Schlaggenwälder Heimatbrief — říjen / listopad 2008
/ 6
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 4
Tajemné osudové číslo Čech

⟵ věta pokračuje z předchozího listu

namen vorkamen!), 13% Slowaken, 8% Ungarn, 5% Ukrainer, Polen und Juden.
1938 Abschluß des „Münchner Abkommens“, Abtrennung des Sudetenlandes und Anschluß an das Deutsche Reich, Rücktritt der Regierung Benesch. Übersteigerter Nationalismus und ausgeprägter Chauvinismus der Tschechen ließen das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen als urdeutsches Grenzvolk nicht zu.
1948 Nach der Vertreibung der deutschen Minderheit aus der ČSR wird die zweite tschechoslowakische Republik eine Volksdemokratie unter kommunistischer Herrschaft. Über

věta pokračuje na dalším listu ⟶

Z minulých dnů

## Aus vergangenen Tagen
Die Aufnahme entstand gegen Ende der dreißiger Jahre (vmtl. 1938). Sie zeigt etwa 70 junge Leute verschiedener Jahrgänge, vornehmlich aus Schlaggenwald, die sich nach der letzten Tanzstunde vor dem Eingang der Gastwirtschaft „Egerländer“ an der Hauptstraße, Inhaber Franz Dietrich, zum Foto versammelt haben.
Lm. Josef Kühnhackl, Jg. 1905, im Bild unten Mitte mit einer Kunstrose am Revers, hatte sich zum wiederholten Male als Tanzlehrer engagiert und zur kostenlosen Teilnahme eingeladen. (Tanzkurse wurden auch im nahen „Café Reinhold“ veranstaltet.)
Leider sind mir – als „Spätgeborener“ – aus dem munteren Völkchen nur noch wenige namentlich bekannt. Zum Pfeilhinweis 1 = Sophie Rippl (vom Windhof), 2 = Hilde Pimpl, 3 = Marie Ruppert, 5 = Ernst Köhler (alle drei vom Zehentplatz), 1-3 mit Mädchennamen genannt.
Auf der Rückseite des Originalfotos ist handschriftlich vermerkt, daß es ein Tanzgast namens Johann Lang an seinen Spezi Franz Dörfl, Fleischerbursche in Karlsbad gesandt hat (Pfeilmarkierung 4). Ist der Absender ebenfalls auf dem Bild? Wer erkennt sich noch und andere?
Anm.: Rechts neben dem Eingang weist ein Schild auf die Tätigkeit des Tierarztes Dr. Rainer Dittrich hin, der aus Karlsbad stammte und vor Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Bergstadt einige Jahre als Veterinär Sprechstunden hielt. F.P.

Něco pro pousmání...

## A wing woos zan Schmunzln ...
Die Tochta kinnt van Lyzeum ham u w(üll neinmålgscheit iahn Våta dazü(hln, daß in Indian die Månna iahre Weiwa erscht nåuch da Håuchzat kennalerna. Dåu seifzt da Våta u maant: „Madl, glau(b mas, dees is ba uns niat ånnas.“
Da Schmiedseff håut gäan öfta amål aan måihara trunkn u dånn aan sitzn ghätt. Dåu nimmt nan amål sei(n Nåchba, da Liemakårl, ins Gebet: „Schau Seff, sua gäiht dees ba dir niat sua weita. Dees is jå ba dir schu a Krånkhat.“ – „Jå, jå“, sågt da Seff drauf, „a Rausch is wöi a Föiwa, nua deer Zouständ vagäiht wieda. Owa dei(n Zouständ vagäiht niat, der bleibt da.“ – Da Karl vastäiht niat: „Wöi sua? Woos howi denn füan Zouständ?“ – Mechts da Seff gånz truckn: „Nu jå, dumm bist hält!“
Da Glosa Mani braucht a Brülln. Ma legt nan in Gschäft ållahånd Brülln af die Pudl, owa kaana paßt nan. Nåuch ara Waal fräigt nan da Optika, ob a üwahaupt lesn kua. Dåu fiaht nan da Mani ua: „Schöina Herr, wenn ich lesn kennt, dånn brauchat i jå kaa Brülln.“
A påar Freind sitzn in Wiatshaus ban Böia. Aana, a Jagha, tout grod wichtigh u dazü(hlt va sein Jågdglick: „Ich ho an Råihbuak gschossn, nei in Rucksook. Glei drauf an Fuchs gschossn, aah

40 Jahre Diktatur sowjetischer Prägung folgen!
1968 Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes (außer DDR und Rumänien). Gewaltsames Ende des „Prager Frühlings“, Ende der Reformen im Sozialismus der ČSSR unter Alexander Dubcek.
1988 Unter der Vorbildwirkung von Gorbatschows Glasnost/Perestroika zeichnen sich auch in der ČSFR zaghaft erste Veränderungen im politischen System ab.
Diese historischen Hinweise zu den „Achter-Jahren“ mögen für den interessierten Leser Anreiz sein, sich mit der Geschichte auch unseres Böhmens näher zu befassen. Franz Pöttig

[obr] (bez popisku) (skupinové foto asi 70 mladých lidí před vchodem do hostince „Egerländer“, s vyznačenými šipkami 1–5)

nei in Rucksook. Danåuch ho i an Hoosn dawischt, wieda nei in Rucksook. Af aamal is a Wüldsau daheakumma...“ – Dåu san die ånnan aufgständn u håbm nan gsågt: „Wennst döi aah nuch in dei(n Rucksook gsteckt håst, dånn kröigst a paar Schelln, daß’d drei Toogh lång van Teifl tramst!“

Jak to v životě chodí...

## Wie das Leben so spielt ...
Von Franz Pöttig
Nach unserer Vertreibung aus der Heimat mußte sich jeder von uns in seiner neuen Umgebung zurechtfinden. Er konnte es sich nicht aussuchen, ob ihm die neue Landschaft gefiel oder nicht. Hier, so war es ihm nun beschieden, ist dein neuer Anfang und Mittelpunkt deines künftigen Daseins. Gewöhne dich gefälligst ein! Basta!
War das Gelände flach, leicht wellig oder hügelig, nun gut. Erschien der Horizont umkränzt von Bergen, auch gut, oder gar besser. Wen es gleich in das Gebirge verschlug, na ja, das war von unserer Herkunft her neu. Doch der Mensch paßt sich an.
Mir war es zugedacht, im Voralpenland ein anderes Zuhause zu finden. Die Berge, deren Namen ich nicht einmal kannte, wurden mit der Zeit zur vertrauten Kulisse. Wie mochte es sein, diese hohen Gipfel zu besteigen? Konnte denn unsereiner, aufgewachsen zwischen den waldigen Höhen eines Mittelgebirges, sich so etwas zutrauen? Jahrelang – die Kinder waren noch klein – blieben die Berge mit ihren Zacken und Zinnen für mich ein zwar fernes, doch interessantes Panorama.
Dann, irgendwann im Sommer, erwachte die Neugier. Ich stand wieder einmal am Zaun und schaute sehnsüchtig ins Gebirge. Natürlich nicht mit dem Vielgelästerten Ofenrohr, wie manche sagen, wenn etwas nicht klappen will. Nein, der Blick durch das Fernglas zog die Berge her und brachte mir wieder ihre Mächtigkeit vor Augen. Nun zog es mich hin. Aber ich war allein, kannte hier nur wenige Leute. Meine Freunde von daheim lebten weit weg, waren verstreut in alle Richtungen. Der Zufall wollte

13

věta pokračuje na dalším listu ⟶

list 4 z 6
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.