Schlaggenwälder Heimatbrief — únor / březen 2012
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Azbuka, kam oko dohlédne...

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Právě v Čechách vzpomínali na 20. výročí odchodu Sovětů, kteří po roce 1968 měli údajně zůstat jen „dočasně“. V dnešních Karlových Varech výročí nebylo žádným tématem. „Proč bychom měli plašit naše nejdůležitější hosty?“ zní z radnice. A nejen hosty, muselo by se dodat. Celé řady domů dnes patří bohatým Rusům, kteří zde i žijí. V blízkosti lázeňského parku jsou realitní kanceláře, kde je ruština čímsi jako úředním jazykem. Že o tom radnice nemluví ráda, má své důvody: v žádném jiném českém městě nebylo tolik korupčních kauz a realitních skandálů jako právě zde. Na druhou stranu mají Rusové i dost peněz a nechávají domy pěkně opravovat. Proto se skoro žádný místní už nepozastavuje nad tím, že v zahradních restauracích duní z reproduktorů ruská estrádní hudba z reproduktorů namontovaných nad stoly, na nichž jsou v kýčovitých vázách místo květin ruské praporky.

Zato si teď v televizi z Rusů utahoval jeden slavný český moderátor. Prý sem jezdí tak rádi proto, že tu je i pomník Lenina. Ve skutečnosti nejde o Lenina, nýbrž o zakladatele československého státu Tomáše Garrigua Masaryka. Tvůrci sochy se ale Masaryk skutečně trochu podobá Leninovi. Aby se do budoucna vyloučily omyly, chce prý město – jak moderátor žertem podotkl – na podstavec pomníku umístit Masarykovo jméno.

Nedaleko od „Grandhotelu Pupp“ láká kolem poledne mladá žena hladové do luxusní restaurace s rybími specialitami. Docela samozřejmě oslovuje všechny lidi rusky. Jedné Češce to nepřijde vtipné a vztekle utrousí, že se přece nacházíme v České republice, ne v Rusku. Zaměstnankyně restaurace to kvituje soucitným úsměvem.

(Podle příspěvku H.-J. Schmidta v KZ, listopad 2011)

původní znění

bieten haben – fast überall erscheint das Angebot auch auf russisch. Kyrillisch, so weit das Auge reicht! Ein Juwelier berichtet, etwa 90 Prozent seiner Kunden kämen aus Rußland. „Darauf mußten wir uns natürlich einstellen. Mein Personal spricht perfekt russisch, sonst könnten wir kein Geschäft machen.“ In dem feinen Laden duftet es nach schwerem russischen Parfüm, das sich auch nicht zu verflüchtigen scheint, wenn den ganzen Tag die Ladentür offen steht. Deutsche Gäste bilden nur noch einen verschwindend geringen Anteil. Die Russen sind freilich keine neue Erscheinung in der Kurstadt. Für den russischen Adel war Karlsbad eine beliebte Sommerfrische. Zweimal hielt sich Zar Peter der Große in der Stadt auf. Später, Jahre nachdem die deutsche Bevölkerung aus Karlsbads vertrieben worden war, zog es hohe kommunistische Funktionäre aus Moskau nach Karlsbad. Im Mai 1968 trank der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kossygin das heilende Wasser aus der Schnabeltasse und verschaffte sich einen Eindruck von den politischen Umgestaltungen des Prager Frühlings. Und bis heute gehen die Gerüchte, daß er seinerzeit hier auch Gespräche mit Leuten des orthodoxen Flügels der tschechoslowakischen „Bruderpartei“ führte, die gegen die Reformer um Alexander Dubcek opponierten. Im August 1968, als die Panzer einrückten, war es dann vorbei mit der Reformherrlichkeit.

