Schlaggenwälder Heimatbrief — červen / červenec 2011
/ 8
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 2
Milí krajané!

Liebe Landsleute!
Mit den beiden Sommermonaten Juni, dessen Name auf die römische Göttin Juno zurückgeht, und Juli, der seinen Namen zu Ehren des römischen Feldherrn und Staatsmanns Gaius Julius Caesar erhielt, erreicht das Jahr, kalendarisch und meteorologisch, an Wärme und Licht, Mitte und Höhepunkt. Wir freuen uns am Werden und Gedeihen in der Natur, über die Fülle von bunten Blumen und Blüten und über den Gesang der Vögel.

Z kalendáře

## Aus dem Kalender
Im Juni – Brachet:
1. (Mi) Neumond
2. (Do) Christi Himmelfahrt
12. (So) Pfingsten
13. (Mo) Pfingsten
21. (Di) Sommeranfang, Sonnenwende, längster Tag des Jahres
23. (Do) Fronleichnamsfest, zehn Tage nach Pfingsten
24. (Fr) St. Johannitag
(Freinacht, Losnacht; Sonnwend-, Johannisfeuer)
27. (Mo) Siebenschläfertag (Die sieben Hl. Hirten in Ephesus), Vollmond, Volksmund: „Heute Regen, sieben Wochen Regen."
St. Veit (15.6., Vollmond) ändert die Zeit, alles geht auf die andere Seit'. – Hl. Veit, treib' die Wetter weit!
Ist's von St. Peter u. Paul (29.6.) bis St. Laurenzi (10.8.) heiß, bleibt der Winter lange weiß.

Im Juli – Heuet:
1. (Fr) Herz-Jesu-Fest, Neumond
10. (So) Sieben-Brüder-Tag
(Die sieben Söhne der Märtyrerin Felizitas)
15. (Fr) Vollmond
22. (Fr) St. Magdalenentag
(Beginn der hochsommerlich-heißen „Hundstage", die bis zum St. Bartholomäustag am 24.8. dauern.
24. (So) Christophorus, Patron der Autofahrer
26. (Di) St. Annatag (Annafest)
30. (Sa) Neumond
Wie es die sieben Brüder treiben, so soll es vier Wochen bleiben. Die erste Birn' bringt Margaret(20.7.), drauf überall die Ernt' angeht. Jakobi (25.7.) trocken, Winter hart. Ist St. Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei.

Ti staří

## Die Alten
Wenn man jung ist und modern,
möchte man natürlich gern
alles neu- und umgestalten.
Doch wer meckert dann?
Die Alten.

Will man dynamische Ideen
nun endlich mal verwirklicht seh'n,
zieh'n sie sorgenvolle Falten –
die Alten.

Reden gern von ihrer Jugend,
sittsam war doch ihre Tugend;
was sie alles ausgehalten -
ja, das haben sie,
die Alten.

Krieg und Elend, Hungersnot,
manchen Freundes frühen Tod;
doch sie haben durchgehalten –
ja, das haben sie,
die Alten.

Was sie unter Müh' und Plagen
neu erbaut in ihren Tagen,
gilt es nunmehr zu erhalten.
Habt Verständnis für
die Alten!

Bändigt eure jungen Triebe,
zeigt den Alten eure Liebe;
laßt Euch Zeit mit dem Entfalten,
kümmert Euch um
eure Alten.

Wozu jagen, warum hetzen?
Nach den ewigen Gesetzen
ist die Zeit nicht aufzuhalten –
plötzlich seid Ihr dann
die Alten.

Und in euren alten Tagen
hört man eure Kinder klagen:
Ach, es ist nicht auszuhalten,
immer meckern
diese Alten.

Heimat hat Bestand!

list 2 z 8
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.