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weiß keinen mehr. Der wohlwollende alte Herr will ihr aber behilflich sein. „Die Stadt spielt auch im Leben Goethes eine gewisse Rolle."
Es hilft nichts. Doch der Prüfer meint es gut. „Ich will Ihnen unter die Arme greifen. Wenn Sie in den Namen der Stadt noch einen Buchstaben einfügen, erhalten Sie die Bezeichnung für einen menschlichen Körperteil." Wieder überlegt die junge Maturantin hin und her. Dann gibt sie sich einen Ruck und antwortet unter sichtlichem Erröten: „Es ist die Textilstadt Asch."
„Hm", meint der Vorsitzende schmunzelnd, „an die habe ich eigentlich nicht gedacht. Ich erwartete als Lösung die Kreisstadt Elbogen an der Eger, in der sich der alternde Dichterfürst noch einmal verliebte. Der Ortsname wird bekanntlich nur mit einem „l" geschrieben, während der menschliche Ellbogen zwei „l" aufweist. Aber Sie haben Ihre Sache gut gemacht und in diesem Fach bestanden."
(Anm.: Das Gelenk heißt korrekt „Ellenbogen". Bei „Asch" hätte es gestimmt. Owa fei nix füa ungout.) F.P.
## Heimweh
Vertrieben bin ich – wie so viele –
vom Wind des Schicksals in die Welt.
Man ringt und macht es sich zum Ziele,
daß man sich über Wasser hält.
Und fragst du mich, was ich geseh'n,
ich mit dem Lob nicht geize:
„Die Welt ist überall recht schön,
hat überall auch ihre Reize!"
Doch wenn des Tages Lärm verhallt
und mich entläßt von all dem Streben,
zwingt eine innere Gewalt,
mich der Erinn'rung hinzugeben.
Schau' ich da in die Welt hinein,
strahlt über mir das Meer der Sterne,
da lädt es mich zum Träumen ein,
und alle die Gedanken mein,
sie fliegen in die Ferne,
sie fliegen immer wieder heim.
Da seh' ich's wieder allzumal,
wo meine Kindheit ich genossen,
das stille Städtchen in dem Tal,
es liegt vor mir wie hingegossen!
Ich seh' im Geist auch uns're Wiesen,
so blumenbunt und märchenschön;
ich hör' die Schnella heimlich fließen,
seh' mich an ihrem Ufer steh'n.
Die dunklen Wälder hör' ich rauschen,
der Heimatglocken Festgeläut.
Und all den Stimmen möcht' ich lauschen,
die mich begleiteten bis heut'.
Da schickt mein Herz so sehnsuchtsvoll
und himmelwärts nur ein Gebet:
„O Heimat Du, wie wär' mir's wohl,
wenn ich Dich wiedersehen tät'!"
Anton Trötscher
(Anm.: Schnella (tsch. Strela) = linker Nebenfluß der Beraun, entspringt im Tepler Hochland)
## Wöi håmma daham gsågt?
Jede Sprache lebt vor allem von der Bezeichnung der Tätigkeiten. Auch unsere Mundart kennt da eine Vielzahl von Ausdrücken. Ein kleiner Streifzug – querbeet – mag dies verdeutlichen.
Aufgowln – aufgabeln, ausfindig machen. Wåu håstn dees wieda aufgowlt?
bäign – (gellend) schreien. Dees klana Kind håut immazou bäigt.
dummln – beeilen. Vawaa håst dich niat dummlt?
ei(nnåtzn – (kurz) einicken, einschlafen. Ban Fernsehn bin i ei(ngnåtzt.
fischpan – flüstern. Sie håut ållawal gfischpat.
gahna – gähnen. Wal i sua möid wår, ho i oft gahnt.
hauchan – (hin)hocken. Zan Vasteckn håmma uns hi(nghauchat.
kaia – kauen. As Gouta håm sa glei zåmmkait.
löign – lügen. Mia håbm glei gmiarkt, daß sa gluagn habm.
maana – meinen. Dess håbts niat sua gmaant.
nöisn – niesen. Wenn aana gnöist håut, sågt måncha „Helfgott!"
osaggln – ausnehmen, plündern. Ban Uaradln wiad gään ogsagglt.
