Schlaggenwälder Heimatbrief — červen / červenec 2011
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Svatodušní pouť do Chlumu Svaté Maří

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heimatlichen Fluren, wurde beim Gasthaus Sacher, „ban schöin Bürgha", eingekehrt und Rast gemacht.
War auch der weite und ermüdende Weg nach Kulm anstrengend genug, und wurden Litaneien aus dem dicken Vorbeterbuch manchmal bis zum Überdruß vorgelesen oder Marienlieder gesungen, so sorgten immer wieder unvorhergesehene Ereignisse dafür, daß auch die Lacher auf ihre Rechnung kamen. Die heimkehrenden Wallfahrer, „die Kulmer", wurden nach altem Brauch am Abend des Pfingstmontags wieder beim Töppeleser Kreuz abgeholt. Mit wehenden Fahnen, leichtem Rucksack, mit staubigem Schuhwerk und reichlich müde ging es dann unter gemeinsamem Gesang zur Pfarrkirche. Die Dorfjugend gab das Geleit, und vor den Häusern standen die Leute, die Wallfahrer begrüßend. Für viele der älteren Generation war eine solche Wallfahrt der Jahresurlaub, eine Weltreise im kleinen.
F.P.
(Nach einem Beitrag von W. Lorenz in der Karlsbader Zeitung Nr. 6/2006)

Anmerkung: Die Entfernung Donawitz-Maria Kulm beträgt in der Luftlinie stattliche 24 km, tatsächlich etwa 28 km, was einem Tagesmarsch von rund acht Stunden entspricht.

Stará vlast

## Alte Heimat
[obr] Eine historische Aufnahme vom unteren Marktplatz in der alten Bergstadt Schlaggenwald. Das Foto entstand vor dem Ersten Weltkrieg.
Einsender: Hans Roßmeißl, Wiesbaden
(nápis na pohlednici: Schlaggenwald bei Karlsbad)

Svatodušní požehnání

## Der Pfingstsegen
und die Angst der Kinder vor dem Hl. Geist

Das Pfingstfest beschert uns einen freien Tag. Doch im Gegensatz zu den Feiertagen an Weihnachten und Ostern wissen nur wenige, was an Pfingsten eigentlich gefeiert wird. „Die Rede vom 'Geburtstag' der Kirche hat geringe Chancen gegen bewußte Traditionen, wie sie sich mit dem Christbaum an Weihnachten oder den Osterhasen an Ostern verbinden", meinte der Bamberger Pfarrer Hartmut Preß.
Seit vielen Jahren sammelt der Theologe Kindersprüche. Gar nicht wenige von ihnen befassen sich dabei mit Themen, wie „Heiliger Geist" oder „Trinität" und zeigen in originellen Formulierungen, wie fremd und mißverständlich solche dogmatischen Begriffe für die Kleinen oft sind. „Aber der Humor ist ja auch eine der Gaben des Heiligen Geistes", findet der Pfarrherr. So schließt Roland (5) sein Abendgebet mit den Worten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Es folgt eine kurze Pause, dann kommt die Frage: „Warum ist denn immer beim Vater und Sohn dieses Gespenst?" – Gegen die bedrohliche Vorstellung von einer unheimlichen Gestalt wehrt sich Verena (5) und betet: „Lieber Gott, beschütze mich vor dem Heiligen Geist!" – Große Schwierigkeiten bereitet die Aussage vom dreieinigen Gott, und so wiederholt Kathrin (9) den Schlußsegen in der Kirche: „Es segne euch der dreibeinige Gott ..." – Und Tobias betet, der Einfachheit halber: „Im Namen des (?) Vaters (?) und des Sohnes und der sieben Geißlein."
Das Fazit des Geistlichen: „Die Kirche muß für das Pfingstfest (?) anschauliche Formen und Symbole suchen, damit Kinder (?) wie auch (?) Erwachsene – dieses Fest auch mit christlichen Inhalten (?) verbinden können."
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Můj Chebský kraj

## Mei Eghalånd
Als Kind va da Egha touts ma heint nuch ånt,
nåuch meina schöin Heimat, nåuch mein Eghalånd.
Wer duart daham wår, der kua mi vastöih.
As Herz wiad ma schwaa,
sågts ma, vawaa
ho wi möin göih?

Öitza bin i va dir fåst a Lebm lång schu fuart,
u wennst mi hålt röifst, bin i glei wieda duart.
Obs rängt oda schneit, mich zöihts ållawal za dir:
Dåu gitts ka Vatou(n,
ich kumm, waal i mou,
u dich gean siah.

Schu sågt ma mei Uhr, ich ho nimma v(ül Zeit;
u amål wiads haaßn: „'s wårs letzta Mål heit.
Dånn mou i amend greina. Dees is jå kaa Schånd –
Es tout hålt årgh wäih,
wenn i öitza gäih,
löibs Eghalånd.

Refrain:
Gänz såcht röift mi mei Heimat,
ho Sehnsucht nåuch ihr:
Du fahlst ma, teira Heimat!
Draam ållawal va dir.
Kua di hålt niat vagessn,
's gäiht v(ülan sua wöi mir.
Ho di nua kua(rz besessn,
's wår sua schöi, daham, ba dir!

F.P., nach einer mundartlichen Vorlage von Kurt Worzischek, Karlsbader Zeitung, Feb. 2011

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První elektrárna v Horním Slavkově

## Das erste E-Werk in Schlaggenwald
Wie in unserem Heimatbuch auf Seite 223 angeführt, entstand das erste Elektrizitätswerk auf dem Gelände der Lederfabrik Franz Roßmeissl. Er hatte als kluger Unternehmer erkannt, daß für seine vergrößerte Lederfabrik elektrischer Strom für Motoren und Beleuchtung unentbehrlich war. So wurde an das am Hang liegende Kesselhaus mit seiner hohen Esse ein Gebäude angefügt, in dem Dampfmaschine, Dynamo und Werkstatt Platz fanden.
Die Anlage arbeitete nach dem bekannten Prinzip: Mit der Verbrennung von Kohle (fossile Energie) wird Dampf gewonnen (Kesselhaus). Eine Dampfmaschine (Turbine) erzeugt drehende Bewegung, die über Transmission bzw. Koppelung den Generator (Dynamo) antreibt, der elektrischen Strom (in der Regel Wechselstrom)/Spannung liefert.
Bereits 1910 war das Stromnetz der Stadt fertiggestellt. Die Kapazität des E-Werkes Roßmeissl reichte aus, um die Stadt und umliegende Ortschaften mit elektrischem Strom zu versorgen. Bald reichte die Anlage bei rasch gestiegenem Energiebedarf nicht mehr aus, denn viele Haushalte ersetzten die bisher benutzten Petroleumlampen zumindest durch eine 25-Watt-Glühbirne (für die gute Stube!). Und die Stromkosten waren zur damaligen Zeit noch sehr moderat und der Preis dafür erschwinglich.

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