Gerade hat man in Tschechien des 20. Jahrestages des Abzugs der Sowjets gedacht, die nach 1968 angeblich nur „zeitweilig“ bleiben wollten. Im heutigen Karlsbad ist der Jahrestag kein Thema gewesen. „Weshalb sollten wir unsere wichtigsten Gäste vergraulen?“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Und nicht nur die Gäste, müßte man hinzufügen. Ganze Häuserzeilen gehören heute reichen Russen, die hier auch leben. Es gibt Immobilienkanzleien in der Nähe des Kurparks, wo Russisch so etwas wie die Amtssprache ist. Daß die Stadtverwaltung darüber nicht gern spricht, hat Gründe: In keiner zweiten tschechischen Stadt gab es so viele Korruptionsfälle und Immobilienskandale wie gerade hier. Andererseits haben die Russen auch reichlich Geld und lassen die Häuser schmuck restaurieren. Da nimmt dann auch kaum ein Einheimischer mehr Anstoß daran, daß in Gartenrestaurants aus Lautsprechern russische Estradenmusik dröhnt, die über Tischen montiert wurden, auf denen russische Fähnchen statt Blumen in kitschigen Vasen stehen.

Dafür machte sich jetzt ein berühmter tschechischer Talkmaster im Fernsehen über die Russen lustig. Angeblich kämen sie so gern nach Karlsbad, weil es da sogar ein Lenindenkmal gebe. In Wahrheit handelt es sich nicht um Lenin, sondern um den tschechoslowakischen Staatsgründer Tomas G. Masaryk. Dem Schöpfer der Statue ist Masaryk aber tatsächlich ein bißchen in Richtung Lenin verrutscht. Um künftighin Irrtümer auszuschließen, so der Talkmaster scherzhaft, wolle die Stadt jetzt am Sockel des Denkmals den Namenszug Masaryks anbringen.

Unweit vom „Grandhotel Pupp“ lockt gegen Mittag eine junge Frau Hungrige in ein Nobelrestaurant mit Fischspezialitäten. Ganz selbstverständlich spricht sie alle Leute auf russisch an. Eine Tschechin findet das nicht lustig und zischt wütend zurück, daß man sich hier in der Tschechischen Republik befinde, nicht in Rußland. Die Restaurantangestellte quittiert es mit einem mitleidigen Lächeln.

(Nach einem Beitrag von H.-J. Schmidt in der KZ, Nov. 2011)

Jaro posílá pozdrav

Ty mrzutě topíš v kamnech, hledáš zamračeně teplé ponožky. Kde ještě před chvílí svítilo slunce, teď víří husté vločky.

Rozhodneš-li se v takový den vydat se ven do přírody, pak tě zasáhne rána za ranou počasí za počasím.

Chvíli se tváříš nakloněn radosti, vzápětí hledáš záminku ke sporu, neboť s barometrem stoupá i klesá tvá nálada.

Můj příteli, k čemu ta nerozvážnost? A proč tvá mysl tak kolísá? Copak nevidíš na kraji lesa tu první svěží zeleň,

žlutou nádheru prvosenek podél cesty přes louku? A necítíš moc slunce na svahu zbaveném sněhu?

Pár špačků se stěhuje do svého domečku, narcisy raší ze země, včely vyrážejí na průzkum. Jaro tě zdraví!

Elisabeth Obalski-Hüfner

původní znění

## Frühling läßt grüßen
Du heizt verdrossen den Kamin,
suchst mürrisch warme Socken.
Wo vorhin noch die Sonne schien,
wirbeln jetzt dicke Flocken.

Entschließt du dich an solchem Tag,
in die Natur zu wandern,
dann überfällt dich Schlag auf Schlag
ein Wetter nach dem andern.

Du zeigst zur Freude dich geneigt,
dann brichst du Streit vom Zaune,
denn mit dem Barometer steigt
und fällt auch deine Laune.

Mein Freund, was soll der Unverstand?
Und warum schwankt dein Sinn?
Siehst du denn nicht am Waldesrand
das erste frische Grün,

der Himmelschlüssel gelbe Pracht
den Wiesenweg entlang?
Und spürst du nicht der Sonne Macht
am schneebefreiten Hang?

Ein Starenpaar bezieht sein Haus,
die Osterglocken sprießen,
die Bienen geh'n auf Kundschaft aus.
Der Frühling läßt dich grüßen!

Elisabeth Obalski-Hüfner

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Jak jsme to říkali doma?

