Schlaggenwälder Heimatbrief — duben / květen 2014
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Milí krajané!

## Liebe Landsleute!
Als ich diese Zeilen zu Papier brachte, neigte sich der zweite Monat des Jahres, der kurze Feber, seinem Ende zu. Wir atmeten auf: Der Winter gebärdete sich bisher mild, brachte nur wenig Schnee, keine grimmige Kälte und ließ das Kommen seines Nachfolgers schon ahnen: Palmkätzchen und Haselnuß blühten, Schneeglöckchen spitzten hervor, Beerensträucher setzten Knospen an, und Stare meldeten vernehmlich ihre Rückkehr. Wenn uns der März, wie befürchtet, nicht noch mit Rückfällen überraschte, dann wären wir doch gut weggekommen!
Man soll aber nichts verallgemeinern: Wer eine glitzernde weiße Pracht, Flockenwirbel und Rauhreif liebt, gerne Wintersport betreibt, wird – zumal bei der Erinnerung an die langen winterlichen Verhältnisse daheim -das Ausbleiben von Schnee in diesen Tagen beklagen. Wer aber frühmorgens die wohlige Bettwärme verlassen, in klamme Kleidung fahren und dann draußen in der Kälte mißmutig Gehwege räumen und streuen muß, wird heuer seine „Arbeitslosigkeit" von Herzen begrüßen. Nun ja, mach's einmal jedem recht! Oder: „Wat den einen sin Uhl, is den annern sin Nachtigal", meinte der Mundartdichter Fritz Reuter.
Gegen Ende Feber war es schon wieder an der Zeit, Beiträge für diesen Heimatbrief an den Verlag zu senden. Ab und zu stellt man die Frage: Wieviel Bezieher gibt es eigentlich noch? Nach meiner Schätzung etwa 800 für den Elbogener, davon hundert für den Schlaggenwalder. Das wäre bestürzend wenig. Unsere Reihen lichten sich zusehends. Auch für den Verlag stellt sich ein Problem, wenn sich die Herausgabe dieses heimatlichen Schrifttums nicht mehr lohnt.
Wenn wir die Reihe lieber Verwandter, Bekannter und guter Freunde in der Rückschau Revue passieren lassen, dann ist auch dieses Ergebnis erschreckend! Tut es doch im Herzen weh, wenn wir den Heimgang einer so großen Zahl von Heimatfreunden zu betrauern haben. Mit jedem von ihnen ging auch eigene Identität und ein Stück Heimat verloren. Das Bewußtwerden, daß liebe, vertraute Menschen, die uns ein Leben lang nahestanden und begleitet haben, nunmehr für immer fehlen, läßt uns fassungslos zurück.
Um uns ist es inzwischen leer und still geworden! An dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei. Sie bewirkt, daß sich viele Landsleute auf ihre alten Tage mehr und mehr zurückziehen wie weiland „Hieronymus im Gehäuse". Die gesundheitlichen Beschwerden häufen sich, Arztbesuche gehören zum Tagesgeschehen. So ist das Leben (C'est la vie)! Wir alle sind seinen Naturgesetzen unterworfen. Dies zu akzeptieren und dennoch Zuversicht und ein heiteres Gemüt zu bewahren, ist wahre Lebenskunst!
Etwas anderes. Das Osterfest fällt heuer recht spät, nämlich auf den 22./23. April. Es ist das älteste christliche Fest. Zum Gedenken an Christi Leiden und die Auferstehung begehen wir am Karfreitag die Trauer- und in der Osternacht die Freudenfeier.
Über das österliche Brauchtum daheim berichtet unser Heimatbuch auf den Seiten 269 ff.
Im Mai, dem Wonnemonat, denken wir besonders innig am zweiten Sonntag (11.5.) an das aufopfernde Leben und segensreiche Wirken unserer lieben Mütter. Wir erfreuen uns am Werden, Wachsen und Blühen in der erwachenden Natur.
Euch, liebe Landsleute in nah und fern, wo auch immer Ihr wieder ein neues Zuhause gefunden habt, wünsche ich alles Gute, den Kranken unter uns erfolgreiche Genesung, und allen ein friedvolles, gesegnetes Osterfest.

Mit unserem heimatlichen Gruß „Servus"
Euer Landsmann Franz Pöttig

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Velikonoční pozdrav

## Ostergruß
Die Stadtgemeinde Auerbach i.d. Opf. wünscht ihren Patenkindern aus dem Kirchsprengel Schlaggenwald im Egerland „Frohe Ostern" und lädt sie zu den Veranstaltungen des Jubiläums in diesem Jahr herzlich ein.
Joachim Neuß,
Erster Bürgermeister

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Z kalendáře

## Aus dem Kalender
Im April – Ostermond:
13.4. (So) Palmsonntag
15.4. (Di) Erster Vollmond nach Frühlingsbeginn
17.4. (Do) Gründonnerstag
18.4. (Fr) Karfreitag (Feiertag)
20.4. (So) Ostersonntag
21.4. (Mo) Ostermontag (Feiertag)
23.4. (Mi) St. Georgitag; Gedenken an hl. Georg, Märtyrer in Kleinasien († 304); an hl. Adalbert, Bischof in Prag, Märtyrer († 997 im Samland/Ostpreußen)
27.4. (So) Weißer Sonntag
30.4. (Mi) Walpurgisnacht, Frei- und Losnacht
April windig und trocken, läßt alles Wachstum stocken.
Baust mich an im April, komm' ich, wann ich will; baust mich an im Mai, so komm' ich glei(ch. Ist St. Georg mild und schön, wird man bald schlecht' Wetter seh'n.
Sternzeichen: Widder (21.3. – 20.4.)

Im Mai – Wonnemonat:
1.5. (Do) Maifeiertag, Test Patrona Bavariae
11.5. (So) Muttertag
12.5. (Mo) Pankraz, erster Eisheiliger
13.5. (Di) Servaz, zweiter Eisheiliger
14,5, (Mi) Bonifaz, dritter Eisheiliger
15.5. (Do) Kalte Sophie
16.5. (Fr) St. Nepomukstag; Gedenken an Johann Nepomuk, Brückenheiliger, Priester, Märtyrer († 1393 in Prag)
29.5. (Do) Feiertag Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern)
Am Tag des hl. Florian (4.5.) es immer nochmals schneien kann.
Wenn's an Pankraz gefriert, wird im Garten viel ruiniert.
Die erste Liebe und der Mai gehen selten ohne Frost vorbei.
Sternzeichen: Stier (21.4. – 21.5.)

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