Schlaggenwälder Heimatbrief — říjen / listopad 2013
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Setkání při městské slavnosti

[obr] Landsleute aus Gfell bei Schlaggenwald anläßlich des Bürgerfestes der Patenstadt Auerbach i.d. Opf. am 7.7.2013. Von links, 1. Reihe: Sigrid u. Alfred Rotsch, Günter Fechter, Horst u. Claudia Fechter; 2. Reihe: Helga Fechter, Ruth Ladek; 3. Reihe: Traudl Krapf (Neumann), Helmut u. Doris Fechter, Otto Ladek.

[obr] Gedenkstein „Den Toten der Heimat" am Friedhof der Stadt Auerbach i.d. Opf.

man sich nach langer Zeit noch erkennt oder sich zu erkennen gibt?

Doch so sehr sie sich auch mühten, am Marktplatz Ausschau hielten und andere Besucher ansprachen – sie fanden keine Landsleute. (Schon im Jahre 2011 war die Situation ähnlich, man vgl. den Beitrag im Heimatbrief Nr. 5, S. 12 ff.) Unser Landsmann berichtet weiter: „Schon am Samstag wollten wir uns die Heimatstube am unteren Markt ansehen. Leider war es nicht möglich. Man sagte uns, daß die Sachen eingelagert und

nicht zu besichtigen seien. Das frühere Museumsgebäude, vormals Bahnhof, sei verkauft. Wie es in Zukunft weitergehe, wisse man nicht.

Am Sonntag nach dem Gottesdienst, der in der Friedhofskirche stattfand, weil die Stadtpfarrkirche renoviert wird, begaben wir uns zum Ehrenmal für die Toten der Heimat zur Andacht. Es ist gut gepflegt. Anschließend legten wir wieder am Marktplatz eine Pause ein und versammelten uns zum Gruppenbild. Leider trafen wir auch an diesem Tag keine Landsleute."

Fazit: Das zu erwartende, nunmehr sich abzeichnende Ende der bisher gewohnten Treffen der Landsleute bedeutet auch die weitere Auflösung der heimatlichen Gemeinschaft. Als letzte Klammer der Gemeinsamkeit bleibt dann nur noch der Heimatbrief.

Dušičky

## Allerseelen
Grau und feucht die Nebel steigen
still empor aus Feld und Haag.
Ringsumher ist tiefes Schweigen –
November – Allerseelentag.

An Gräbern – fröstelnde Gestalten,
in grauen Mänteln eingehüllt,
die Hände zum Gebet sich falten,
und matter Lichtschein sie umspielt.

Die Blicke wenden sie zu Boden,
so beten sie und lauschen dort,
als sprächen sie mit ihren Toten
ein liebes, längst verwehtes Wort.

Auch in der Heimat drüben wallen
jetzt Nebel überm Friedhof hin;
doch Kreuz und Hügel sind verfallen
und keine Blumen mehr dort blüh'n.

Kein Kranz liegt dort und kein Gebinde,
kein Lichtschein strahlt von einem Grab;
nur eine alte, graue Linde
wirft ihre letzten Blätter ab.

Und durch die Zweige tönt ganz leise
ein Zirpen voller tiefem Leid,
als übe eine kleine Meise
ein Lied für diese Einsamkeit.

So ist dort drüben Allerseelen.
Manch stilles Grab vom Laub verweht,
die Lichter und die Blumen fehlen
und niemand spricht mehr ein Gebet.

Walter Gubin

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Vzpomínka na mrtvé

## Totengedenken
Wenn Ende Oktober der Herbstwind die welken Blätter von den Bäumen streift, über den Boden treibt und achtlos an Zäunen, Hecken und in Mauerwinkeln liegen läßt, ist es bis Allerheiligen nicht mehr weit.

Wer ein Grab zu „richten" hat, sucht die Stätte auf, die man früher gern den Gottesacker nannte. Hier schlafen unsere lieben Verstorbenen der Ewigkeit entgegen. Das Grab wird gesäubert, mit Blumen und frischem Grün geschmückt; eine Kerze brennt. Namen stehen für Schicksale. Meist sind es Großeltern, Eltern, manchmal Ehepartner und Geschwister, die in fremder Erde liegen. Es war ihnen nicht vergönnt, ihre letzte Ruhe in der geliebten Heimat zu finden. Böse Menschen hatten sie vertrieben. Mehr als sechzig Jahre ist das her und bleibt doch unvergessen. Die Gedanken wandern und tasten sich hinüber zum heimatlichen Friedhof. Das Gräberfeld still, öde, verlassen, mit Gräsern

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