Schlaggenwälder Heimatbrief — říjen / listopad 2009
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Mlhavé dny

Die letzten Zeugen und Spuren von dem, was einst Teil von uns war, dessen Erbe wir weitergetragen haben in ein anderes Land, in eine andere, neue Zeit – all das wird einmal versinken im Meer der Vergänglichkeit. Friedhöfe sind Schnittstellen von Vorläufigkeit und Endgültigkeit, von Endlichkeit und Unendlichkeit, von irdischer Mühsal, Plage und Qual und befreiendem Jenseits. So können die Gräberfelder helfen, Zeichen zu setzen in unserer oft so verschobenen Rangordnung der Werte. Sie verschieben Beziehungen und Verhältnisse: Vermeintliche Größe wird klein und unbedeutend, und was uns manchmal so nebensächlich erschien, gewinnt auf einmal an Gewicht.
Solche Einsicht und Erkenntnisse kommen nicht von allein. Stille Tage im November verhelfen dazu. F.P.
(Nach einem Beitrag von Walter Heinl in der Karlsbader Zeitung vom November 2002)

„Starý strom

## „Einen alten Baum
verpflanzt man nicht" –
das ist ein Hinweis, eine Meinung,
die der Volksweisheit entspricht.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier
mit allen seinen Sinnen;
Umstellung und Veränderung
können nur Unheil bringen.

Ein alter Baum – ein alter Mann –
sie gleichen sich wie Brüder;
Verzicht auf Vertrautes und Gewohntes –
das ist beiden zuwider.

Der Baum ist stumm, kann sich nicht wehren,
er geht langsam, aber sicher ein;
der Mann mit seinem Aufbegehren
wird überhört und übersehen –
auch er wird bald ein Stiller sein.

Trautl Irgang, Egerländer Lyrikerin

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Krajanské setkání 2009

## Heimattreffen 2009
Am 11./12. Juli waren wir beim Bürgerfest in Auerbach i.d.Opf. zu Gast und nutzten diesen Anlaß zum jährlichen Treffen. Die Patenstadt hatte uns wieder zu ihrer festlichen Veranstaltung eingeladen und der Heimatbrief mehrmals zum Besuch aufgerufen.
Nach einer Zeit unbeständiger, zuweilen regenreicher Witterung, so nach dem Motto „Kühle – Schwüle", wurde Bewohnern und Besuchern erfreulicherweise ein freundliches Wochenende beschert. Zu unserem Bedauern mußten einige Übernachtungsgäste in verschiedenen Gasthöfen Quartier nehmen, da die meisten Zimmer schon lange vorher von anderen Veranstaltern belegt waren.
Ein paar Landsleute waren bereits am Freitag angereist und besuchten Lm. Franz Hofmann in der Kornbergstraße, der sich mächtig freute und dem Heimatbrief eine Reihe von alten Fotos überließ. Der Samstagmorgen bot noch Zeit, unsere hochbetagte Lmn. Fanny Kress (Stark) im Caritasheim St. Hedwig aufzusuchen. Wir übermittelten dem erkrankten 2. Bürgermeister Helmut Ott unsere besten Wünsche zur Genesung.
Gegen Mittag versammelten wir uns im Gasthaus „Hohe Tanne", etwas außerhalb der Stadt am Waldrand in Richtung Neuhaus gelegen, und freuten uns bei guter Bewirtung über das Wiedersehen. In die Liste trugen sich 21 Landsleute ein. Älteste Teilnehmerin war unsere Lmn. Amalia Fechter (Frech, Gf), die sich mit fast 90 Jahren zum Treffen fahren ließ.
Nach angeregter Unterhaltung begaben wir uns um 15.00 Uhr

[obr] Frohe Runde beim Treffen der Schlaggenwalder zum Bürgerfest in Auerbach. Die Teilnehmer v.l.: Anneliese Kaiser (Eckl), Gudrun Hubl, Herbert Kaiser, Anton Schnappauf, Marianne Schnappauf (Bräutigam), Rudolf Dörfl, Heinrich Dilling, Heinz Wesp, Erna Dörfl, Lieselotte Friedl, Annemarie Pöttig.

[obr] Schlaggenwalder Treffen beim Bürgerfest in Auerbach. Angeschlossen haben sich Landsleute aus Gfell um Familie Liebreich Fechter.

[obr] Andacht für die verstorbenen Vertriebenen an der Gedenkstätte am Auerbacher Friedhof am Sonntag, dem 12. Juli 2009. Links: Mitglieder der Gfeller Familie Liebreich Fechter; rechts: Heinz Wesp, Anneliese und Herbert Kaiser, Gudrun Hubl, Annemarie Pöttig, Otto Dilling. Fotos: F. Pöttig

zum festlich geschmückten Marktplatz rund um das Rathaus, wo die bekannte Knabenkapelle gekonnt und flott aufspielte und für fröhliche Stimmung sorgte. Auch die Vertreter der anderen Patenkinder waren zugegen und fühlten sich wohl. Bald waren viele Bankreihen besetzt. Vor der Musiktribüne war für uns ein dekorierter Ehrentisch reserviert! Das Wetter meinte es gut mit uns, das Bier schmeckte vorzüglich, nur die Autofahrer mußten sich zurückhalten. Der Erste Bürgermeister Joachim Neuß setzte

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