Dux (Duchcov), Braunkohlenbergbau, Bahnknotenpunkt, Industriezentrum; 1930: 13.000 Einwohner, deutscher Anteil 50%; in Nähe Kloster Ossegg mit Barockkirche.
Auf dem Rückweg regnete es ohne Pause. Von der Landschaft war kaum etwas zu sehen. Schade! Nach über 100 km erreichten wir erst zu später Stunde unser Quartier im Karlsbader Vorort Pirkenhammer. Mit einem Glas mährischen Weines ließen wir den erlebnisreichen Tag ausklingen.
Am nächsten Vormittag traten wir, wieder per Bahn, die siebenstündige Rückreise an. Wenn der Zug bei Schirnding die Grenze passiert hat, atme ich unwillkürlich erleichtert auf, so, als ob ich mich nunmehr wieder in Sicherheit befände. Posttraumatisches Erleben würde mein Hausarzt dazu sagen, und ich wüßte genau, was er meint. Franz Pöttig
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## Pilzvergiftung!
Am Sonntag gibt's bei Rektor Klinge
für drei Personen Pfifferlinge.
Herr Rektor streift am Wochenende
oft pilzesuchend durchs Gelände.
Sie essen alle nicht zu knapp,
auch für die Katze fällt was ab.
Sie stürzt sich gierig auf den Rest,
den man ihr gnädig überläßt. –
Nach einer Viertelstunde dann
fängt Minka sich zu krümmen an,
wobei sie jämmerlich und laut
in kläglichster Manier miaut.
Frau Klinge, die am Leben hängt
und gleich an Pilzvergiftung denkt,
scheucht ihren Gatten in die Höhe,
damit er nach dem Rechten sähe.
Natürlich kriegt Herr Klinge nun
es selber mit der Angst zu tun;
zumal sein Töchterchen Annette
behauptet, daß es Bauchweh hätte. –
Er sagt: „Nun schnell ins Krankenhaus,
dort pumpt man uns den Magen aus.
Wir sollten uns ein wenig sputen,
bei Gift geht's immer um Minuten!“
In panikartiger Erregung
setzt man das Auto in Bewegung.
Herr Klinge rast wie nicht normal
zum nächstgeleg'nen Hospital. –
Ach, scheußlich war die Prozedur,
die der Familie widerfuhr.
Frau Klinge seufzte hinterher:
„Ich esse keine Pilze mehr!“
Total erschöpft kehrt man zurück.
Annettchen heult in einem Stück:
„Die Minka ist bestimmt verreckt,
ihr hat's besonders gut geschmeckt.“
Daheim ist die Verblüffung groß,
der Katze geht es tadellos;
sie hat gesund und unverletzt
vier Junge in die Welt gesetzt.
Familie Klinge ist verstimmt,
was sicherlich nicht wundernimmt,
denn schließlich hatte sie den Schaden
des Irrtums schmählich auszubaden.
Herr Rektor sprach im Nachhinein:
„Das soll mir eine Lehre sein!
In Zukunft gibt es statt der Pilze
Kartoffel nur mit Schweinskopfsülze.“
Aus „Kaadner Heimatbrief“ 9/2003
(ohne Autorenangabe)
## Auf den Hund gekommen
Seit zwei Jahren schon befindet sich, wie allgemein bekannt, die Weltwirtschaft in der Finanzkrise, die wir alle zu spüren bekommen. Und ein Ende der Misere ist (noch) nicht in Sicht. In der Folge solcher mißlichen Verhältnisse kennt unsere Sprache einige treffende Begriffe.
So schwebt inzwischen über manch einer Firma der „Pleitegeier“. Es handelt sich dabei nicht um eine neue Greifvogelart in Mitteleuropa. Das Wort leitet sich vielmehr vom jiddischen „plejte gejer“, also vom „Pleite-Geher“, ab. Der allgemeine Sprachgebrauch wandelte es dann zum „Pleitegeier“ ab.
Der unbeliebte Vogel suchte gegen Ende des letzten Jahres ein bekanntes Versandhaus heim, das unversehens „keinen roten Heller“ mehr wert war. Der Heller, eine Silbermünze, war ab Ende des 12. Jhs. in Europa weit verbreitet und in manchen Gegenden bis ins 20. Jh. gängiges Zahlungsmittel. Heutzutage dient der Hellervergleich dazu, die Wertlosigkeit einer Sache zu betonen.
Werden Unternehmen unüberlegt verscherbelt – Banken sind davon nicht ausgenommen –, wird oft „die Katze im Sack gekauft“. Auch diese Redensart stammt aus dem Mittelalter. Damals steckte man Kleinvieh, wie Ferkel, Hasen, Kaninchen, zum Verkauf in einen Sack. Verbarg darin ein betrügerischer Händler stattdessen eine wertlose Katze, dann kaufte der unachtsame Kunde eben „die Katze im Sack“.
Zum Kreis der Tiere, deren Namen für ungutes Geschäftsgebaren herhalten müssen, gehört auch der Kuckuck. Ist dieser Vogel Gast in einer Firma, dann sieht ihre Zukunft nicht gerade rosig aus. Da war nämlich der Gerichtsvollzieher zu Besuch und hat die auffälligen Pfandmarken, auch „Kuckuck“ genannt, auf pfändbare Gegenstände von Wert hinterlassen.
Zweifelhafte Machenschaften an verschiedenen Finanzplätzen gelten als Ursachen der Wirtschaftskrise. Verantwortungslose Bankmanager haben sie verschuldet, gewisse Politiker zumindest Beihilfe geleistet. Man stellte sie zu Recht in aller Öffentlichkeit „an den Pranger“, die Medien übergossen sie mit „Hohn und Spott“. Dabei konnten die Betrüger noch von Glück reden! Besonders im Mittelalter wären sie als schlimme Bösewichte an einen Holzpfahl gebunden und am Marktplatz der Verachtung des Volkes ausgesetzt worden. Im 19. Jh. wurde die Prangerstrafe abgeschafft, die Redensart hielt sich bis heute.
In der wirtschaftlich schwierigen Zeit verloren viele arbeitsame Menschen ihren „Job“ und ihr geregeltes Einkommen. Manche von ihnen sind unverschuldet sogar „auf den Hund gekommen“. Wieder liegt die Herkunft dieses Ausdrucks im Mittelalter. Man verwahrte seinerzeit das Geld in einer hölzernen Truhe, auf dessen Boden ein Hund gemalt war. War das Geldvermögen aufgebraucht, kam das Hundebild zum Vorschein, man war „auf den Hund gekommen“.
Hoffen wir, daß sich die derzeitig unsichere Finanzlage bald wieder zum Besseren wendet, der Wert der mit Mißtrauen behafteten Euro-Währung trotz aller Unkenrufe erhalten bleibt und wir unser mühsam Erspartes nicht erneut verlieren! F.P.
(aus Lz)
## A wing woos zan Schmunzln ...
Da Lehra übt mi(tn Kinnan „Wuartbildung“ in da deitschn Språch u fräigt seina Schäifla: „Wer kann mir denn ein Wort nennen, das von 'Lebensgefahr' abgeleitet ist?“ – Drauf kinnts wöi aus da Pistoln gschossen aus da Bänk va gånz hintn: „Lebensgefährtin, Herr Lehra.“
Woos is da Untaschied zwischn Lottosp(üla u Zåhnårzt? Da Zåhnårzt gwinnt ba jeda Ziehung!
A BMW saust mit 200 Såchn üwa die Autobåhn – nua 100 san erlaubt. A Streifmwogn va da Polizei hintn nåuch, a hålwa Stund
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