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als einmal ist mir im Gedächtnis geblieben, wie die Lampe durch eine Rempelei oder andere Unachtsamkeit aus dem Gleichgewicht kam. Zwischenfälle wie diese waren dazu angetan, auch das beschauliche Beisammensein zu beeinträchtigen. Das Licht dieser Lampe reichte zum Zeitunglesen, Strümpfestopfen und Stricken, für die Spiele „Mensch-ärgere-dich-nicht" und „Schaf und Wolf" sowie andere Beschäftigungen am Feierabend. Hausaufgaben am Abend zu schreiben, sahen die Eltern äußerst ungern. Sie mahnten: „Dåu vadirbst da die Augn."
Auf die Idee, wegen der größeren Helligkeit eine zweite Lampe aufzustellen, wäre aus rein wirtschaftlichen Gründen niemand gekommen: „Mächts nua denna daß 's gäiht!" Sparsamkeit war angesagt: „Mi(tn Zindhölzlan fängt ma as Spårn ua!" Großvater und andere Raucher zündeten ihre Pfeifen, Virginias und Zigaretten mit einem an der Lampe eingesteckten „Spanla" an.
Der bekannte Spruch „Wo viel Licht, ist auch viel Schatten" könnte, abgeändert, auch eine andere Aussage zulassen, nämlich, „Wo wenig Licht ist, freut man sich schon über kleine Dinge". Mit Freude denke ich heute noch daran: Es war eine finstere Winternacht. Ich ging im Dunkeln in mein Bett, Licht brauchte ich nicht „auslöschn (odrahn)", es gab keines. Ich schlief eine lange Nacht. Als ich aufwachte, wußte ich nicht recht, was geschehen war. Entgegen meiner Erwartung, daß ich Bett und Zimmer wieder im Dunkeln verlassen müsse, war der Raum von einer unwirklichen, stillen Helligkeit erfüllt: Es hatte geschneit, Licht war vom Himmel auf die Erde gekommen.
(Nach einem Beitrag unseres kundigen Heimatfreundes Herbert Jakob im HB 9/1992)
## Der Winter
Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an.
Er scheut nicht süß noch sauer.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er sich totlachen.
Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande;
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
Da ist er denn bald dort und hier,
gut Regiment zu führen,
und wenn er durchzieht, stehen wir
und seh'n ihn an und frieren.
Matthias Claudius (1740-1815),
dt. Lyriker und Journalist („Der Wandsbeker Bote")
## A wing wo os zan Schmunzln ...
Da Teifl bsoucht an Petrus u fräigt nan, ob ma niat amål a Foußbållsp(ül Himml gegha d' Höll måchn kinnt. Petrus, låchat: „Dåu häits Ees doch niat die gringsta Chånce! Ålla goutn Sp(üla kumma in Himml: Pele, Eusebio, Becknbaua, M(ülla, Maradona, Ronaldo ..." – Da Teifl grinst hämisch: „Owa mia håbm die Schiedsrichta!"
Chef: „Håut Iah Kundschåft va vuahin woos kafft?" – Sie, die Vakaifara: „Fralich, die teian Schouch as Schlångenleda." – Chef: „Håut a aah bår bezohlt?" – Sie: „Naa, dees niat, er håut 100 Euro uazohlt, an Rest w(üll a murgn bringa." – Chef: „Jå, san Sie denn plemplem, der kinnt doch nimma wieda!" – Sie: „Owa gwieß, ich ho nan zwaa linka Schouch ei(npåckt!"
A Mua schaut sein Wei(b ban Naahn zou. Nåuch ara Waal sågt a: „Waßt, aans vastäih i niat. Vawaa bringst du dian Fo(dn durch dees winzigha Nåu(dläiha, unna Auto owa niat innara Parkluckn?"
Za ran Elbuagna Dokta, an echtn Eghalanda, is a Wei(b van Duarf mit ihra Tochta kumma. Sie: „WissnS, Herr Dokta, dees Madl jåmmat ållawal üwa Bauchwäihding; amend sans bloß d'Wind, döi si vaschlogn håm."
Da Dokta stöllt glei drauf fest, daß as Töchterl in da Hoffnung is, u kua si as Låchn fåst niat vabeißn, wöi a sågt: „Jå, jå, d' Wind! Gäihts nua wieda ham, in sechs Monatn, dånn liegt da Fuaz in da Wöign!"
## Im Winter daheim
[obr] Winterliche Idylle am Flutbach (Flout), der zugefroren und verschneit ist, gesäumt von kahlen Bäumen und Strauchwerk. Links ist die Rückseite der Häuserzeile am Marktplatz mit Kleingärten zu sehen, von Hs-Nr. 40 (Post, Polizei) aufwärts über Nr. 47 (Hess Hugo u. Marie, Fleischerei) bis Hs-Nr. 53 (Hess Amalie, Konditorei). Rechts (teils verdeckt) die Häuserzeile vom Unteren Graben/Sackgasse. Am oberen Bildrand Mitte ist im Nebel noch die St.-Georgs-Kirche erkennbar.
[obr] Die evangelische Kirche am Unteren Graben, ein einfacher Sakralbau, entsprach dem Anteil der Bevölkerung protestantischen Glaubens. Die Häusergruppe links zieht sich hinauf bis zum Gröschl-Flaschner (Nr. 233) und Bäckerei Gareis. Rechts Häuser der Sackgasse. Beide Fotos stammen aus der Zeit vor 1945. Unser Lm. Franz Hofmann stellt sie zur Verfügung.
Redaktionsschluß für die Nr. 1/11 des „Elbogener Heimatbriefes" ist der 28. Dezember 2010!
Die erste Ausgabe erscheint Anfang Februar 2011!
Bitte um Beachtung! Achim Raak, Red.
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