V zimním čase svolávaly píšťalky ze psí kosti stejně smýšlející „mladé lidi" na plac, kteří pak s pořádně nahozenými sněhovými koulemi svedli na náměstí hlučnou šarvátku. Když nastalo tání, tedy když to „lelo," snažily se celé skupiny starších kluků, k velké nelibosti a strachu chodců, spouštět ze strmých střech sněhové koule jako řítící se laviny. Jenže běda, když se objevil učitel nebo dokonce „Stowasserova policie"! Pak nastalo bleskové drápání pryč.
Naše náměstí – ještě by mohlo vyprávět mnohé z pestré historie rodného města. Vidělo horníky a žoldnéře, vojevůdce a korunované hlavy, poctivé tovaryše na vandru i slavné muže. Bylo svědkem vstupu wehrmachtu 4. října 1938 i vjezdu jednotek americké armády 7. května 1945. Vidělo přicházet nezvané cizince a nás, domácí, odcházet, když jsme roku 1946 museli opustit milovaný domov. Muselo pod novými pány snášet plenění, ničení a chátrání. Jeho znetvořená tvář ztuhla v bezvýraznou grimasu. V naší vzpomínce však starý, důvěrně známý obraz žije dál.
Pöttig, H. Jakob
Bürger bei festlichen Ereignissen und politischen Anlässen. Lustiges Faschingstreiben, die Kundgebung zum 1. Mai und die feierliche Prozession an Fronleichnam zu den vier mit Birkenreisig geschmückten Altären gehörten ebenso dazu wie das Schauturnen der Vereine und der Oster-, Kirchweih- und Weihnachtsmarkt.
Den Platz faßte hüben und drüben eine geschlossene Reihe von meist einstöckigen Bürgerhäusern ein, deren Fenster überwiegend frontseitig auf den Marktplatz schauten. Die architektonischen Besonderheiten der stilvollen, hochgiebeligen Pflughäuser mit ihren Blendarkaden und gewölbten Haustoren sowie von anderen historisch interessanten Gebäuden schildern die Seiten 97 bis 106 unseres Heimatbuches.
Im markanten Rathaus aus dem 16. Jh. (1976 abgebrannt) waren oben die Amtszimmer und im Parterre das Museum, einige Lagerräume und die Werkstatt des Stadtmonteurs untergebracht.
Am Marktplatz befanden sich Postamt und Gendarmerie (Nr. 40), Arztpraxis und Apotheke, Kino und Gaststätten; es gab Bäcker, Fleischer, Konditoreien, Schneider, Friseure, Geschäfte für Kolonialwaren, Obst und Gemüse, Textilien, Schuh-, Papier- und Schreibwaren und anderes mehr. Handel und Gewerbe sorgten für reges und geschäftiges Treiben. Kundige Heimatfreunde kennen auch noch die zugehörigen Kaufleute und Handwerker, die ebenfalls im Heimatbuch verzeichnet sind (S. 232 ff.). Das untere Ende des „Marktes" schloß das Hotel „Zum roten Ochsen" ab, ein Bauwerk aus jüngerer Zeit, das durch seinen anziehenden Stil eher einem Stadtschloß glich. Der angefügte Kinosaal diente auch für Bälle und Festabende.
Die Statue des hl. Florian, die im Schatten von vier mächtigen Kastanienbäumen stand, und zwei große, überdachte Steinbrunnen, aus denen zu jeder Jahreszeit frisches Trinkwasser plätscherte, trugen auf harmonische Weise zu anheimelnden, romantischen Idyllen bei, wie sie in so mancher deutschen Kleinstadt zu finden sind.
Der Marktplatz, auch wenn er sich auf dem Bild fast menschenleer zeigt, galt, wie erinnerlich, als Anziehungs- und beliebter Treffpunkt. Am „Scharfen Eck" konnte man sich in drei Richtungen schnell einen Überblick verschaffen. Dort standen oft Männer jeden Alters, Arbeitslose, Rentner, auch Faulenzer und „Tachenierer", rauchten, sofern sie etwas hatten, steckten die Köpfe zusammen, „fåchierten", dischkrierten, disputierten, politisierten und ereiferten sich über die Neuigkeiten des Tages. In den Abendstunden, vor allem an Sonn- und Feiertagen, flanierten auf dem „Trottoir" Familien, mit und ohne Kinderwagen, plauderten, tauschten mit Bekannten Grüße aus und waren auch um einen Scherz nicht verlegen; Pärchen lustwandelten vom Rathaus hinunter bis zu den Kino-Schaukästen am „Roten Ochsen" und wieder zurück; „Schlåggawåla Boum u Boumbürschla" schlenderten gemächlich auf und ab und suchten mit den Augen die Angebetete. Auch Eitelkeiten spielten bei diesen Spaziergängen eine Rolle: Man wollte eben sehen und gesehen werden. Nicht selten führten die Frauen zu diesem Zweck ihre neue Garderobe aus und genossen die neugierigen und, wie sie meinten, neidvollen Blicke. Stach die Sonne gar zu sehr, suchte man den Schatten auf der gegenüberliegenden Seite. Bänke zum Ausruhen gab es keine, sie wären dem pendelnden Publikum auf dem Bürgersteig ohnehin nur im Weg gewesen.
