Schlaggenwälder Heimatbrief — duben / květen 2013
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Milí krajané!

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begrüßen, wenn sich wenigstens einige aus unserem Kirchsprengel unter der Hinweistafel „Elbogen" einfänden. Wir haben vor, diese Veranstaltung in der Fuggerstadt am Sonntag zu besuchen, wenn sich genügend Teilnehmer für einen Bus melden. Doch auch dafür werden die Interessenten immer weniger.
Medienberichten zufolge hat der tschechische Ministerpräsident Petr Nečas bei seinem Besuch Ende Feber in Bayern – man bot ihm Gelegenheit, vor dem Landtag zu sprechen – die Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat und die Leiden Unschuldiger bedauert. Diese späte Einsicht ist nicht als offizielle Entschuldigung für die begangenen Verbrechen zu werten, schloß er doch gleich jedwede Wiedergutmachung aus. Des weiteren erklärte der tschechische Premier, daß die Vertriebenenfrage nunmehr keine Rolle mehr spiele und somit die beiden benachbarten Länder in Zukunft unbelastet und freundschaftlich miteinander verkehren könnten. Mit dieser Äußerung und der Betonung historischer Gemeinsamkeiten fand der Gast aus Prag bei seinem bayerischen Kollegen, der ja auch Schirmherr der sudetendeutschen Volksgruppe ist, ungeteilte Zustimmung; der Landtag reagierte mit „standing ovations", mit tosendem Beifall!
Nun wissen es die von dieser Vertreibung Betroffenen genau und endgültig: Die Aufarbeitung der ungeheuerlichen Verbrechen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird „ad infinitum", also für immer unter den Teppich der „political correctness" gekehrt! Daß sogar die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) den Auftritt Nečas' euphorisch begrüßte und ihr Sprecher, der CSU-Politiker und EU-Abgeordneter ist, ihn dabei noch zusätzlich hofierte, verwundert nicht. Man muß auch nicht lange rätseln, mit welcher Begründung man diese tschechophile Wende vor den versammelten Landsleuten, insbesondere vor denen aus der Erlebnisgeneration, in Augsburg erklären und rechtfertigen wird. Ohne Prophet zu sein: Es wird wieder, wie in der Vergangenheit auch, in gewohnter, bewährter Weise geschehen.
„Ein garstig Lied! Pfui! Ein politisch Lied." (Goethe, Faust)
Anmerkung: Beiträge zu heimatpolitischen Ereignissen von Belang sollen auch in Heimatbriefen ihren Platz finden.

Liebe Landsleute in nah und fern! Ich wünsche Euch Gesundheit und Wohlergehen, den Kranken Kraft zur Genesung, uns, soweit möglich, auch heuer ein frohes Wiedersehen, wann und wo auch immer sich dazu eine Gelegenheit ergibt.
In alter Verbundenheit grüßt mit einem herzlichen „Servus!"
Euer Landsmann Franz Pöttig

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Milá babička

## Die liebe Oma
Unsere Oma, welch ein Glück,
ist bei uns das beste Stück.
Sie wird nicht müde und nicht krank,
versorgt den Haushalt, Gott sei Dank!
Die Oma kocht, sie putzt und näht,
sie wäscht und bügelt früh und spät.
Ist wieder mal kein Geld im Haus,
hilft sie mit ihrer Rente aus.
Die Enkelkinder, all die kleinen,
sich an Omas Brust ausweinen.
Sie ist für alle, Ihr wißt schon,
bei uns im Haus die Hauptperson.
Die Oma ist auch Chef im Garten,
Hund und Katz läßt sie nicht warten.
Ach, würde sie doch mehr verehrt,
denn Oma, sie ist Goldes wert!

Verfasser ungenannt

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Z kalendáře

## Aus dem Kalender
Im April – Ostermond:
1.4. (Mo) Ostermontag
7.4. (So) Weißer Sonntag
23.4. (Di) St. Georgitag; Gedenken an hl. Georg, Märtyrer in Kleinasien († 304), an hl. Adalbert, Bischof in Prag, Märtyrer († 997 im Samland /Ostpreußen)
30.4. (Di) Walpurgisnacht, Frei- und Losnacht
April windig und trocken, läßt alles Wachstum stocken.
Baust mich an im April, komm' ich, wann ich will;
baust mich an im Mai, so komme ich glei(ch.
Ist St. Georg mild und schön, wird man bald schlecht Wetter seh'n.

Im Mai – Wonnemonat:
1.5. (Mi) Maifeiertag, Fest Patrona Bavariae
9.5. (Do) Feiertag Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern)
12.5. (So) Pankraz, 1. Eisheiliger, Muttertag
13.5. (Mo) Servaz, 2. Eisheiliger
14.5. (Di) Bonifaz, 3. Eisheiliger
15.5. (Mi) Kalte Sophie
16.5. (Do) St. Nepomukstag; Gedenken an Johann Nepomuk, Brückenheiliger, Priester, Märtyrer († 1393 in Prag)
19.5. (So) Pfingstsonntag (50 Tage nach Ostern), 64. Sudetendeutscher Tag in Augsburg
20.5. (Mo) Pfingstmontag
30.5. (Do) Fronleichnamsfest (10 Tage nach Pfingsten)
Am Tag des hl. Florian (4.5.) es immer nochmals schneien kann.
Wenn's an Pankraz gefriert, wird im Garten viel ruiniert.
Die erste Liebe und der Mai gehen selten ohne Frost vorbei.
Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.

Ano máji

## Ein Ja zum Mai
Hörst Du nicht den Vogelsang,
spürst Du nicht den Mai?
Nimm ihn auf, den hellen Klang,
ehe er vorbei!

Denk' jetzt nicht an Weh und Ach,
Frühling ist kein Traum,
setz' Dich unters Blätterdach
unterm Lindenbaum.

Fühlst Du jetzt das stille Glück,
das tief in Dir ruht?
Koste jeden Augenblick,
fasse neuen Mut!

Schäm' Dich deiner Tränen nicht –
Tränen machen frei.
Sing' ein Lied, schreib' ein Gedicht
und – sag' Ja zum Mai!

Fini Klieber

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Pozdní poznání

## Späte Erkenntnisse
Auf einem Seminar am Heiligenhof (Bad Kissingen) im Herbst 2012 erregte der Bericht eines tschechischen Journalisten aus Prag über seine Eindrücke vom Sudetenland bei den Teilnehmern besondere Aufmerksamkeit.
Er lernte das Grenzland Tschechiens erst vor fünf Jahren kennen. Seitdem beschäftigt ihn dieses Thema und die deutsch-tschechischen Beziehungen, die von Versöhnung geprägt sein sollen. Er ist beeindruckt von der Schönheit des Sudetenlandes,

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