pfuichzn – fauchen. Wöis wäihtou håut, håut a årgh pfuichzt.
raggan – laufen, rennen. Wöi sas gentiat håbm ghått, san sa davuagraggat.
spoichn – raufen. Döi Boubm håbm erscht gstrien, danåuch håbm sa gspoicht.
schubban – schubsen, stoßen. Der Karl hinta mia håut mi gschubbat.
stöhln – stehlen. Dian årma Teifl håbm sa ålls gstuhln.
truasn – (schwer) tragen. Sie håut an Buglkurb Reisigh hamtruast.
uareimln – (leichten) Rauhreif bilden. Die Fenster wårn fröih uagreimlt.
vagröichn – verkriechen. Speta håut si d'Sunn vagrochn.
wöign – wiegen. Aan Soog ho i gwogn, die ånnan ho i niat gwuagn.
zöiha – ziehen. As Pfaa håut an Wogn niat (da)zuagn.
Dazu eine kleine Übung mit „wissn u sogn" (wissen und sagen):
Ich waaß u sogh nix – ich ho nix gwißt u gsågt.
Du waßt u sagst schu woos – du håst schu woos gwißt u gsågt.
Er/sie waaß u sågt niat mäiha – er/sie håut niat mäiha gwißt u gsågt.
Mia wissn u sogn ålls – mia håbm ålls gwißt u gsågt.
Ees wißts u sågts die Wåuharat – ees håbts die Wåuharat gwißt u gsågt.
Sie wissn u sogn nua wenigh – sie håbm nua wenigh gwißt u gsågt.
Noch einige Redensarten
Wenn eine Schere nicht schneidet, heißt es: „Af dera kuast af Prågh reitn." – Wenn ein Missetäter ein paar Ohrfeigen verdient hätte, sagt man: „Der braucht Schelln nåuch Notn!" – Für die Mahnung, man solle sich nicht zu früh freuen, gilt der Ausdruck: „Stecks nua niat danebm!" – Ist jemand mit Blindheit geschlagen, kommt der Vergleich zum Zug: „Der soucht as Pfaa u reit' drauf." – Auf die Frage: „Wåu gäist'n hi (Wohin gehst du)?" antwortet der Witzbold lakonisch: „Af Tschilatschie!" – Nix füa ungout!
Wir gratulieren recht herzlich zum Geburtstag und wünschen Gesundheit und Glück zum
92. am 16.3. Margarethe Krainhöfer, Scharpffstr. 1, 74172 Neckarsulm. – 90. am 2.4. Anna Wölfel (Pöttig), Seniorenheim der AWO, Zeilenstr. 26, 92245 Kümmersbruck. – 89. am 15.2. Erika Turrini (Danzer), Poststr. 35, 63607 Wächtersbach. – 88. am 15.2. Ernst Frisch (Gf), Zur Heyde 22, 35781 Weilburg – 88. am 22.3. Josef Hahn, Breslauer Str. 10, 67714 Waldfischbach-Burgalben. – 87. am 18.2. Josef Gareis, Waldschwaigestr. 5, 85221 Dachau. – 86. am 17.3. Rudolf Dörfl, Im Pfarrgrund 5, 95676 Wiesau. – 85. am 12.2. Franz Plaß, Alte Poststr. 8, 63636 Brachttal. – 85. am 22.3. Hanni Haberberger, Altbürgermeister unserer Patenstadt, Am Rabensteig 15, 91275 Auerbach i.d.Opf. – 84. am 22.2. Heinz Wesp, Birkenweg 7, 94405 Landau a.d. Isar. – 82. am 19.2. Anneliese Schuster (Veit), Tristtramweg 5, 83483 Bischofswiesen. – 82. am 23.2. Franz Pöttig, Eichtweide 47, 82362 Weilheim i.OB. – 82. am 5.3. Josef Hahn, Roggensteiner Str. 137, 82140 Olching. – 82. am 27.3. Jeffry (Lothar) Kempf, 5150 NE 6th, Ave. Apt. 107, Oakland Parc/FL, 33334-3302, USA. – 81. am 12.2. Irmtraud Gerstner, Greifenhagenstr. 20, 63457 Hanau. – 81. am 25.2. Annemarie
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