Nářečí žije, stejně jako každý jazyk, svými zvláštnostmi. Jsou „solí polévky“. Tak například naše „a“ (jeden/jedno) stojí i za „něco“:

„Potřebuji peníze“ – nářečně: „I(ch brauch a Geld“ „Chceš chleba?“ – nářečně: „Du mechst a Bråut?“

Může nahradit i „já“, například: „Nic si při tom nemyslím!“ – nářečně: „Dåu denk a ma nix!“

Krátké, hrdelně vyražené „a“ vyjadřuje také odmítnutí: „Mám zavolat doktora? – Ne!!“ – nářečně: „Soll i an Dokta huln? A(h!!“ (Není potřeba, nepotřebuju to!)

Slovíčko „da“ velmi často zastupuje předponu „er-“ (odpovídající zhruba českému „u-/za-“), například ve slovech: zmrznout — dafröisn vzpomenout si — darinnern utopit se, utonulý — dasaffm, dasoffm ubít, zabít — daschloogn polekat se — daschreckn lapit, chytit — dawischn

Používá se i jinak, například: První to zvládne — Da erschta da-arwats, druhý to dostane — da zweita dahölts, třetí to prohospodaří — da dritta vertouts Je mi ho líto! — Der dabårmt mi! On jako muž v domě... — Der als da Mua in Haus... Hans dnes nepřijde — Da Håns kinnt heint niat

Další úsloví — nářečně: V jeho kůži bych být nechtěl! — In dian seina Haut mecht i niat steckn! To chce být vejce chytřejší než slepice — Dåu w(üll as Ei gscheita wöi die Höihna sei(n Tady se musí jít opatrně, jako po vejcích — Dåu mou ma göih wi auf Eian Pojďme ještě kousek dál! — Gemma hålt a Haisl weita! Má velmi velké ruce — Ea håut Händ wöi Abortdeckl Má ostrý jazyk — Sie håut a Gusch wöi a Schwert To si můžeš vymalovat (na to zapomeň)! — Dees kuast da måln! Všechno zase přijde do pořádku! — 's wiad schu wieda wer(dn, sågt da Fuchs zan Bärn! Ještě si to trochu procvičme! — Tou ma halt nuch a wing üb(m!

*V originále chebským nářečím.*

původní znění

## Wöi håmma daham gsågt?
Eine Mundart lebt wie jede Sprache von ihren Besonderheiten. Sie sind das „Salz in der Suppe“. So steht unser „a“ (ein) auch für „etwas“:

Ich benötige Geld — I(ch brauch a Geld
Du willst Brot? — Du mechst a Bråut?

Es kann auch das „Ich“ ersetzen, z.B. in

Da denke ich mir nichts! — Dåu denk a ma nix!

Ein kurzes, kehlig-gepreßtes „a“ drückt auch Abwehr aus:

Soll ich den Arzt holen? – Nein!! — Soll i an Dokta huln? A(h!! (Niat nåutwendigh, brauch i niat!)

Das Wörtchen „da“ vertritt sehr oft die Vorsilbe „er-“, z.B. in

erfrieren — dafröisn
erinnern — darinnern
ertrinken, ertrunken — dasaffm, dasoffm
erschlagen — daschloogn
erschrecken — daschreckn
erwischen — dawischn

Es wird auch anderweitig eingesetzt, so bei

Der erste schafft es, — Da erschta da-arwats,
der zweite erhält es, — da zweita dahölts,
der dritte vertut es — da dritta vertouts
Er tut mir leid! — Der dabårmt mi!
Er als Mann im Haus ... — Der als da Mua in Haus ...
Hans kommt heute nicht — Da Håns kinnt heint niat

Andere Redensarten: — Onnara Ausdrück:

In seiner Haut möchte ich nicht stecken! — In dian seina Haut mecht i niat steckn!
Da will das Ei klüger als die Henne sein — Dåu w(üll as Ei gscheita wöi die Höihna sei(n
Da muß man vorsichtig gehen — Dåu mou ma göih wi auf Eian
Gehen wir einfach etwas weiter! — Gemma hålt a Haisl weita!
Er hat sehr große Hände — Ea håut Händ wöi Abortdeckl
Sie hat ein scharfes Mundwerk — Sie håut a Gusch wöi a Schwert
Das kannst du vergessen! — Dees kuast da måln!
Es wird alles wieder ins Lot kommen! — 's wiad schu wieda wer(dn, sågt da Fuchs zan Bärn!
Laßt uns noch ein wenig üben! — Tou ma halt nuch a wing üb(m!

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