## A wing woos zan Schmunzln ...
In Akkurd. Da Rubna-Beck mou afs Bezirksgricht. Duat wer(dn aah glei die Personalien aufgnumma. Da Richta schaut streng üwa d'Brülln: „Beruf?" – „Beck, nu jå: Bäcker hålt!" – „Verheiratet?" – „Jå, håuchs Gricht, schwaa, wirklich schwaa." – „Was heißt denn ‚schwer'?" – „Nu jå, ich ho hålt elf Kinna." – „Donnerwetter, gibt's denn sowas heute noch?" – „Jåwoll, håuchs Gricht, dees gitts schu nuch!" – „Da sind Sie aber arg fleißig zu Werke gegangen", maant da Richta, a wing belustigt. – „Jåwoll, håucha Grichtshuaf, es san siebm Boubm u vöia Madla." – Richta, öitza leitseligh u aah in Dialekt: „Gouta Mua, sognS ma grod, wenn håbmSn dåu eigentlich aah amål båchn?"
Da Krachmåcha. Da Liegl-Bauer håut aah mi(tn Gricht za tou. Er tritt mit seinan gnogltn Schouchan årgh laut auf u kloppt aah tüchtigh ua die Tüa. Da Richta, allaa im Zimma, schreit: „Herein!" – Da Bauer, öitza a wing schüchtan, bringt sei' Såch umständlich vüa. Mittn drin fiaht nan da Herr Grichtsråt ua: „Ihre Sache wird im Saal 4 verhandelt. Raus, gehen Sie!" – Betroffm va der unfreindlichn Art mecht da Bauer kehrt u w(üll za da Tüa. Dåu föllt nan sei(n eisnbeschloghana Steckn mit lautn Kråchn afm Bua(dn. – Da Richta schreckt auf u schaut unghåltn af dian Bsucha. – „Hoppla", sågt da Liegla, hiabt sein knotighn Steckn auf u mecht a klaana Vabeigung zan gestrengen Herrn. Af amål föllt nan die Pfeif aus da Ruacktåsch u mit ziemlichn Gepolta afs Parkett. Da Richta fiaht afd Häich u schreit volla Zurn: „Wenn Sie jetzt beim Aufheben auch noch einen fahren lassen, dann lasse ich Sie vom Fleck weg einsperren!"
## Unna Mundårt
Sie mogh a wing rauh sei(n
wöi da bäihmischa Wind,
wenn a in Hiarbst
üwa d'Howahålm kinnt.
Eghalandrisch, dees kuari,
dåu bin ich sua fråuch!
Sua låchn u träistn
kua nua unna Språuch.
U wenn mi wer fräign tout:
Wåuher i dees ho(b?
Sua v(ül Gmöid liegt drinna:
Va da Mutta ståmmts o(b!
Johann Andreas Blaha (1892-1984),
Egerländer aus Tachau, Priester, Dichter
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## „Woos" ålls gitt!
Wennst mich fräigst, woos amend unna Ållaweltswuart is, dånn soghada: Dees is as Würtl „woos". Du glaubst as niat? Dånn påß auf!
Dees „woos" kua ma imma u oft füa ålls brauchn. Waßt du üwahaupt, woos „woos" is? Woos is hålt „woos" u as woos kua ma woos måchn.
Wenn zan Beisp(ül a gunga Bursch heiern w(üll, dånn mou a sich woos souchn. A Madl, döi woos håut u woos kua, woos mitbringt u woos is. U wenn a sua woos gfunna håut, dånn håut a woos füas Herz, woos füas Gmöit u aah woos füas gånza Lebm. Danåuch wiad woos füa d'Håuchzat heagricht u gfeiat. Dees derf aah woos kostn, daß ma siaht, daß woos dåu is. Du waßt jå, wåu woos is, kinnt meistns nuch woos dazou. Ba da Håuchzatsraas siat ma woos, dåu daläbt ma woos, dåu kaft ma sich woos u bringt aah woos mit ham. Die Zeit gäiht weita, ma siaht nuch woos u tout sich nuch woos Gouts. Nåuch ara Waal dawårt ma woos. D'Nåchbara håut schu glei woos gmiarkt: Ich glaub, döi kröign woos. Wenns dånn suaweit is, kröignsa aah wirklich woos u dånn håm sa woos Klans.
Wenns Kind greint, dånn fahlt nan woos oder es håut woos. Wenns owa Hunga håut, dånn kroigts woos. Amend håuts woos in da Windl u ban Auspackln findt ma woos, u dees röicht nåuch woos!
Speta kinnt as Böiwl in d'School, daß a woos lernt. Wenn nan da Lehra woos fräigt u es waaß woos niat, dånn kröigts woos füa daham zan Schreibm åls Stråufarwat; dees dauat dånn långa åls wöi wenns fröiha woos hintn drauf kröigt håm, owa sua woos derf heint nimma sei(n. Is da Bou as da School, dånn kinnta in die Läiha, daß a woos lernt u woos wiad, woos kua u woos vadöint u die Familie woos zan Beißn håut.
Sua, öitza waßt, woos woos is. Nimm dei(n Glos u trink woos, waal a gouta Schluck is jå aah woos! Gitts nuch woos za fräign?
F.P.
## Das Alter
Im Alter ist's nicht mehr so schön,
die Beine wollen nicht mehr geh'n,
die Füße sind oft eisig kalt –
man merkt es deutlich, man wird alt!
Die Haare sind mehr weiß als grau,
die Augen seh'n nicht mehr genau.
Der schwache Geist merkt sich nichts mehr,
und ganz zu schweigen vom Gehör.
Ja, es läßt nach. Wenn einer spricht,
hört man's falsch oder hört es nicht.
Die Jungen sagen uns zum Hohn:
„Was Ihr nicht hör'n sollt, hört Ihr schon."
Wenn man was Feines essen tut,
so schmeckt es nicht, wie früher, gut.
Die Zähne fehlen; schlecht gekaut
bleibt das Zeug fast unverdaut.
Und kriecht man abends in sein Bett,
ach, wie war das einmal nett!
Jetzt dreht man sich den Rücken zu,
und jeder will nur seine Ruh'.
Sucht sich ein Fuß 'nen warmen Fleck,
heißt's: „Tu' die kalten ‚Latschn' weg!"
Man dreht sich hin und dreht sich her,
das Schlafen fällt dir auch schon schwer.
Hat man kurz den Schlaf genossen,
wacht man auf und ist verdrossen.
Legst dich krumm, legst dich gerade,
zieht der Krampf in deine Wade.
Mal reißt's im Arm, mal reißt's im Bein,
dann fährt es dir ins Kreuz hinein.
So geht's im Alter dauernd fort,
mal zieht es da, mal reißt es dort.
Doch was hilft Jammern? Laßt das Klagen,
das Alter uns getrost ertragen!
Es gilt als großes Glück auf Erden,
wenn man mit Frohsinn alt kann werden.
Drum macht es wie die Sonnenuhr
und zählt die heit'ren Stunden nur!
Eh' wir das Dasein hier beschließen,
laßt es uns noch lang genießen!
F. P., nach einer Vorlage von
E. Riedl, Bad Königshofen, 1980
[obr] (bez popisku) (ozdobný pás velikonočních kraslic, zajíčků a kuřátek)
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