Das gesellige Bummeln konnte auch auf der im Jahre 1935 neugepflasterten Durchgangsstraße ohne große Gefahr stattfinden, hielt sich doch der motorisierte Verkehr in bescheidenen Grenzen. Der Volkswagen von Doktor Müller, der Lastwagen der Bergbrauerei Kirchner und der Autobus der Schönfelder Firma Roßmeißl, vielleicht ab und zu einmal ein Motorrad mit Beiwagen, mehr konnte nicht kommen.
Auch andere Bilder steigen auf: Kohlen- und Holzfuhrwerke, Bier- und Erntewagen rumpelten über das Pflaster, Radfahrer im Sommer, Rodler im Winter nutzten die Gunst der Stunde und hängten sich bergwärts an. Die Namen der Frächter sind noch gegenwärtig, so Borkenstein Georg, Köhler Frånz, Kreis Mani, Stowåsser Kårl. Man glaubt die große Handglocke zu vernehmen, wenn Hå(h)n Tonl und Wandura Rudi mit dem Åschawogn über den „Mårkt" zogen und die Rückstände vom „Gebrenn" mitnahmen. (Anderer Müll fiel wenig an, so manches wurde im Haushalt wieder verwendet, einiges landete heimlich „in da Flout".)
Zur Winterszeit riefen Schulzidackelpfiffe gleichgesinnte „gunge Leit" auf den Plan, die dann mit gepfefferten Schneebällen über den Platz ein lautstarkes Scharmützel austrugen. Setzte Tauwetter ein, „leinte" es also, dann bemühten sich ganze Gruppen von älteren Schulbuben, sehr zum Mißvergnügen und Schrecken der Fußgänger, mit Schneebällen von steilen Dächern Roll-Lawinen abgehen zu lassen. Doch wehe, wenn eine Lehrkraft oder gar die „Stowåsser-Polizei" auftauchte! Dann hieß es schleunigst Reißaus nehmen.
Unser Marktplatz – er könnte noch so manches aus der wechselvollen Geschichte der Heimatstadt erzählen. Er hat Bergknappen und Landsknechte, Feldherren und gekrönte Häupter, biedere Wandergesellen und berühmte Männer gesehen. Er war Zeuge beim Einmarsch der Wehrmacht am 4. Oktober 1938 und beim Einzug von Einheiten der amerikanischen Armee am 7. Mai 1945. Er sah ungebetene Fremde kommen und uns Einheimische gehen, als wir im Jahre 1946 die geliebte Heimat verlassen mußten. Er hatte unter den neuen Herren Brandschatzung, Zerstörung und Verfall zu erdulden. Sein entstelltes Gesicht erstarrte zur ausdruckslosen Fratze. In unserer Erinnerung jedoch lebt das alte, vertraute Bild weiter. F. Pöttig, H. Jakob
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[obr] (bez popisku) (celkový pohled na vesnici Poschitzau/Početice v krajině, v popředí polní cesta)
Tak poklidně a útulně ležela ta malá obec před zalesněným hřbetem „Haad" (Buchenberg, 732 m) a – směrem k Hornímu Slavkovu (Schlaggenwald) – Muckenbergu. Polní cesty vedly do městyse Horní Slavkov a do sousedních vesnic Gfell a Zech. Naše vlastivědná kniha přináší k tomu na stranách 60–63 mnoho podrobností. Kdo má zájem, ať si to přečte!
## Poschitzau – unser liebes Heimatdorf
[obr] (bez popisku) (celkový pohled na vesnici Poschitzau/Bošířany v krajině, v popředí polní cesta)
So friedlich und traut lag der kleine Ort vor dem bewaldeten Rücken der „Haad" (Buchenberg 732 m) und – in Richtung Schlaggenwald – dem Muckenberg. Feldwege führten zur Stadtgemeinde Schlaggenwald und zu den Nachbardörfern Gfell und Zech. Unser Heimatbuch bringt dazu auf den Seiten 60-63 viele Einzelheiten. Man lese nach!
[obr] Im unteren Teil des Dorfes befand sich der Gasthof Karl Hubl (später Frech). Vor dem Gebäude stehen (v.l.): Adolf Lang, Josef Lang, Josef Fischer, Willi Lang, daneben Anna Hanika, Adolf
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