egerer Zeitung März 2005

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Požehnání domu

## Haussegen
Der Friede sey mit euch. Luk. 24. Kap., 36. Vers

Herr! der du in dem Himmel wohnest,
unendlich groß ist deine Macht:
Du strafest, drohest und belohnest,
wie einst dein Sohn es uns gesagt.
Dir folgen Meere, Sturm und Winde,
den Sternen zeigst du ihren Lauf,
du segnest uns durch deine Milde,
und schließ'st den Schoß der Erde auf.
Sieh, Vater! auch auf uns hier nieder,
die wir bewohnen dieses Haus;
und sende deinen Segen nieder,
auf uns, die hier geh'n ein und aus.
Schenke uns Nahrung jeden Morgen,
um dies, Allgüt'ger! flehen wir!
Erleicht're uns des Lebens Sorgen,
wend' jedes Unglück ab von hier!
Gib, Vater! Sonnenschein und Regen,
sobald die Feldfrucht wächst und blüht,
und wenn sie reift, gib deinen Segen,
damit man reiche Ernten sieht!
Eger 1836

Wenn einst in heißen Sommertagen
der Hagel unsern Fluren droht,
laß, Herr! sie uns nicht niederschlagen,
errette uns aus jeder Noth!
Beschütz' vor Blitz und Ungewittern,
vor Wassernoth und Feuersbrand
dies Haus, wo deine Kinder zittern,
wir legen es in deine Hand.
Wenn Krankheit einst im Lande wüthet,
laß sie bei uns vorübergeh'n;
du bist's ja, der uns gerne hüthet,
wenn fromm zu seyn wir uns bestreb'n.
Verleih' uns endlich deinen Frieden,
gib Tugend uns und Einigkeit;
dann sind wir glücklich schon hiernieden,
und hoffen's auch in Ewigkeit.
Herr! um dieses alles bitten wir
durch Jesum Christum, deinen Sohn,
der mit dem Heiligen Geist und dir
nun sitzet auf dem Himmelsthron. Amen.

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