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für Sie wieder die willkommene Gelegenheit zu einem weiteren Treffen bietet, wenn auch die Zahl der Teilnehmer sich ständig verringert. Viele Ihrer Freunde sind schon in die ewige Heimat vorausgegangen, so auch erst vor kurzem Ihr Heimatpfarrer Hw. Kurt Völkl.
Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr vor allem Gesundheit, Wohlergehen und Zufriedenheit.
Mit dem Gruß „Glück auf!" Ihr Joachim Neuß,
Erster Bürgermeister
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## Weihnachtsgebet
Wenn sanft und leis' die Flocken fallen
und unter Eis und Schneekristallen
die stille Erde ruht,
dann tröste in den dunklen Nächten
die Einsamen und die Geschwächten
und mache alles gut.
Wenn auf dem Kranz die Kerzen brennen,
dann laß uns, großer Gott, erkennen,
du bist der Herr der Zeit.
Hilf uns, daß uns're Herzen offen
ergriffen werden und betroffen,
verständig und bereit,
damit nach deinem Wort wir leben,
damit wir lieben und vergeben;
nichts sei nur Schall und Rauch.
Dann wird Weihnachten wieder herrlich,
dann ist es voller Sinn und ehrlich –
nicht nur ein leerer Brauch.
Verfasser ungenannt
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## Kalendarisches
Im Dezember – Julmond/Christmond
4.12. (Sa) St. Barbaratag („Barbarazweige")
5.12. (So) 2. Advent (Krippe aufstellen)
6.12. (Mo) St. Nikolaustag
12.12. (So) 3. Advent
19.12. (So) 4. Advent
21.12. (Di) St. Thomastag (letzter Vollmond)
22.12. (Mi) Wintersonnenwende
24.12. (Fr) Heiliger Abend
(mit reichem Brauchtum, z.B. mehrerlei Speisen, Christmette),
Beginn der zwölf Rauhnächte (Unternächte)
25.12. (Sa) Hochfest der Geburt Jesu, 1. Weihnachtsfeiertag
26.12. (So) St. Stephanstag, 2. Weihnachtsfeiertag
31.12. (Fr) St. Silvestertag (Alta Haaligha A(bmd)
Barbara im Grünen, Christkind im Schnee.
Im Jänner – Hartung
1.1. (Sa) Neujahrstag
5.1. (Mi) Letzte Rauhnacht (Wasserweihe, Segen für Salz, Kreide und Weihrauch)
6.1. (Do) Hl. Drei Könige
Caspar, Melchior, Balthasar (C + M + B für „Christus Mansionem Benedicat", d.h. „Christus segne dieses Haus"), Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie)
Wenn an Antoni (17.1.) die Luft ist klar, gibt es gern ein trockenes Jahr.
Januarsonne hat weder Kraft noch Wonne.
## Wie die Christrose entstand – eine Legende
In der Heiligen Nacht sprachen die Hirten zueinander: „Kommt, laßt uns nach Bethlehem gehen und sehen, was da geschehen ist!" Und sie machten sich eilends auf den Weg. Jeder nahm Geschenke mit: Butter und Honig, einen Krug Milch, Wolle und ein Lammfell. Nur ein kleiner Hirtenjunge hatte gar nichts zum Schenken. Er suchte nach einem Blümchen, fand aber keines. Da weinte er bitterlich, und seine Tränen fielen auf die harte, trockene Erde. Sogleich sprossen aus den Zähren Blumen hervor, die Blüten wie Rosen trugen. Fünf zarte weiße Blütenblätter standen um einen Kranz aus goldenen Staubgefäßen.
Der Knabe brachte die Blumen dem göttlichen Kind. Seit dieser Zeit blüht jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Christrose.
F.P.
## Vertriebenen-Weihnacht
Ich rufe Dich, Heimat, in Nacht und Schnee
und sehe deiner Weihnacht Licht.
Im Herzen drin brennt mir das alte Weh.
Dich, Heimat, vergeß ich nicht!
Ich höre die Glocken am Weihnachtsbaum
und bete zum himmlischen Kind.
Es lächelt so selig im schönsten Traum,
der leise auch mich umspinnt.
Doch bitter schmeckt in der Fremde das Brot,
verloren Wald, Acker und Haus.
Im Osten die Sonne uns düster loht,
sie scheint über Not und Graus.
Wo bist du, der Kinder so trautes Glück,
wo ist Friede und Seligkeit?
Es trüben die Tränen mir meinen Blick...
Heimat, wie liegst Du so weit!
Ich grüße Dich, schönes Sudetenland,
und liebe Dich immer aufs neu,
die Berge und Täler, der Flüsse Band...
Heimat, Dir bleibe ich treu!
Viktor Karell (1898-1979), bedeutender Egerländer Schriftsteller und Heimatkundler; diese Verse schrieb der Dichter wenige Jahre nach der Vertreibung.
## Ums Löicht
Licht nehmen wir heute nicht mehr bewußt wahr. Es ist immer da – überall, jederzeit, Tag und Nacht. Und der elektrische Strom kommt ja aus der Steckdose – fast unbegrenzt. Wir verfügen durch die moderne Technik über viele Möglichkeiten, unsere Nächte zu erhellen, Licht in die Dunkelheit zu bringen. Schnell an Annehmlichkeiten gewöhnt und davon verwöhnt, entschwindet uns dafür das längst Gewesene in das Dunkel der Vergangenheit. Nur noch sprachliche Reste der Erinnerung an den Alltag gibt es, an das Leben früher, an daheim.
Sagen wir nicht oft: „Drah's Löicht auf!" oder „Drah's Löicht o!", obwohl es schon ewig lang keine Drehschalter mehr gibt? Sagen wir nicht manchmal beim Lichtanknipsen „'s Löicht uazündn" oder auch „'s Löicht auslöschn"? Bei den brennenden Advents- und Christbaumkerzen mögen uns noch die fernen Erinnerungen berühren.
Zur Sommerzeit redete niemand über das Licht – Licht gab es genug. Zunehmend ab September aber ging die Rede um: „Öitza spüat ma schu an Toogh." Noch später im Jahr hieß es: „Öitza wiads schu bål Nåcht." Bis dann nach „Ållahaling" immer häufiger die Klage aufkam: „An gånzn Toogh is's Nåcht, va fröih
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