## Bilder von früher, von daheim ...
[obr] Eine Arbeitsgruppe der Porzellanfabrik Haas & Czjzek stellte sich zu einem Erinnerungsbild. Noch bekannt sind, v.r.: Lugner Franz (1.), Wacek Martin (4.); v.l.: Streitenberger Josef (2.). Man trug weißes Hemd, die Ärmel etwas aufgekrempelt, und dunkle Weste; die Taschenuhr an der Kette gehörte auch werktags zur männlichen Erscheinung („Outfit"). Die „Porzelliner" stellten eine besondere Berufsgruppe mit gediegenen Fähig- und Fertigkeiten dar. Sie verstanden sich – zu Recht – als gute Facharbeiter, waren selbstbewußt und geachtet und gaben sich betont leger. Viele von ihnen waren Landwirte im Nebenerwerb (Köihpritscha!) und ritten in ihrer Freizeit als Ausgleich ein berufsfremdes Steckenpferd: Kaninchen-, Hunde- oder Vogelzüchter, Schnitzer, Kunsttischler, Steinsammler (Strahler), Aquarellmaler, Uhrmacher usw.
[obr] Nach dem Anlegen des oberen Turnplatzes gruppierten sich im Frühjahr 1936 vor dem Eingang einige Mitglieder des Arbeiterturn- und Sportvereins (ATUS), Teilnehmer und Angehörige. Bekannt sind, v.l.: Lugner Franz (x), in der Mitte (hockend mit Schirmmütze) Grill Johann, rechts außen Pimpl Richard. Im Hintergrund sind die Fluren vom Ettnerberg bis zur Huberhöhe und ein paar Häuser „af da Donna" zu erkennen.
[obr] Die jungen Männer im Sonntagsanzug sind eigentlich auf einer Bildpostkarte abgebildet, die am 12.XI.29 in Elbogen abgestempelt und an
Franz Lugner, Schlaggenwald, Leßnitzgasse, adressiert ist. (Die Briefmarke zu 50 Heller trägt das Bildnis von Präsident Masaryk.) Namentlich bekannt sind auf dem Foto Hubl Josef (3.v.l.) und sein Bruder Anton (rechts außen), Vater und Onkel unserer Heimatfreundin Gudrun Hubl. Den Anlaß des feucht-fröhlichen Umtrunkes mit dunklem Bier (Schlaggenwalder Bergbräu oder Elbogener Burgbräu?) kennen wir leider nicht. Weiß jemand noch darüber Bescheid? Die Aufnahmen stellte unsere Lmn. Marianne Lugner (Turba) zur Verfügung.
## Das Gewerbe
Handel und Gewerbe bildeten auch bei uns das Rückgrat des Mittelstandes. Ehrsame Handwerker legten großen Wert auf
[obr] (bez popisku) (dobový inzerát pivovaru)
Berg=Bräu
Schlaggenwald
Gegründet 1527.
Bereits im XV. Jahrhundert besaßen 388 ansäßige Bürger das Bierbraurecht, welches sie reihenweise ausübten; im Jahre 1592 erschien die erste Brauordnung. Am 16. Mai 1871 wurde das Braurecht an den Braumeister Johann Schmeller verpachtet und am 26. Feber 1877 wurde das Brau- und Malzhaus an den genannten verkauft. Am 1. Juni 1903 übernahm dessen Schwiegersohn Ernst Kirchner aus Exdorf in Thüringen den gesamten Besitz und Betrieb. Die im Jahre 1880 umgebauten Keller sind 140 Meter lang, sind meist 4 Meter hoch und bestehen aus 5 Abteilungen. Der jetzige Besitzer war in den größeren Brauereien Deutschlands beschäftigt und erzeugt ein sehr bekömmliches Qualitätsbier.
Ernst Kirchner.
[obr] (bez popisku) (dobový inzerát hotelu)
Hotel „Zum roten Ochsen".
Erstes Hotel am Platze, empfiehlt erstklassige Speisen, sowie ff Biere und Weine. Treffpunkt aller Reisenden und Sportler.
Franz Otto.
[obr] (bez popisku) (dobový inzerát kavárny a restaurace)
Kaffee = Restaurant „Reinhold"
Neubau, schöne Fremdenzimmer, schattiger Garten mit Freitanzdiele. — Gut bürgerliche Küche.
[obr] (bez popisku) (dobový inzerát porcelánky)
Haas & Czjzek A.G.
PORZELLANFABRIKEN
Schlaggenwald und Chodau
GEGR.: 1792
Schlaggenwald
die Geburtsstätte des böhmischen Porzellans
TAFEL- CAFE - TEE - MOCCASERVICE
HOTELGESCHIRRE - SCHIFFSEINRICHTUNGEN
HAUSHALTUNGSGESCHIRRE
KUNSTARTIKEL
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